Feuer in Almere: Cisco und IBM kämpfen mit Server-Ausfällen

Ein schwerer Brand in einem niederländischen Rechenzentrum sorgt aktuell für weitreichende Ausfälle bei diversen IT-Diensten. Während die Feuerwehr mit Spezialgerät gegen die Flammen kämpft, bleibt die genaue Ursache unklar.
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KI/WinFuture

Großbrand im Rechenzentrum

Am Donnerstagmorgen (7. Mai) ist in einem Rechenzentrum am Rondebeltweg im niederländischen Almere ein Großbrand ausgebrochen. Der Vorfall auf dem Industriegebiet Sallandsekant führt zu Störungen bei zahlreichen IT-Diensten.

Die Ursache für den Ausbruch der Flammen ist derzeit unklar und Gegenstand laufender Untersuchungen. Personen kamen nach aktuellen Erkenntnissen nicht zu Schaden, da alle Mitarbeiter das Gebäude rechtzeitig verlassen konnten.

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Die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden gegen acht Uhr am Morgen alarmiert. Innerhalb von 40 Minuten eskalierte die Situation vor Ort derart, dass die Behörden die Warnstufe GRIP eins ausriefen. Die spezielle Stufe des niederländischen Notfallprotokolls erfordert die enge Zusammenarbeit verschiedener Rettungsdienste unter einer zentralen Einsatzleitung, dem Commando Plaats Incident. Das Feuer wütet den Berichten zufolge in einem abgetrennten Bereich auf der Gebäuderückseite.

Spezialgerät schützt Server

Um ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Sektoren zu verhindern, kühlen die Helfer einen großen Dieseltank präventiv. Dabei kommt ein Flughafenlöschfahrzeug vom Flughafen Lelystad zum Einsatz, das über eine große Kapazität für Löschmittel verfügt.

Wie Günter Born in seinem Blog berichtet, handelt es sich bei dem betroffenen Standort unter anderem um eine Anlage, die von dem Technologiekonzern IBM genutzt wird.

Alexandra Schless, Geschäftsführerin des Betreibers NorthC Data Centers, bestätigte die erfolgreiche Evakuierung. Eine präzise Einschätzung der entstandenen Infrastrukturschäden ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich.

Der Ausfall des Knotens nahe Amsterdam hat Konsequenzen für Endanwender und Unternehmen in Europa. Das betroffene Gebäude gehört zu NorthC Data Centers. Das Unternehmen betreibt in den Niederlanden ein Netzwerk aus regional verknüpften Rechenzentren, die normalerweise eine hohe Ausfallsicherheit bieten sollen. Zu den aktuell beeinträchtigten Infrastrukturen gehören Cisco Cloud Email Security im europäischen Sekundärrechenzentrum, die Mail-Server des E-Mail-Dienstleisters TurboSMTP sowie zahlreiche Netzwerkdienste des niederländischen Providers SURF.

Die Techniker von Cisco sind dabei, den Ausfall für ihre Kunden durch Konfigurationsänderungen zu begrenzen. Der Datenverkehr soll verstärkt über das funktionale Primärrechenzentrum umgeleitet werden.

Auswirkungen auf Bildungseinrichtungen

Auch lokale Bildungseinrichtungen spüren die direkten Folgen des Brandes. Die Universität Utrecht verzeichnete Störungen in ihrem Netzwerk, wodurch das digitale Universitätsmagazin zeitweise nicht erreichbar war.

Seid ihr von den aktuellen Ausfällen der Cisco-Dienste betroffen? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Großbrand in Almere: Rechenzentrum am Rondebeltweg in Flammen
  • Ursache des Brandes noch unklar: Feuerwehr mit Spezialgerät im Einsatz
  • Cisco leitet Datenverkehr um: Kunden sollen Latenzprobleme ignorieren
  • Universität Utrecht betroffen: Netzwerkstörungen legen Magazin lahm
  • Notfallprotokoll GRIP eins: Feuerwehr kühlt großen Dieseltank präventiv
  • NorthC Data Centers: Regional verknüpfte Rechenzentren mit hoher Ausfallsicherheit
  • Alexandra Schless bestätigt Evakuierung: Schadenseinschätzung noch nicht möglich

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