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Laden beim Fahren: Erste induktive Autobahnstrecke ist fertig
Auf der französischen Autobahn A10 können Elektrofahrzeuge erstmals während der Fahrt drahtlos geladen werden. Die 1,5 Kilometer lange Teststrecke liefert über 300 kW Ladeleistung und könnte die Elektromobilität grundlegend verändern.
Die Technologie funktioniert über Induktionsspulen, die unter dem Asphalt verlegt wurden. Wenn ein mit entsprechenden Empfängerspulen ausgestattetes Elektrofahrzeug über diese Strecke fährt, wird über ein Magnetfeld Energie vom Straßenbelag auf das Fahrzeug übertragen. Vier Prototypfahrzeuge - ein schwerer Lkw, ein Nutzfahrzeug, ein Pkw und ein Bus - testen das System derzeit unter realen Verkehrsbedingungen.
Laut einer Pressemitteilung von Electreon könnte die Technologie bei großflächigem Einsatz die Batteriegröße von Elektrofahrzeugen erheblich reduzieren. Das würde Fahrzeuge leichter, günstiger und energieeffizienter machen sowie die Transportkapazität erhöhen. Gleichzeitig würden Standzeiten zum Laden entfallen und der Bedarf an Rohstoffen für die Batterieproduktion sinken.
Die Tests bestätigten, dass die Induktionsspulen und der Straßenbelag auch unter extremer Beanspruchung ihre Funktionsfähigkeit behalten. Nach Erhalt der behördlichen Genehmigungen konnte die Installation auf der A10 beginnen und wurde kürzlich abgeschlossen.
Für Frankreich und Europa hat das Projekt strategische Bedeutung: Kleinere Batterien würden die Abhängigkeit von importierten Rohstoffen wie Lithium und Kobalt verringern. Der Transportsektor verursacht ein Drittel der französischen Treibhausgasemissionen, 95 Prozent davon stammen aus dem Straßenverkehr. Fast 90 Prozent aller Güter werden auf der Straße transportiert - ein Anteil, der laut nationaler Klimastrategie auch künftig dominant bleiben dürfte.
Was haltet ihr von dieser Technologie? Seht ihr drahtloses Laden während der Fahrt als Durchbruch für die Elektromobilität oder bleiben zu viele Fragen offen?
Siehe auch:
Weltneuheit auf französischer Autobahn
Rund 40 Kilometer südwestlich von Paris hat ein Konsortium unter Leitung der Autobahngesellschaft Vinci Autoroutes ein bahnbrechendes Projekt realisiert: Auf einem 1,5 Kilometer langen Abschnitt der A10 können Elektrofahrzeuge während der Fahrt drahtlos geladen werden. Das "Charge as you drive"-Projekt ("Laden während der Fahrt") stellt weltweit die erste Implementierung eines dynamischen induktiven Ladesystems auf einer öffentlichen Autobahn dar.Die Technologie funktioniert über Induktionsspulen, die unter dem Asphalt verlegt wurden. Wenn ein mit entsprechenden Empfängerspulen ausgestattetes Elektrofahrzeug über diese Strecke fährt, wird über ein Magnetfeld Energie vom Straßenbelag auf das Fahrzeug übertragen. Vier Prototypfahrzeuge - ein schwerer Lkw, ein Nutzfahrzeug, ein Pkw und ein Bus - testen das System derzeit unter realen Verkehrsbedingungen.
Electreon zeigt, wie induktives Laden auf der Autobahn funktioniert
Erste Tests zeigen hohe Leistungswerte
Die ersten Messergebnisse der drei Labore der Universität Gustave Eiffel fallen vielversprechend aus: Das System kann unter optimalen Bedingungen Spitzenleistungen von über 300 kW und durchschnittliche Ladeleistungen von mehr als 200 kW sicher übertragen. Das entspricht den Leistungswerten moderner Schnellladestationen und ermöglicht es sogar schweren Nutzfahrzeugen, während der Fahrt mit ausreichend Energie versorgt zu werden.Laut einer Pressemitteilung von Electreon könnte die Technologie bei großflächigem Einsatz die Batteriegröße von Elektrofahrzeugen erheblich reduzieren. Das würde Fahrzeuge leichter, günstiger und energieeffizienter machen sowie die Transportkapazität erhöhen. Gleichzeitig würden Standzeiten zum Laden entfallen und der Bedarf an Rohstoffen für die Batterieproduktion sinken.
Umfangreiche Vorbereitungsphase
Bevor das System auf der A10 installiert wurde, durchlief es eine umfangreiche Testphase. Ab September 2023 prüften die Projektpartner am Straßenforschungszentrum von Vinci Construction in Mérignac verschiedene Materialien auf ihre Eignung und Haltbarkeit. Anschließend simulierten Forscher der Universität Gustave Eiffel am LAMES-Labor in Bouguenais mit Verkehrssimulatoren die Belastung von 25 Jahren an schwerem Lkw-Verkehr in nur wenigen Wochen.Die Tests bestätigten, dass die Induktionsspulen und der Straßenbelag auch unter extremer Beanspruchung ihre Funktionsfähigkeit behalten. Nach Erhalt der behördlichen Genehmigungen konnte die Installation auf der A10 beginnen und wurde kürzlich abgeschlossen.
Für Frankreich und Europa hat das Projekt strategische Bedeutung: Kleinere Batterien würden die Abhängigkeit von importierten Rohstoffen wie Lithium und Kobalt verringern. Der Transportsektor verursacht ein Drittel der französischen Treibhausgasemissionen, 95 Prozent davon stammen aus dem Straßenverkehr. Fast 90 Prozent aller Güter werden auf der Straße transportiert - ein Anteil, der laut nationaler Klimastrategie auch künftig dominant bleiben dürfte.
Was haltet ihr von dieser Technologie? Seht ihr drahtloses Laden während der Fahrt als Durchbruch für die Elektromobilität oder bleiben zu viele Fragen offen?
Zusammenfassung
- Erste induktive Ladestrecke für Elektrofahrzeuge auf französischer A10
- 1,5 Kilometer lange Strecke überträgt bis zu 300 kW Ladeleistung
- Vier Prototypfahrzeuge testen das System unter Realbedingungen
- Technologie könnte Batteriegröße und somit Fahrzeuggewicht reduzieren
- Ausgiebige Tests bestätigten Haltbarkeit des Systems über 25 Jahre
- Projekt hat strategische Bedeutung zur Verringerung von Rohstoffimporten
- Transportsektor verursacht ein Drittel der französischen Emissionen
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