eBay lehnt GameStop-Angebot ab - Motto:
Was rauchen die eigentlich?

Der Online-Marktplatz eBay hat ein unaufgefordertes Übernahmeangebot von GameStop in Höhe von 56 Milliarden Dollar (etwa 48 Milliarden Euro) abgelehnt. Der Verwaltungsrat stuft die Offerte als "unglaubwürdig und unattraktiv" ein.
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WinFuture/KI-generiert

eBay lehnt Milliardenangebot ab

Der Online-Marktplatz eBay hat am Dienstag ein Übernahmeangebot des Einzelhändlers GameStop in Höhe von 56 Milliarden Dollar (etwa 48 Milliarden Euro) zurückgewiesen. Verwaltungsratschef Paul Pressler erklärte, das Angebot sei weder glaubwürdig noch attraktiv. GameStop weist an der Börse derzeit nur etwa ein Viertel des Marktwertes von eBay auf.

Das Management von GameStop unter der Leitung von CEO Ryan Cohen wollte den Kauf zu gleichen Teilen mit Bargeld und eigenen Aktien finanzieren. Finanzanalysten bezweifelten von Beginn an, dass der deutlich kleinere Videospielhändler eine derart große Transaktion stemmen könne. Es bestanden Sorgen über die Machbarkeit der Refinanzierung auf dem Kapitalmarkt.

Zweifel an der Finanzierung

Wie die New York Times berichtet, äußerte eBay Bedenken hinsichtlich der Schuldenlast. GameStop legte eine Finanzierungszusage der TD Bank über 20 Milliarden Dollar (etwa 17 Milliarden Euro) vor. Die Zusage war jedoch an die Bedingung geknüpft, dass das fusionierte Unternehmen eine gute Bonitätseinstufung erhält. Das erschwerte eine verbindliche Einigung.


Laut der Ratingagentur Moody's würde die Übernahme die Schulden von eBay von sieben Milliarden Dollar (etwa sechs Milliarden Euro) auf 31 Milliarden Dollar (etwa 26 Milliarden Euro) ansteigen lassen. Das hätte negative Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit des Unternehmens gehabt.

Strategien und Reaktionen

Ryan Cohen argumentierte, dass eine Fusion Kosteneinsparungen ermöglichen würde. Zudem wollte er die 600 physischen Filialen von GameStop nutzen, um eBay zu einem direkten Konkurrenten für Amazon aufzubauen. In einem Fernsehinterview auf CNBC blieb Cohen jedoch konkrete Antworten zur genauen Finanzierung des Vorhabens schuldig. Beobachter sahen darin ein unzureichendes Konzept.

Der eBay-Vorstand sieht das eigene Unternehmen auf einem stabilen Weg und verweist auf die aktuelle Wachstumsstrategie im E-Commerce. Paul Pressler betonte, man sei gut aufgestellt, um nachhaltiges Wachstum zu generieren. Während die eBay-Aktie im vergangenen Jahr um 55 Prozent zulegte, verzeichnete das Wertpapier von GameStop einen Rückgang um 16 Prozent. eBay plant, sich weiterhin auf das Kerngeschäft mit gebrauchten Waren und Sammlerstücken zu fokussieren.

Glaubt ihr, eine Fusion von eBay und GameStop hätte langfristig funktioniert? Teilt eure Gedanken zu diesem geplatzten Deal in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • eBay lehnte ein Übernahmeangebot von GameStop über 56 Milliarden Dollar ab
  • Paul Pressler bezeichnete das Gebot als unglaubwürdig und wenig attraktiv
  • GameStop hat an der Börse nur etwa ein Viertel des Marktwertes von eBay
  • Die Ratingagentur Moody's warnt vor einer deutlich höheren Verschuldung
  • Ryan Cohen wollte eBay durch die Filialen als Amazon-Konkurrenz aufbauen
  • Zukünftig liegt der Fokus weiterhin auf Gebrauchtwaren und Sammlerstücken

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