Windows 11: Insider-Update erlaubt ersten Blick auf neue Funktionen

Microsoft hat eine neue Insider-Vorschau für Windows 11 24H2 und 25H2 veröffentlicht. Das Update bringt einen integrierten Netzwerk-Geschwindigkeitstest direkt in die Taskleiste, verbesserte Suchfunktionen und zahlreiche Fehlerbehebungen.
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Speedtest kommt in die Taskleiste

Gerade gab es die Nachricht, dass Microsoft seine Windows-Entwickler wieder unter einem Dach vereint, da erscheint eine neue Insider-Vorschau. Während Windows 10 schon Mitte September das letzte Update vor dem Support-Ende im Oktober erhalten hatte, wird Windows 11 weiter mit frischen Funktionen versorgt. Und so stellt Redmond jetzt KB5065793 als Insider Preview für Version 24H2 im Beta-Kanal (Build 26120.6760) und 25H2 im Dev-Kanal (Build 26220.6760) im Dev-Kanal bereit. Die beiden Builds sind dabei inhaltlich identisch.

Eine praktische Neuerung betrifft die Taskleiste. So wird ein neuer Netzwerk-Geschwindigkeitstest ist über das Kontextmenü zugänglich. Nutzer können den Test über die Wi-Fi- und Mobilfunk-Schnelleinstellungen oder durch einen Rechtsklick auf das Netzwerk-Symbol in der Taskleiste starten. Das Tool öffnet sich im Standard-Browser und unterstützt Tests für Ethernet-, Wi-Fi- und Mobilfunkverbindungen. Diese Integration eliminiert die Notwendigkeit, externe Speedtest-Webseiten aufzurufen oder separate Apps zu installieren. Windows 11: Insider Preview KB5065793Der neue Speedtest ist direkt über die Taskleiste erreichbar Die Implementierung erfolgt über eine Webschnittstelle, die sich nahtlos in das Windows-Ökosystem einfügt. Laut Microsoft wird der Test über die gleiche Infrastruktur abgewickelt, die auch für andere Netzwerk-Diagnosetools des Betriebssystems verwendet wird. Das soll konsistente und zuverlässige Messergebnisse gewährleisten.

Datei-Explorer wird intelligenter

Das Update führt zudem verbesserte Suchhinweise im Datei-Explorer ein. Auf Copilot+ PCs zeigt die Suchleiste nun einen neuen Platzhaltertext, der Nutzer über die erweiterten KI-gestützten Suchfunktionen informiert. Diese Änderung soll das Bewusstsein für die semantischen Suchfähigkeiten schärfen, die Microsoft Anfang des Jahres eingeführt hat.


Die semantische Suche ermöglicht es Nutzern, Dateien anhand ihres Inhalts zu finden, anstatt nur nach Dateinamen zu suchen. Nutzer können unter anderem nach "Fotos vom letzten Urlaub" oder "Dokumente über Projektplanung" suchen, ohne die exakten Dateinamen zu kennen. Diese Funktionalität nutzt lokale KI-Modelle und sendet keine Daten an Microsoft-Server.

Außerdem bringt das Update neue StorageProvider-APIs mit sich, die Cloud-Anbietern die Integration in die Startseite des Datei-Explorers ermöglichen. Diese APIs erweitern die bestehenden OneDrive-Integrationen und sollen Drittanbietern wie Google Drive, Dropbox oder anderen Cloud-Diensten eine tiefere Windows-Integration ermöglichen.

Voice Access wird flexibler

Voice Access erhält eine neue Timing-Einstellung, mit der Nutzer die Verzögerung vor der Ausführung von Sprachbefehlen konfigurieren können. Diese Funktion richtet sich besonders an Nutzer mit Sprachbehinderungen oder solche, die mehr Zeit für die Artikulation benötigen. Die Einstellung kann zwischen 500 Millisekunden und drei Sekunden variiert werden.

Voice Access wurde ursprünglich als Barrierefreiheits-Feature eingeführt und ermöglicht die vollständige Steuerung von Windows 11 über Sprachbefehle. Die neue Timing-Funktion erweitert die Anpassungsmöglichkeiten erheblich und macht das Feature für eine breitere Nutzergruppe zugänglich.

Umfangreiche Fehlerbehebungen

Das Update behebt zahlreiche Probleme in verschiedenen Systembereichen. Dazu gehören etwa Korrekturen für Click to Do, die Taskleiste, den File Explorer und den Sperrbildschirm. Besonders erwähnenswert sind Fixes für das Batterie-Symbol, das nun den korrekten Ladezustand anzeigt, und Verbesserungen bei der Ordneransicht im Datei-Explorer.

Weitere behobene Probleme betreffen die Darstellung von Benachrichtigungen, die Funktionalität von virtuellen Desktops und verschiedene Abstürze beim Wechsel zwischen Apps. Microsoft hat auch Probleme mit der automatischen Helligkeit bei externen Monitoren und Inkonsistenzen in der Benutzeroberfläche behoben.

Trotz der Verbesserungen gibt es weiterhin einige Probleme. Dazu zählen Schwierigkeiten mit Xbox-Controllern über Bluetooth, die zu Systemabstürzen führen können, sowie Darstellungsfehler bei der automatischen Ausblendung der Taskleiste. Zudem können Windows Studio Effects bei bestimmten externen Webcams Probleme verursachen.

Schrittweiser Rollout

Das Update ist Teil des Windows-Insider-Programms und richtet sich an Entwickler und erfahrene Nutzer, die neue Funktionen vor der offiziellen Veröffentlichung testen möchten. Die Features werden schrittweise ausgerollt, was bedeutet, dass nicht alle Insider sofort Zugang zu allen neuen Funktionen haben. Wer gerne an dem Programm teilnehmen möchte, kann sich bei Microsoft dafür registrieren.

Was haltet ihr von den neuen Funktionen wie dem Netzwerk-Geschwindigkeitstest? Nutzt ihr bereits Windows 11 Insider-Builds und welche Features wünscht ihr euch für zukünftige Updates?

Zusammenfassung
  • Neue Windows 11 Insider-Vorschau für Versionen 24H2 und 25H2 veröffentlicht
  • Integrierter Netzwerk-Geschwindigkeitstest direkt über die Taskleiste
  • Verbesserte semantische Suchfunktionen im Datei-Explorer auf Copilot+ PCs
  • Neue StorageProvider-APIs für tiefere Cloud-Dienst-Integration
  • Voice Access mit konfigurierbarer Verzögerung für Sprachbefehle
  • Zahlreiche Fehlerbehebungen für Taskleiste, Datei-Explorer und mehr

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