Speicherkrise eskaliert: Selbst große Hersteller tätigen jetzt 'Panikkäufe'
Die Speicherkrise erreicht eine neue Eskalationsstufe. Denn jetzt kaufen selbst große Hardwarehersteller wie Asus und MSI panisch RAM-Bestände auf, während die Preise explodieren. Experten warnen vor anhaltenden Engpässen bis 2027.
Die Situation hat sich so verschärft, dass etablierte Unternehmen wie Asus und MSI ihre Beschaffungsstrategien grundlegend ändern mussten. Normalerweise verlassen sich diese Firmen auf langfristige Verträge mit Speicherherstellern, bei denen die Produkte zu zuvor ausgehandelten Preisen gekauft werden. Doch nun greifen die Hersteller zusätzlich aggressiv im volatilen Spot-Markt zu, auf dem Speicher zu aktuellen Marktpreisen in Echtzeit gehandelt werden. Laut DigiTimes befinden sich die Unternehmen in einem regelrechten Wettlauf um verfügbare Bestände und führen 'Panikkäufe' durch.
Im Vergleich zu anderen Komponenten wie SSDs oder SD-Karten ist die Preisexplosion bei RAM besonders drastisch, was die Dringlichkeit der Situation verdeutlicht. Asus gab bekannt, dass die Komponentenbestände des Unternehmens derzeit nur noch etwa zwei Monate reichen. Das ist ein kritisch niedriger Wert für die Fertigungsplanung. Die DRAM-Preise gingen zuletzt noch einmal massiv nach oben und auch bei den HDDs legten sie weiter zu.
Das bedeutet weniger Kapazität für normalen Desktop-RAM, während die Nachfrage gleichzeitig steigt. DRAM-Kits haben sich inzwischen durchschnittlich um satte 91 Prozent verteuert. Blickt man nur auf den Zeitraum von Mitte September bis Mitte Oktober 2025, dann haben sich die durchschnittlichen DDR5-RAM-Preise mehr als verdoppelt.
Die Aussichten bleiben daher düster. Eine schnelle Entspannung ist weder für 2025 noch für 2026 zu erwarten. RAM bleibt teuer und dürfte sogar noch weiter im Preis zulegen. Experten warnen vor Engpässen, die bis ins Jahr 2027 andauern könnten.
Für Privatnutzer bedeutet diese Entwicklung eine erhebliche finanzielle Belastung. Viele Kits, die man zuvor jederzeit bestellen konnte, sind nicht nur sehr viel teurer geworden sondern teils gar nicht mehr verfügbar.
Die Speicherkrise spitzt sich immer weiter zu. Wie handhabt ihr die Situation? Kauft ihr jetzt noch schnell neuen RAM oder wartet ihr lieber ab?
Siehe auch:
Hardwarehersteller greifen zu extremen Maßnahmen
Die aktuelle Speicherkrise nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Während Samsung seine Preise bereits drastisch erhöht hat und selbst bei HDDs mittlerweile eine Lieferzeit von bis zu zwei Jahren besteht, könnten einige Produkte wie die RTX-50-Super-Serie von Nvidia aufgrund von akutem Speichermangel sogar komplett gestrichen werden. Angesichts dieser Lage greifen jetzt selbst große Hardwarehersteller zu ungewöhnlichen Maßnahmen.Die Situation hat sich so verschärft, dass etablierte Unternehmen wie Asus und MSI ihre Beschaffungsstrategien grundlegend ändern mussten. Normalerweise verlassen sich diese Firmen auf langfristige Verträge mit Speicherherstellern, bei denen die Produkte zu zuvor ausgehandelten Preisen gekauft werden. Doch nun greifen die Hersteller zusätzlich aggressiv im volatilen Spot-Markt zu, auf dem Speicher zu aktuellen Marktpreisen in Echtzeit gehandelt werden. Laut DigiTimes befinden sich die Unternehmen in einem regelrechten Wettlauf um verfügbare Bestände und führen 'Panikkäufe' durch.
Im Vergleich zu anderen Komponenten wie SSDs oder SD-Karten ist die Preisexplosion bei RAM besonders drastisch, was die Dringlichkeit der Situation verdeutlicht. Asus gab bekannt, dass die Komponentenbestände des Unternehmens derzeit nur noch etwa zwei Monate reichen. Das ist ein kritisch niedriger Wert für die Fertigungsplanung. Die DRAM-Preise gingen zuletzt noch einmal massiv nach oben und auch bei den HDDs legten sie weiter zu.
KI-Boom als Haupttreiber der Krise
Die Gründe für die Speicherkrise sind vielfältig, greifen aber am Ende ineinander. Der wichtigste Faktor ist der anhaltende KI-Hype. KI-Beschleuniger setzen zwar vorrangig auf HBM oder GDDR6/7, aber extrem viele Server verschlingen inzwischen LPDDR5X-Chips. Die werden auf denselben Fertigungslinien produziert wie klassische DDR4/DDR5-Speicherchips. Die großen Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron haben ihre Produktionskapazitäten entsprechend umgestellt.Das bedeutet weniger Kapazität für normalen Desktop-RAM, während die Nachfrage gleichzeitig steigt. DRAM-Kits haben sich inzwischen durchschnittlich um satte 91 Prozent verteuert. Blickt man nur auf den Zeitraum von Mitte September bis Mitte Oktober 2025, dann haben sich die durchschnittlichen DDR5-RAM-Preise mehr als verdoppelt.
Produktverschiebungen verschärfen Angebot
Von gleich mehreren Herstellern ist bekannt, dass sie für das dritte und vierte Quartal geplante Speicherkits in diesem Jahr nicht mehr vorstellen beziehungsweise auf den Markt bringen werden und erst einmal bis 2026 abwarten wollen, wie sich die Speicherpreise weiter entwickeln. Das verschärft die Lage zusätzlich.Die Aussichten bleiben daher düster. Eine schnelle Entspannung ist weder für 2025 noch für 2026 zu erwarten. RAM bleibt teuer und dürfte sogar noch weiter im Preis zulegen. Experten warnen vor Engpässen, die bis ins Jahr 2027 andauern könnten.
Für Privatnutzer bedeutet diese Entwicklung eine erhebliche finanzielle Belastung. Viele Kits, die man zuvor jederzeit bestellen konnte, sind nicht nur sehr viel teurer geworden sondern teils gar nicht mehr verfügbar.
Die Speicherkrise spitzt sich immer weiter zu. Wie handhabt ihr die Situation? Kauft ihr jetzt noch schnell neuen RAM oder wartet ihr lieber ab?
Zusammenfassung
- Durch KI ausgelöste Speicherkrise greift weiter um sich
- Hardwarehersteller wie Asus und MSI tätigen Panikkäufe von RAM-Beständen
- Asus verfügt nur noch über einen kritisch niedrigen Komponentenvorrat
- KI-Hype führt zu massiver Umstellung der Speicherchip-Produktionslinien
- DRAM-Preise sind im Durchschnitt um beachtliche 91 Prozent gestiegen
- DDR5-RAM-Preise haben sich von September bis Mitte Oktober verdoppelt
- Experten prognostizieren anhaltende Speicherengpässe bis mindestens 2027
Siehe auch:
- DDR5-RAM: Samsung hebt Speicherpreise um bis zu 60 Prozent an
- 2 Jahre Lieferzeit für HDDs: Speicherkrise erreicht historisches Ausmaß
- Wegen Speicherengpässen: Nvidia GeForce RTX 50 Super gestrichen?
- Speicher ausverkauft: größter Hersteller für 2026 schon voll gebucht
- KI-Rechenzentren lösen weltweite Speicherchip-Krise aus
Thema:
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