EU reagiert auf GPS-Störungen mit Ausbau eigener Satellitenflotte
Die Europäische Union plant den gezielten Ausbau ihrer Satelliteninfrastruktur im erdnahen Orbit, um besser gegen mögliche Störungen des GPS-Systems gewappnet zu sein. Dies kündigte EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius am Montag an.
Bulgarische Behörden gehen davon aus, dass Russland hinter der Störung stecken könnte. Eine offizielle Bestätigung liegt bislang zwar nicht vor, doch der Zeitpunkt sowie die geopolitische Lage lassen den Verdacht plausibel erscheinen.
Mit dem Ausbau der Satellitenflotte will die EU gleich zwei Ziele erreichen. Zum einen soll die Zahl der unabhängigen Navigations- und Kommunikationskanäle erhöht werden, um die Verwundbarkeit durch gezielte Störungen zu verringern. Zum anderen sollen die neuen Systeme über verbesserte Sensoren verfügen, die Interferenzen schneller erkennen und lokalisieren können. "Wir müssen in der Lage sein, nicht nur auf solche Angriffe zu reagieren, sondern sie auch frühzeitig zu identifizieren", betonte Kubilius in Brüssel.
Für die EU markiert die Initiative einen weiteren Schritt hin zu mehr strategischer Autonomie im Sicherheits- und Verteidigungsbereich. Während das globale Navigationssystem GPS nach wie vor von den USA kontrolliert wird, betreibt die EU mit Galileo seit einigen Jahren ein eigenes Satellitennetzwerk. Die geplanten zusätzlichen Satelliten sollen dieses Netz ergänzen und absichern.
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Mehr Satelliten, bessere Technik
Der Schritt gilt als strategische Maßnahme, um die technologische Resilienz Europas in sicherheitspolitisch unsicheren Zeiten zu stärken. Hintergrund der Ankündigung ist ein Vorfall vom Sonntag: Während eines Fluges nach Bulgarien wurde das GPS-System des Flugzeugs von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen offenbar massiv gestört.Bulgarische Behörden gehen davon aus, dass Russland hinter der Störung stecken könnte. Eine offizielle Bestätigung liegt bislang zwar nicht vor, doch der Zeitpunkt sowie die geopolitische Lage lassen den Verdacht plausibel erscheinen.
Mit dem Ausbau der Satellitenflotte will die EU gleich zwei Ziele erreichen. Zum einen soll die Zahl der unabhängigen Navigations- und Kommunikationskanäle erhöht werden, um die Verwundbarkeit durch gezielte Störungen zu verringern. Zum anderen sollen die neuen Systeme über verbesserte Sensoren verfügen, die Interferenzen schneller erkennen und lokalisieren können. "Wir müssen in der Lage sein, nicht nur auf solche Angriffe zu reagieren, sondern sie auch frühzeitig zu identifizieren", betonte Kubilius in Brüssel.
Unabhängigkeit von USA
Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die zunehmenden Spannungen zwischen Europa und Russland. Bereits in den vergangenen Monaten hatten mehrere NATO-Staaten über GPS-Störungen in der Nähe der Ostsee und entlang der östlichen Bündnisgrenzen berichtet. Experten warnen, dass elektronische Angriffe auf Navigations- und Kommunikationssysteme ein wachsendes Instrument hybrider Kriegsführung darstellen.Für die EU markiert die Initiative einen weiteren Schritt hin zu mehr strategischer Autonomie im Sicherheits- und Verteidigungsbereich. Während das globale Navigationssystem GPS nach wie vor von den USA kontrolliert wird, betreibt die EU mit Galileo seit einigen Jahren ein eigenes Satellitennetzwerk. Die geplanten zusätzlichen Satelliten sollen dieses Netz ergänzen und absichern.
Zusammenfassung
- EU plant Ausbau der Satelliteninfrastruktur gegen GPS-Störungen
- Ursula von der Leyens Flug nach Bulgarien erlebte eine massive GPS-Störung
- Verdacht auf russische Beteiligung an der Störung liegt nahe
- Neue Satelliten sollen zusätzliche Navigationskanäle und bessere Sensoren bieten
- Initiative markiert weiteren Schritt zur strategischen Autonomie der EU
- Elektronische Angriffe werden als wachsendes Instrument hybrider Kriegsführung gesehen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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