KI-Speicherkrise zwingt AMD wohl zu Preiserhöhung bei Grafikkarten

AMD plant offenbar eine Preiserhöhung bei all seinen Grafikkarten um zehn Prozent. Grund dafür sind die steigenden Speicherkosten durch den KI-Boom. Geschäftspartner sollen bereits informiert worden sein.
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AMD

Teurerer VRAM: AMD erhöht Preise

Die durch den KI-Hype ausgelöste Speicherkrise zieht weiter ihre Kreise. Während SK Hynix als größter Hersteller für 2026 schon voll ausgebucht ist, tätigen Firmen wie Asus und MSI aufgrund drohender leerer Lager 'Panikkäufe'. Samsung hat seine Speicherpreise bereits um bis zu 60 Prozent erhöht. Jetzt reagiert wohl auch AMD auf die Situation und plant eine Anhebung der Preise seiner Grafikkarten.

Aktuellen Informationen zufolge hat AMD seine Fertigungspartner über die bevorstehende Preiserhöhung bereits unterrichtet. Aufgrund der massiv gestiegenen Kosten für Speicherbausteine soll das gesamte GPU-Portfolio um mindestens zehn Prozent teurer werden. Das dürfte die erst kürzlich erreichte Preisstabilität im Markt empfindlich stören und Grafikkarten für Endverbraucher spürbar verteuern.


Da Grafikkartenanbieter ihre GPUs in der Regel als Paket zusammen mit dem Videospeicher an ihre Boardpartner liefern, schlagen die erhöhten Einkaufspreise für GDDR-Speicher direkt auf die Herstellungskosten durch. AMD kauft den Speicher zentral ein, um Qualitätsstandards zu sichern, trägt damit aber auch das volle Risiko bei Preisschwankungen auf dem Weltmarkt. Während die Kosten für die Silizium-Chips selbst stabil bleiben, wird das notwendige Zubehör deutlich teurer.

Listenpreise ade

Wie die taiwanischen Branchenbeobachter von UDN (via Wccftech) berichten, ging die Benachrichtigung von AMD an die großen Add-in-Board-Partner wie Asus, Gigabyte und PowerColor. Der Kostendruck ist offenbar nun so hoch, dass eine Weitergabe an den Endkundenmarkt unvermeidbar wird. Die Partner dürften versuchen, ihre Margen zu schützen und die Preise zeitnah anpassen.

Besonders deutlich könnten die Auswirkungen bei der aktuellen Radeon RX 9000-Serie zu spüren sein. Modelle wie die Radeon RX 9070 XT hatten sich im Handel gerade erst ihren offiziellen Listenpreisen angenähert. Ein pauschaler Aufschlag von zehn Prozent würde diese Karten wieder in höhere Preisregionen katapultieren. Lagerbestände zu alten Einkaufspreisen könnten daher schnell abverkauft sein.

Endverbraucher zahlen die Differenz

Einige Quellen lassen darauf schließen, dass die volle Härte der Preiserhöhung womöglich erst Anfang 2026 beim Endkunden durchschlägt. Dennoch ist davon auszugehen, dass der Handel die Preise schon vorher teilweise anheben wird, sobald die neuen Einkaufskonditionen greifen. Wer also über eine neue Radeon-GPU nachdenkt, sollte sich vermutlich schnell zu einem Kauf durchringen, um nicht mehr zu zahlen.

Was denkt ihr über die angekündigten Preiserhöhungen? Plant ihr, Hardware-Käufe vorzuziehen oder wartet ihr die weitere Entwicklung ab? Wir freuen uns auf eure Einschätzungen in den Kommentaren.
Zusammenfassung
  • AMD plant zehnprozentige Preiserhöhung für alle Grafikkarten
  • Gestiegene Speicherkosten durch KI-Boom sind der Hauptgrund
  • Speicherkrise führt zu Panikkäufen bei Herstellern wie Asus und MSI
  • Samsung hat Preise bereits um bis zu 60 Prozent angehoben
  • AMD kauft GDDR-Speicher zentral ein und trägt Risiko bei Marktpreisen
  • Besonders die neue Radeon RX 9000-Serie könnte von Preisanstieg betroffen sein
  • Volle Auswirkungen der Preiserhöhungen werden Anfang 2026 erwartet

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