Microsoft verbessert die Windows Quick Machine Recovery-Funktion
Microsoft arbeitet an einer verbesserten Version der Quick Machine Recovery- Funktion (QMR) für Windows 11. Die Technik soll Rechner nach einem Bootfehler deutlich schneller wieder funktionsfähig machen - ohne dass man eingreifen muss.
Von dort aus startet das QMR-Tool, verbindet sich mit dem Internet und sendet Diagnosedaten an Microsoft. Administratoren können anschließend aus der Ferne die fehlerhaften Komponenten entfernen oder Systemeinstellungen korrigieren - ein physischer Zugriff auf das Gerät ist nicht nötig.
Ebenfalls neu ist eine Änderung bei Smart App Control (SAC) - der Windows-11-Funktion, die unbekannte oder potenziell schädliche Anwendungen auf Prozessebene blockiert. Bislang ließ sich SAC nur aktivieren oder deaktivieren, wenn Windows komplett neu installiert wurde. Mit dem aktuellen Test-Build kann die Funktion nun direkt in den Einstellungen unter Windows-Sicherheit/ App- & Browsersteuerung / Smart App Control ein- oder ausgeschaltet werden.
Die Neuerungen stehen zunächst Teilnehmenden des Windows Insider Programms in den Dev- und Beta-Kanälen zur Verfügung. Voraussetzung ist die Windows 11 Insider Preview Build 26220.7070 (KB5070300).
Microsoft arbeitet seit einiger Zeit daran, die Selbstheilungsmechanismen von Windows auszubauen. Erst im Oktober wurde eine Funktion getestet, die nach einem Blue Screen of Death (BSOD) automatisch einen Speicherscan empfiehlt, um Stabilitätsprobleme schneller zu erkennen. Mit dem überarbeiteten Quick-Machine-Recovery-System will das Unternehmen nun den nächsten Schritt gehen - hin zu einem Windows, das sich im Ernstfall möglichst selbst repariert.
Was haltet ihr von der Quick Machine Recovery? Habt ihr die Funktion schon einmal genutzt, wie sind eure Erfahrungen?
Siehe auch:
Microsoft testet schnellere Wiederherstellungsfunktion
Zugleich erhält die Sicherheitsfunktion Smart App Control (SAC) ein Update, das sie flexibler nutzbar macht, wie das Online-Magazin Bleeping Computer schreibt. Die Idee hinter QMR: Wenn Windows 11 aufgrund einer fehlerhaften Treiberinstallation oder einer nicht kompatiblen Konfigurationsänderung nicht mehr startet, schaltet das System automatisch in die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE).Von dort aus startet das QMR-Tool, verbindet sich mit dem Internet und sendet Diagnosedaten an Microsoft. Administratoren können anschließend aus der Ferne die fehlerhaften Komponenten entfernen oder Systemeinstellungen korrigieren - ein physischer Zugriff auf das Gerät ist nicht nötig.
Fernreparatur bei Startproblemen
Bislang lief der Wiederherstellungsprozess in einer Schleife, die wiederholt nach Lösungen suchte. Das neue Test-Update ändert das Verhalten. QMR führt nun einen einmaligen Scan durch. Wird keine sofortige Lösung gefunden, verweist das Tool den Nutzer direkt auf alternative Wiederherstellungsoptionen. Laut Microsoft soll das Wartezeiten verkürzen und die Nutzererfahrung verbessern.Ebenfalls neu ist eine Änderung bei Smart App Control (SAC) - der Windows-11-Funktion, die unbekannte oder potenziell schädliche Anwendungen auf Prozessebene blockiert. Bislang ließ sich SAC nur aktivieren oder deaktivieren, wenn Windows komplett neu installiert wurde. Mit dem aktuellen Test-Build kann die Funktion nun direkt in den Einstellungen unter Windows-Sicherheit/ App- & Browsersteuerung / Smart App Control ein- oder ausgeschaltet werden.
Die Neuerungen stehen zunächst Teilnehmenden des Windows Insider Programms in den Dev- und Beta-Kanälen zur Verfügung. Voraussetzung ist die Windows 11 Insider Preview Build 26220.7070 (KB5070300).
Microsoft arbeitet seit einiger Zeit daran, die Selbstheilungsmechanismen von Windows auszubauen. Erst im Oktober wurde eine Funktion getestet, die nach einem Blue Screen of Death (BSOD) automatisch einen Speicherscan empfiehlt, um Stabilitätsprobleme schneller zu erkennen. Mit dem überarbeiteten Quick-Machine-Recovery-System will das Unternehmen nun den nächsten Schritt gehen - hin zu einem Windows, das sich im Ernstfall möglichst selbst repariert.
Merke: Quick Machine Recovery wurde ursprünglich im November 2024 im Rahmen der Windows Resiliency Initiative vorgestellt - eine direkte Reaktion auf den weltweiten Ausfall im Juli 2024, als ein fehlerhaftes Update der Sicherheitssoftware CrowdStrike Falcon hunderttausende Windows-Geräte lahmlegte.
Was haltet ihr von der Quick Machine Recovery? Habt ihr die Funktion schon einmal genutzt, wie sind eure Erfahrungen?
Zusammenfassung
- Microsoft verbessert Quick Machine Recovery für schnellere Bootfehlerreparatur
- QMR kann Diagnosedaten an Microsoft senden und Fernreparaturen ermöglichen
- Update ändert QMR-Verhalten von Wiederholungsschleife zu einmaligem Scan
- Smart App Control kann jetzt ohne Neuinstallation aktiviert werden
- Die Neuerungen sind zunächst nur für Windows-Insider-Teilnehmer verfügbar
- Microsoft baut Selbstheilungsmechanismen von Windows kontinuierlich aus
Siehe auch:
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