Windows 11 bekommt überarbeitetes Startmenü im Vorschau-Update

Microsoft hat neue Vorschau für Windows 11 veröffentlicht. Das Up­date bringt ein überarbeitetes Startmenü mit scrollbaren Berei­chen und neuen Ansichtsoptionen. Das optionale Update wird am vierten Dienstag im Oktober zur Verfügung stehen.
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Neues Startmenü kommt zu Windows 11

Microsoft hat gleich zwei neue Windows 11 Builds im Release Preview-Kanal veröffentlicht. Die neuen Builds betreffen Windows 11 Version 24H2 (Build 26100) und Version 25H2 (Build 26200). Das Update stellt eine Vorschau auf das optionale Update dar, das reguläre Nutzer voraussichtlich am vierten Dienstag im Oktober, also kommende Woche, erhalten können.

Das Hauptfeature des Updates ist ein vollständig überarbeitetes Startmenü. Das wurde entwickelt, um schneller und reibungsloser auf Apps zuzugreifen. Die wichtigsten Verbesserungen umfassen einen scrollbaren "Alle"-Bereich, der das Auffinden von Apps erleichtert, sowie zwei neue Ansichtsoptionen: Die Kategorieansicht gruppiert Apps nach Typ und hebt häufig verwendete hervor, während die Rasteransicht Apps alphabetisch mit mehr horizontalem Platz auflistet.


Laut Microsoft stellt diese Überarbeitung eine der größten Änderungen am Startmenü seit der Einführung von Windows 11 dar. Das Startmenü von Windows 11 war seit der Markteinführung im Oktober 2021 Gegenstand zahlreicher Diskussionen, da es deutlich von der aus Windows 10 bekannten Live-Kachel-Oberfläche abwich. Dementsprechend werden die Änderungen auch stärker beäugt.

Weitere Änderungen beinhalten Verbesserungen für Copilot. Besonders Nutzer von Copilot+ PCs profitieren von zahlreichen neuen Funktionen. Click to Do erhält mehrere Verbesserungen, darunter die Möglichkeit zur Tabellenerkennung und direkter Excel-Integration. Nutzer können nun einfache Tabellen markieren und direkt an Excel senden, kopieren oder teilen.

Die Sprachzugriff-Funktion wurde um Fluid Dictation erweitert, das sprachbasierte Diktate intelligenter macht. Das System korrigiert Grammatik, Zeichensetzung und Füllwörter in Echtzeit mithilfe lokaler Sprachmodelle. Zusätzlich unterstützt der Sprachzugriff inzwischen auch Japanisch, was die Barrierefreiheit für mehr Nutzer erweitert.

Verbesserungen in Datei-Explorer und Taskleiste

Der Datei-Explorer erhält empfohlene Dateien in der Startansicht, die jetzt auch für persönliche Microsoft-Konten und lokale Konten verfügbar sind. Empfohlene Dateien zeigen Inhalte wie häufig verwendete, kürzlich heruntergeladene oder zur Datei-Explorer-Galerie hinzugefügte Dateien. Diese Funktion ist allerdings noch nicht im Europäischen Wirtschaftsraum verfügbar und es gibt auch keine Hinweise, wan eine Umstellung erfolgt.

Die Taskleiste wurde ebenfalls überarbeitet. Beim Überfahren eines App-Symbols erscheint eine Miniaturvorschau mit einer neuen "Mit Copilot teilen"-Schaltfläche, die Copilot Vision ermöglicht, den angezeigten Inhalt zu scannen und Erkenntnisse zu bieten. Neue Batteriesymbole zeigen nun farbige Ladezustandsanzeigen und optional die Akkuprozentzahl an.

Das Update umfasst auch zahlreiche Fehlerbehebungen für den Datei-Explorer, Windows Update und verschiedene Grafikprobleme. Microsoft weist darauf hin, dass die meisten neuen Funktionen schrittweise ausgerollt werden und möglicherweise nicht sofort für alle Nutzer verfügbar sind.

Seid ihr gespannt auf das überarbeitete Startmenü? Welche der neuen Funktionen findet ihr am interessantesten? Teilt eure Meinungen gerne in den Kommentaren mit.

Was ist neu im Startmenü?
Das Startmenü wurde vollständig überarbeitet. Es bietet eine scrollbare "Alle"-Ansicht, zwei neue Layouts (Kategorien- und Rasteransicht) und passt sich dynamisch an Bildschirmgrößen an. Die gewählte Ansicht wird gespeichert, was die Navigation im Arbeitsalltag deutlich beschleunigt.

Besonders praktisch: Die neue Phone Link-Integration erlaubt den Zugriff auf Inhalte des verbundenen Smartphones direkt aus dem Startmenü. Diese Funktion wird künftig auch im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) verfügbar sein.
Was kann "Click to Do" mit Copilot?
"Click to Do" vereinfacht die Interaktion mit Microsoft Copilot: Sie können Text markieren, Einheiten umrechnen, Inhalte übersetzen oder Tabellen direkt nach Excel exportieren. Besonders hilfreich ist die Freiform- und Rechteckauswahl zur gezielten Auswahl von Bildschirmobjekten.

Diese Funktionen sind aktuell nicht im EWR oder China verfügbar. Voraussetzung für einige Features ist ein Copilot+ PC und eine Microsoft 365-Lizenz mit aktueller Excel-Version.
Welche Verbesserungen gibt es im Datei-Explorer?
Der Datei-Explorer zeigt jetzt empfohlene Dateien basierend auf Nutzungshäufigkeit an - auch für lokale und Microsoft-Konten. Diese Funktion kann in den Ordneroptionen deaktiviert werden. Zudem wurden Stabilitätsprobleme beim Öffnen großer Archive oder Kontextmenüs behoben.

Neu ist auch die Integration von Cloudanbietern über StorageProvider-APIs. Entwickler können damit Vorschläge direkt in den Explorer einbinden. Diese Neuerungen sind im EWR derzeit nicht aktiv.
Was bringt "Fluid Dictation" im Sprachzugriff?
"Fluid Dictation" nutzt kleine Sprachmodelle (SLMs) direkt auf dem Gerät, um Spracheingaben in Echtzeit zu verbessern - inklusive Grammatik- und Zeichensetzungskorrektur. Das sorgt für schnelle und datenschutzfreundliche Diktate.

Die Funktion ist standardmäßig aktiviert, aber nur auf Copilot+ PCs und in englischen Sprachversionen verfügbar. Sie funktioniert in den meisten Texteingabefeldern, jedoch nicht bei Passwörtern oder PINs.
Wie wurde die Taskleiste verbessert?
Die Akkusymbole zeigen jetzt farbige Zustände (grün = lädt, gelb = ?20 %) und optional den Ladeprozentsatz direkt an. Diese Funktion lässt sich unter Einstellungen > Energie & Akku aktivieren.

Außerdem gibt es bei App-Vorschauen auf der Taskleiste nun eine "Mit Copilot teilen"-Schaltfläche. Sie erlaubt Copilot Vision, Inhalte zu analysieren - hilfreich für schnelle Einblicke. Diese Funktion ist deaktivierbar.
Welche Änderungen betreffen den Sperrbildschirm?
Die neuen Akkusymbole mit Farbcodierung und Prozentanzeige erscheinen jetzt auch auf dem Sperrbildschirm unten rechts. Damit behalten Sie den Ladezustand Ihres Geräts jederzeit im Blick - auch ohne Anmeldung.

Diese Änderung verbessert die Nutzerfreundlichkeit insbesondere auf mobilen Geräten oder bei Präsentationen, wenn der Bildschirm gesperrt ist.
Was ist neu beim Setup von Windows?
Sie können beim Einrichten Ihres PCs den Namen des Benutzerordners selbst festlegen. Dazu drücken Sie Shift + F10 auf der MSA-Anmeldeseite, navigieren per cd oobe und geben SetDefaultUserFolder.cmd ein.

Der Ordnername darf maximal 16 Zeichen lang und nur Unicode-basiert sein. Ist der Name ungültig, wird automatisch einer aus der E-Mail-Adresse generiert. Diese Funktion ist besonders für IT-Admins interessant.
Welche Fehler wurden behoben?
Das Update KB5067036 behebt zahlreiche Probleme, z. B. das Einfrieren des Datei-Explorers, fehlerhafte Fenster-Vorschauen in der Taskleiste oder Abstürze beim Öffnen von Anzeigeeinstellungen. Auch ein schwerwiegender Fehler beim Entpacken großer Archive wurde beseitigt.

Zudem wurden Probleme mit Windows Update (z. B. Fehler 0x800f0983) und der Anmeldung nach dem Ruhezustand adressiert. Die Stabilität für Eingabegeräte und Medienwiedergabe wurde ebenfalls verbessert.
Zusammenfassung
  • Microsoft veröffentlicht Vorschau für Windows 11 mit neuem Startmenü
  • Überarbeitetes Startmenü bietet scrollbaren Bereich und neue Ansichten
  • Update erscheint voraussichtlich am vierten Dienstag im Oktober
  • Copilot+ PCs erhalten Tabellenerkennung und verbesserte Diktieroptionen
  • Datei-Explorer zeigt empfohlene Dateien in der Startansicht
  • Taskleistenvorschau erhält neue Funktion zum Teilen mit Copilot
  • Neue Batterieanzeige mit farbiger Ladezustandsanzeige eingeführt

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