Microsoft bestätigt: Windows Patch September stört SMBv1-Freigaben
Nach dem Windows-Patch-Day gibt es Verbindungsprobleme: Nutzer können plötzlich nicht mehr auf Freigaben zugreifen, die über das SMBv1-Protokoll abgewickelt werden. Betroffen sind sowohl aktuelle Windows-Clients als auch Server-Systeme.
Bis eine dauerhafte Lösung vorliegt, empfiehlt Microsoft eine Übergangslösung. Wer den Datenverkehr über den TCP-Port 445 erlaubt, kann demnach die Verbindung wiederherstellen. In diesem Fall erfolgt der Zugriff nicht mehr über NetBT, sondern direkt über TCP.
Dass ausgerechnet SMBv1 betroffen ist, überrascht nicht. Das Protokoll stammt aus den frühen 1990er-Jahren, wurde 2007 von SMBv2 abgelöst und gilt seit 2014 offiziell als veraltet. Seit Windows 10 Version 1709 wird es standardmäßig nicht mehr installiert, in Windows 11 begann Microsoft ab 2022 damit, SMBv1 auch für Heimanwender vollständig abzuschalten.
Die Warnungen, den alten Standard nicht mehr einzusetzen, sind zahlreich. Es gab auch immer wieder grobe Fehler. SMBv1 bietet keinen Schutz gegen Angriffe, die in neueren Versionen abgewehrt werden, darunter Man-in-the-Middle-Attacken oder unsichere Gastanmeldungen. Infografik Cybersicherheit: E-Mails bleiben größtes Sicherheitsrisiko
Spätestens seit dem NSA-Leak von 2017 ist bekannt, wie gravierend die Sicherheitslücken sind. Exploits wie EternalBlue oder EternalRomance bildeten damals die Grundlage für Angriffe mit Schadsoftware wie WannaCry und NotPetya, die weltweit Schäden in Milliardenhöhe verursachten.
Microsoft arbeitet derzeit an einem offiziellen Fix, vermutlich folgt schon bald ein aktualisiertes Build, das die Lösung automatisch implementiert. Bis dahin sollten Administratoren, die noch auf SMBv1 angewiesen sind, den empfohlenen Workaround nutzen - oder besser gleich den längst überfälligen Umstieg auf neuere Protokolle vollziehen.
Wie seht ihr das - ist SMBv1 längst Geschichte oder kann man auf das "Uralt-Protokoll" noch nicht verzichten?
Siehe auch:
Dateifreigaben auf SMBv1-Basis versagen den Dienst
Ein fehlerhaftes Update sorgt derzeit für Ärger bei Windows-Nutzern. Mit den Patch-Day-Updates September 2025 kommt es zu Problemen bei der Verbindung zu alten Dateifreigaben, die auf dem betagten Protokoll SMBv1 basieren. Betroffen sind sowohl Client-Versionen von Windows - darunter Windows 11 (24H2, 23H2, 22H2) und Windows 10 (22H2, 21H2) - als auch die Server-Ausgaben Windows Server 2025 und Windows Server 2022.Microsoft bestätigt Verbindungsproblem
In einer Service-Mitteilung räumt Microsoft jetzt ein, dass nach der Installation der Updates keine Verbindung mehr zu SMBv1-Shares über das Netzwerkprotokoll NetBIOS over TCP/IP (NetBT) hergestellt werden kann. Das Problem tritt unabhängig davon auf, ob der Client oder der Server aktualisiert wurde.Bis eine dauerhafte Lösung vorliegt, empfiehlt Microsoft eine Übergangslösung. Wer den Datenverkehr über den TCP-Port 445 erlaubt, kann demnach die Verbindung wiederherstellen. In diesem Fall erfolgt der Zugriff nicht mehr über NetBT, sondern direkt über TCP.
Dass ausgerechnet SMBv1 betroffen ist, überrascht nicht. Das Protokoll stammt aus den frühen 1990er-Jahren, wurde 2007 von SMBv2 abgelöst und gilt seit 2014 offiziell als veraltet. Seit Windows 10 Version 1709 wird es standardmäßig nicht mehr installiert, in Windows 11 begann Microsoft ab 2022 damit, SMBv1 auch für Heimanwender vollständig abzuschalten.
Die Warnungen, den alten Standard nicht mehr einzusetzen, sind zahlreich. Es gab auch immer wieder grobe Fehler. SMBv1 bietet keinen Schutz gegen Angriffe, die in neueren Versionen abgewehrt werden, darunter Man-in-the-Middle-Attacken oder unsichere Gastanmeldungen. Infografik Cybersicherheit: E-Mails bleiben größtes Sicherheitsrisiko
Spätestens seit dem NSA-Leak von 2017 ist bekannt, wie gravierend die Sicherheitslücken sind. Exploits wie EternalBlue oder EternalRomance bildeten damals die Grundlage für Angriffe mit Schadsoftware wie WannaCry und NotPetya, die weltweit Schäden in Milliardenhöhe verursachten.
Microsoft arbeitet derzeit an einem offiziellen Fix, vermutlich folgt schon bald ein aktualisiertes Build, das die Lösung automatisch implementiert. Bis dahin sollten Administratoren, die noch auf SMBv1 angewiesen sind, den empfohlenen Workaround nutzen - oder besser gleich den längst überfälligen Umstieg auf neuere Protokolle vollziehen.
Was ist eine SMB Verbindung?
Das Server-Message-Block-Protokoll (SMB-Protokoll) dient der Freigabe von Netzwerkdateien und ermöglicht es Anwendungen auf einem Computer, Dateien zu lesen und in Dateien zu schreiben sowie Dienste von Serverprogrammen in einem Computernetzwerk anzufordern. Es kommt also unter anderem zum Einsatz, wenn man NAS-Geräte zur Datensicherung nutzt.Wie seht ihr das - ist SMBv1 längst Geschichte oder kann man auf das "Uralt-Protokoll" noch nicht verzichten?
Zusammenfassung
- Septemberupdates 2025 verursachen Verbindungsprobleme bei SMBv1-Shares
- Windows 11, Windows 10 und Server-Versionen sind gleichermaßen betroffen
- Microsoft empfiehlt als Workaround die Nutzung von TCP-Port 445 direkt
- SMBv1 stammt aus den 1990ern und gilt seit 2014 offiziell als veraltet
- Das alte Protokoll bietet keinen Schutz gegen Man-in-the-Middle-Angriffe
- Exploits für SMBv1 waren Grundlage für WannaCry und NotPetya
- Microsoft rät zum längst überfälligen Umstieg auf neuere Protokolle
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