150-kW-Laser EOS Apollo kann 50 Drohnen pro Minute abschießen

Das australische Unternehmen EOS hat sein Hochenergie-Laser-System Apollo vorgestellt. Das bis zu 150 kW starke System soll Drohnen-Schwärme kostengünstig abwehren und bis zu 50 Drohnen pro Minute vernichten können.
Laser, Apollo, EOS, Electro Optic Systems, EOS Apollo
Electro Optic Systems

Neues Lasersystem gegen Drohnenschwärme

Electro Optic Systems (EOS) hat vor einigen Tagen den Namen seines Waffensystems enthüllt: Apollo. Das bis zu 150 kW skalierbare System wurde auf der DSEI-Messe in London vom 9. bis 12. September 2025 als Teil des Team Defence Australia präsentiert und hat dort einiges an Aufsehen ausgelöst.

Die Entwicklung von Apollo erfolgte als Antwort auf die wachsende Bedrohung durch Drohnen-Schwärme in modernen Konflikten. Herkömmliche Abwehrsysteme stoßen bei der Bekämpfung schneller, unberechenbarer und autonomer Drohnen zunehmend an ihre Grenzen. Hier setzt das neue Lasersystem an: Es kann Bedrohungen mit Lichtgeschwindigkeit bekämpfen und ist speziell für die Vernichtung von Drohnen der Gruppe eins bis drei sowie die Störung ihrer Sensoren auf Distanz konzipiert.

Schon gesehen? Apple iPhone 17 (Pro) und Air jetzt vorbestellen! (Anzeige)

Wie Defense Industry Europe berichtet, baut das Unternehmen auf sein langjähriges Erbe in Laser- und optischen Technologien auf und hat diese Expertise genutzt, um Apollo zu entwickeln - ein System der nächsten Generation für Drohnenabwehr-Operationen. EOS arbeitet seit über vier Jahrzehnten mit gerichteten Energiesystemen und hat sich stetig von optischen Technologien zu einsatzfähigen Laserwaffen weiterentwickelt.

Kosteneffizienz als Vorteil

Die Kosteneffizienz von Lasersystemen wird besonders deutlich, wenn man sie mit herkömmlichen Abwehrmaßnahmen vergleicht. Wie EOS erläutert, können Verteidiger für jeden ausgegebenen Dollar eines Angreifers bis zu 50 Dollar für die Abwehr ausgeben müssen.


Anders als Raketen, die Hunderttausende von Dollar kosten, ist ein Laserschuss nur durch die Stromkosten begrenzt. Apollo kann Drohnen zu niedrigeren Kosten abschießen als fast alles andere auf dem Markt - deutlich günstiger als eine 200.000-Dollar-Rakete. Diese Wirtschaftlichkeit macht das System besonders attraktiv für Streitkräfte, die mit begrenzten Budgets operieren müssen, so der Hersteller.

Technische Spezifikationen

Mit skalierbarer Leistung bis zu 150 kW bietet Apollo eine 360-Grad-Abdeckung einschließlich vertikaler Einsätze, unbegrenzte Schüsse bei externer Stromversorgung und mehr als 200 gespeicherte Einsätze im isolierten Betrieb. Das System ist für die Mobilität verpackt und dabei sowohl für Container als auch Fahrzeuge verfügbar.

Laut EOS kann das System 20 bis 50 Drohnen pro Minute vernichten. Seine hohe Schwenkgeschwindigkeit von weniger als 1,5 Sekunden für eine 60-Grad-Drehung ermöglicht schnelle Neuzielerfassung, während die kontinuierliche Stromversorgung unbegrenzte Einsätze bei Anschluss an externe Stromquellen ermöglicht. Das operative Einsatzspektrum umfasst harte Vernichtung von Drohnen in Entfernungen zwischen 50 Metern und drei Kilometern sowie optische Sensorstörung bis zu 15 Kilometern.

Flexible Integration in Verteidigungssysteme

Ein wichtiger Aspekt ist die Flexibilität des Systems: Apollo kann als eigenständige Waffe eingesetzt oder in eine mehrstufige Drohnenabwehr integriert werden, zusammen mit kinetischen Effektoren wie EOS' Slinger-Fernwaffensystem und raketenbasierten Abwehrsystemen. Es ist für die Verbindung mit NATO-kompatiblen Kommando- und Kontrollsystemen sowie integrierten Luftverteidigungssystemen ausgelegt.

Was haltet ihr von dieser neuen Lasertechnologie? Diskutiert gerne eure Einschätzungen zu Apollo in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • EOS präsentiert 150-kW-Laser Apollo zur kostengünstigen Drohnenabwehr
  • System kann bis zu 50 Drohnen pro Minute vernichten und ist skalierbar
  • Apollo bietet 360-Grad-Abdeckung mit Einsatzreichweite bis zu 3 Kilometern
  • Lasertechnologie deutlich kosteneffizienter als herkömmliche Abwehrsysteme
  • Entwickelt als Antwort auf zunehmende Bedrohung durch Drohnenschwärme
  • System wurde vom 9. bis 12. September 2025 auf der DSEI-Messe vorgestellt
  • Apollo kann eigenständig oder in mehrstufige Drohnenabwehrsysteme integriert werden

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Interessante Artikel & Testberichte
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!