Südkorea steht still: Regierung verliert 858 Terabyte im Feuer
Ein verheerender Brand in einem staatlichen Datenzentrum der südkoreanischen Regierung hat möglicherweise den dauerhaften Verlust von rund 858 Terabyte an Daten zur Folge. Externe Backups gab es dem Vernehmen nach nicht.
Besonders getroffen hat es das sogenannte G-Drive, ein digitales Speichersystem für Regierungsmitarbeiter. Es diente als zentrale Plattform zur Ablage von Dokumenten und Arbeitsdateien. Jeder Angestellte einer Behörde oder einer anderen öffentlichen Stelle hatte dabei bis zu 30 Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung. Laut einem Bericht der Zeitung The Chosun gehört das G-Drive zu 96 Systemen, die vollständig vernichtet wurden. Für diese Daten existiere kein Backup, da das Gesamtvolumen zu groß gewesen sei, um regelmäßig gesichert zu werden.
"Das G-Drive konnte aufgrund seiner enormen Kapazität nicht gespiegelt werden", erklärte ein nicht namentlich genannter Regierungsvertreter. Zwar verfügen die meisten der übrigen Systeme über Online- oder Offline-Sicherungen, doch bei den betroffenen Behörden steht die Arbeit weitgehend still. Denn auch wenn einige Anwendungen wieder in Betrieb gehen konnten: Sämtliche Arbeitsunterlagen seien über das G-Drive verwaltet worden und nun liege der Betrieb "praktisch lahm", wird ein Behördenmitarbeiter zitiert.
Die Polizei hat inzwischen vier Personen festgenommen, um zu klären, ob fahrlässiges Verhalten zum Ausbruch des Feuers beigetragen haben könnte. Im Zuge der Wiederaufbauarbeiten kam es zu einem weiteren Unglück: Ein 56-jähriger Regierungsbeamter, der die Wiederherstellungsmaßnahmen koordinierte, starb nach einem Sturz aus einem Gebäude im Regierungsviertel von Sejong City. Laut lokalen Medien wurde der Mann leblos nahe dem zentralen Verwaltungsgebäude gefunden und verstarb kurz darauf im Krankenhaus. Das Innenministerium teilte mit, er habe nicht zur laufenden Brandermittlung gehört, derzeit werde geprüft, ob Arbeitsüberlastung eine Rolle gespielt haben könnte.
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Zu groß für ein Backup
Das Feuer brach am 26. September im National Information Resources Service (NIRS) in der Stadt Daejeon aus und führte zu massiven Ausfällen in zahlreichen staatlichen IT-Systemen. Nach Angaben der Fachplattform DatacenterDynamics wurde die Katastrophe, die große Teile der Anlage zerstörte, von einem Batteriebrand ausgelöst.Besonders getroffen hat es das sogenannte G-Drive, ein digitales Speichersystem für Regierungsmitarbeiter. Es diente als zentrale Plattform zur Ablage von Dokumenten und Arbeitsdateien. Jeder Angestellte einer Behörde oder einer anderen öffentlichen Stelle hatte dabei bis zu 30 Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung. Laut einem Bericht der Zeitung The Chosun gehört das G-Drive zu 96 Systemen, die vollständig vernichtet wurden. Für diese Daten existiere kein Backup, da das Gesamtvolumen zu groß gewesen sei, um regelmäßig gesichert zu werden.
"Das G-Drive konnte aufgrund seiner enormen Kapazität nicht gespiegelt werden", erklärte ein nicht namentlich genannter Regierungsvertreter. Zwar verfügen die meisten der übrigen Systeme über Online- oder Offline-Sicherungen, doch bei den betroffenen Behörden steht die Arbeit weitgehend still. Denn auch wenn einige Anwendungen wieder in Betrieb gehen konnten: Sämtliche Arbeitsunterlagen seien über das G-Drive verwaltet worden und nun liege der Betrieb "praktisch lahm", wird ein Behördenmitarbeiter zitiert.
Ein Toter am Rande
Die Wiederherstellung der Netzwerke schreitet nur langsam voran. Bis zum vergangenen Samstag konnten 115 von 647 betroffenen Systemen wiederhergestellt werden - eine Quote von lediglich 17,8 Prozent. Die Regierung rechnet mit mindestens einem Monat, bis die wichtigsten Dienste wieder vollständig laufen. Parallel dazu werden Alternativen für zentrale Verwaltungsfunktionen geprüft.Die Polizei hat inzwischen vier Personen festgenommen, um zu klären, ob fahrlässiges Verhalten zum Ausbruch des Feuers beigetragen haben könnte. Im Zuge der Wiederaufbauarbeiten kam es zu einem weiteren Unglück: Ein 56-jähriger Regierungsbeamter, der die Wiederherstellungsmaßnahmen koordinierte, starb nach einem Sturz aus einem Gebäude im Regierungsviertel von Sejong City. Laut lokalen Medien wurde der Mann leblos nahe dem zentralen Verwaltungsgebäude gefunden und verstarb kurz darauf im Krankenhaus. Das Innenministerium teilte mit, er habe nicht zur laufenden Brandermittlung gehört, derzeit werde geprüft, ob Arbeitsüberlastung eine Rolle gespielt haben könnte.
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Zusammenfassung
- Brand in Südkoreas Datenzentrum führt zu massivem Datenverlust
- 858 Terabyte Regierungsdaten ohne Backup möglicherweise für immer verloren
- G-Drive mit Behördendokumenten unter 96 vollständig vernichteten Systemen
- Bis zum Wochenende wurden erst 17,8 Prozent der betroffenen Systeme repariert
- Normalisierung der wichtigsten Dienste wird mindestens einen Monat dauern
- Vier Personen wurden wegen möglicher Fahrlässigkeit beim Brand festgenommen
- Ein 56-jähriger Beamter starb während der Wiederherstellungsmaßnahmen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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