Unabhängig werden: EU nimmt Satelliten-Netz vorzeitig in Betrieb
Die Europäische Union hat erstmals Teile ihres eigenen sicheren Satellitenkommunikationssystems in Betrieb genommen. Mit dem Projekt will sie ihre Abhängigkeit von Anbietern aus den USA reduzieren.
Wie der EU-Kommissar für Verteidigung und Raumfahrt, Andrius Kubilius, auf einer Raumfahrtkonferenz in Brüssel erklärte, haben Komponenten der Netzwerke IRIS2 und GOVSATCOM in der vergangenen Woche den begrenzten Betrieb aufgenommen. Die Systeme stehen zunächst Regierungen und militärischen Nutzern zur Verfügung. Auch die Ukraine hat bereits Interesse an einem Zugang bekundet, entsprechende Vorbereitungen laufen nach Angaben der Kommission.
Kubilius betonte, dass nun alle Mitgliedstaaten Zugang zu einer eigenen, souveränen Satellitenkommunikation erhalten könnten. Die Systeme seien sicher, verschlüsselt und vollständig in Europa entwickelt und betrieben. Ziel sei es, eine Infrastruktur zu schaffen, die nicht nur politisch kontrollierbar, sondern auch technisch konkurrenzfähig ist. Fachleute trauten den europäischen Lösungen langfristig sogar bessere Leistungswerte zu als bestehenden kommerziellen Angeboten wie Starlink. Genau das sei der Anspruch der EU, so der Kommissar.
An der Umsetzung sind mehrere europäische Unternehmen beteiligt, darunter der luxemburgische Satellitenbetreiber SES, der französische Konzern Eutelsat sowie das spanische Unternehmen Hispasat. Kubilius machte deutlich, dass der Zeitdruck hoch sei. Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen verlangten ein schnelleres Handeln. Sichere Satellitenkommunikation gehöre zu den sogenannten strategischen Schlüsselkapazitäten, bei denen Europa bislang stark auf Unterstützung aus den USA angewiesen war. Mit IRIS2 und GOVSATCOM soll sich das künftig ändern.
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IRIS2 und GOVSATCOM starten
Insgesamt investiert die EU rund 10,6 Milliarden Euro in das System, mit dem Europa geopolitisch unabhängiger aufgestellt werden soll, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg. Hintergrund sind wachsende internationale Spannungen und die Erkenntnis, dass eine strategisch wichtige Kommunikationsinfrastruktur zunehmend auch eine sicherheitspolitische Dimension hat.Wie der EU-Kommissar für Verteidigung und Raumfahrt, Andrius Kubilius, auf einer Raumfahrtkonferenz in Brüssel erklärte, haben Komponenten der Netzwerke IRIS2 und GOVSATCOM in der vergangenen Woche den begrenzten Betrieb aufgenommen. Die Systeme stehen zunächst Regierungen und militärischen Nutzern zur Verfügung. Auch die Ukraine hat bereits Interesse an einem Zugang bekundet, entsprechende Vorbereitungen laufen nach Angaben der Kommission.
Kubilius betonte, dass nun alle Mitgliedstaaten Zugang zu einer eigenen, souveränen Satellitenkommunikation erhalten könnten. Die Systeme seien sicher, verschlüsselt und vollständig in Europa entwickelt und betrieben. Ziel sei es, eine Infrastruktur zu schaffen, die nicht nur politisch kontrollierbar, sondern auch technisch konkurrenzfähig ist. Fachleute trauten den europäischen Lösungen langfristig sogar bessere Leistungswerte zu als bestehenden kommerziellen Angeboten wie Starlink. Genau das sei der Anspruch der EU, so der Kommissar.
2030 für alle
Das Herzstück des Projekts bildet das IRIS2-Netzwerk, das bis zum Ende des Jahrzehnts auf insgesamt 290 Satelliten anwachsen soll. Diese werden in unterschiedlichen Umlaufbahnen positioniert, um eine möglichst zuverlässige und flexible Abdeckung zu gewährleisten. Die vollständige Inbetriebnahme ist für das Jahr 2030 vorgesehen. Dann soll das System nicht nur staatlichen Stellen, sondern auch privaten Kunden offenstehen.An der Umsetzung sind mehrere europäische Unternehmen beteiligt, darunter der luxemburgische Satellitenbetreiber SES, der französische Konzern Eutelsat sowie das spanische Unternehmen Hispasat. Kubilius machte deutlich, dass der Zeitdruck hoch sei. Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen verlangten ein schnelleres Handeln. Sichere Satellitenkommunikation gehöre zu den sogenannten strategischen Schlüsselkapazitäten, bei denen Europa bislang stark auf Unterstützung aus den USA angewiesen war. Mit IRIS2 und GOVSATCOM soll sich das künftig ändern.
Zusammenfassung
- EU nimmt erste Teile eines eigenen sicheren Satellitenkommunikationssystems in Betrieb
- Mit Investitionen von rund 10,6 Milliarden Euro soll Europa geopolitisch unabhängiger werden
- IRIS2 und GOVSATCOM bieten zunächst Regierungen und militärischen Nutzern Zugang
- Sichere und verschlüsselte Systeme wurden vollständig in Europa entwickelt
- IRIS2-Netzwerk soll bis 2030 auf 290 Satelliten in verschiedenen Umlaufbahnen anwachsen
- Europäische Unternehmen wie SES, Eutelsat und Hispasat setzen das Projekt um
- Die Initiative soll die Abhängigkeit von US-Anbietern reduzieren
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