Dodge Charger: Elektroauto bekommt Strafe für zu lauten "Auspuff"
Ein Dodge Charger Daytona EV-Fahrer erhielt in Minnesota einen Strafzettel wegen zu lauter Auspuffgeräusche - obwohl Elektroautos gar keinen Auspuff haben. Ganz abwegig ist das aber nicht, denn das künstliche Soundsystem sorgte für Verwirrung bei der Polizei.
Der Beamte teilte Mike mit, dass sein Fahrzeug die öffentliche Ruhe störe. Als Mike zu erklären versuchte, dass es sich um ein Elektrofahrzeug ohne Auspuff oder Motor handele, antwortete der Beamte lediglich: "Ich werde nicht mit Ihnen diskutieren." Mike erhielt drei verschiedene Strafzettel: wegen zu lauter Auspuffanlage, fehlender Nummernschilder und Störung der öffentlichen Ordnung.
Wie The Drive berichtet, verdeutlicht dieser Fall durchaus die Herausforderungen, die neue Technologien für traditionelle Gesetze mit sich bringen. Denn das Fahrzeug war möglicherweise tatsächlich zu laut, wurde aber wegen eines nicht existierenden Teiles zur Verantwortung gezogen.
Dodges Bemühungen zielen darauf ab, traditionelle Muscle-Car-Enthusiasten für Elektrofahrzeuge zu gewinnen. Die Lautstärke des Systems variiert je nach Fahrmodus: Während der herkömmliche Auto-Modus relativ zivilisiert ist, werden Sport-, Track- und Drag-Modi deutlich lauter.
Mike befand sich eigenen Angaben zufolge zum Zeitpunkt des Vorfalls im Auto-Modus, da sein Fahrzeug einen niedrigen Batteriestand hatte, wodurch die künstlichen Motorgeräusche auf ein Minimum reduziert waren. Das Fratzonic-System nutzt dabei eine Kombination aus digitaler Signalverarbeitung und mechanischen Resonanzkammern, um authentische V8-Geräusche zu erzeugen.
Mike behauptet, dass der Lärm, auf den sich der Polizist bezog, tatsächlich von einem anderen Fahrzeug stammte, das neben ihm losfuhr. Der Fall befindet sich in einer rechtlichen Grauzone: Kann man jemanden für künstliche Auspuffgeräusche belangen? Während das Fratzonic-System theoretisch wie eine laute Stereoanlage als elektronisches Gerät unter Lärmschutzbestimmungen fallen könnte, bezieht sich der spezifische Strafzettel auf eine Bestimmung, die ausschließlich Schalldämpfer und Auspuffanlagen von Verbrennungsmotoren behandelt.
Die Diskussion um künstliche Fahrzeuggeräusche ist nicht neu. Bereits seit 2019 müssen Elektrofahrzeuge in der EU bei niedrigen Geschwindigkeiten künstliche Warngeräusche erzeugen, um Fußgänger zu schützen. Diese AVAS-Systeme (Acoustic Vehicle Alerting Systems) sind jedoch deutlich leiser als Dodges Fratzonic-Technologie. Während AVAS-Systeme der Sicherheit dienen, zielt das Fratzonic-System primär auf das Fahrerlebnis ab.
Was haltet ihr von Elektroautos mit künstlichen Motorgeräuschen? Sollten sie denselben Lärmschutzbestimmungen unterliegen wie Verbrenner? Teilt eure Meinung zu dieser rechtlichen Grauzone in den Kommentaren mit.
Siehe auch:
Polizei verwechselt E-Auto mit Verbrenner
Ein ungewöhnlicher Vorfall in Minnesota zeigt, wie realistisch moderne Elektroautos klingen können: Ein Fahrer namens Mike erhielt einen Strafzettel wegen zu lauter Auspuffgeräusche - obwohl sein Dodge Charger Daytona EV als Elektrofahrzeug überhaupt keinen Auspuff besitzt. Der Vorfall ereignete sich in Stillwater, einer Stadt mit strengen Lärmschutzbestimmungen, als Mike mit einer Gruppe von Autoliebhabern unterwegs war.Der Beamte teilte Mike mit, dass sein Fahrzeug die öffentliche Ruhe störe. Als Mike zu erklären versuchte, dass es sich um ein Elektrofahrzeug ohne Auspuff oder Motor handele, antwortete der Beamte lediglich: "Ich werde nicht mit Ihnen diskutieren." Mike erhielt drei verschiedene Strafzettel: wegen zu lauter Auspuffanlage, fehlender Nummernschilder und Störung der öffentlichen Ordnung.
Wie The Drive berichtet, verdeutlicht dieser Fall durchaus die Herausforderungen, die neue Technologien für traditionelle Gesetze mit sich bringen. Denn das Fahrzeug war möglicherweise tatsächlich zu laut, wurde aber wegen eines nicht existierenden Teiles zur Verantwortung gezogen.
Das Fratzonic-System als Verwirrungsquelle
Der Dodge Charger Daytona EV ist mit dem sogenannten "Fratzonic Chambered Exhaust" ausgestattet, einem künstlichen Soundsystem, das mithilfe von Lautsprechern und speziellen Kammern V8-Motorgeräusche simuliert und dabei bis zu 126 Dezibel erreichen kann. Das System besteht aus einer Box mit Kammersystemen für den Luftstrom und zwei großen Lautsprechern, die unter dem Fahrzeug montiert sind.Mike befand sich eigenen Angaben zufolge zum Zeitpunkt des Vorfalls im Auto-Modus, da sein Fahrzeug einen niedrigen Batteriestand hatte, wodurch die künstlichen Motorgeräusche auf ein Minimum reduziert waren. Das Fratzonic-System nutzt dabei eine Kombination aus digitaler Signalverarbeitung und mechanischen Resonanzkammern, um authentische V8-Geräusche zu erzeugen.
Mike behauptet, dass der Lärm, auf den sich der Polizist bezog, tatsächlich von einem anderen Fahrzeug stammte, das neben ihm losfuhr. Der Fall befindet sich in einer rechtlichen Grauzone: Kann man jemanden für künstliche Auspuffgeräusche belangen? Während das Fratzonic-System theoretisch wie eine laute Stereoanlage als elektronisches Gerät unter Lärmschutzbestimmungen fallen könnte, bezieht sich der spezifische Strafzettel auf eine Bestimmung, die ausschließlich Schalldämpfer und Auspuffanlagen von Verbrennungsmotoren behandelt.
Die Diskussion um künstliche Fahrzeuggeräusche ist nicht neu. Bereits seit 2019 müssen Elektrofahrzeuge in der EU bei niedrigen Geschwindigkeiten künstliche Warngeräusche erzeugen, um Fußgänger zu schützen. Diese AVAS-Systeme (Acoustic Vehicle Alerting Systems) sind jedoch deutlich leiser als Dodges Fratzonic-Technologie. Während AVAS-Systeme der Sicherheit dienen, zielt das Fratzonic-System primär auf das Fahrerlebnis ab.
Was haltet ihr von Elektroautos mit künstlichen Motorgeräuschen? Sollten sie denselben Lärmschutzbestimmungen unterliegen wie Verbrenner? Teilt eure Meinung zu dieser rechtlichen Grauzone in den Kommentaren mit.
Zusammenfassung
- Elektroauto erhielt Strafzettel für nicht existenten lauten Auspuff
- Künstliches Soundsystem 'Fratzonic Chambered Exhaust' erzeugt V8-Sound
- Lautsprecher und Kammersystem erreichen Lautstärke von bis zu 126 Dezibel
- Fahrer Mike befand sich laut eigenen Angaben im leiseren Auto-Modus
- Strafzettel bezog sich auf Bestimmungen für Verbrennungsmotoren
- Vorfall zeigt rechtliche Grauzone bei künstlichen Fahrzeuggeräuschen
- Seit 2019 sind in der EU Warnsounds für E-Fahrzeuge vorgeschrieben
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