Junger Erfinder baut Brille für Blinde - mit Sensoren, GPS und Vibration
Ein 24-jähriger Student aus Mosambik entwickelt eine Brille, die blinden Menschen per Vibration Hindernisse anzeigt - gedacht für all jene, denen der Zugang zu teurer Spezialtechnik fehlt. Allein in seinem Land betrifft das Millionen.
Wenn Armando Chau das schwarze Brillengestell mit bunten Aufklebern aufsetzt, wird sein Radius größer. Obwohl er nichts sieht, spürt er, was um ihn geschieht: Ein leises Vibrieren warnt vor einem Busch. Ein zweiter Impuls zeigt eine Wand. "Jetzt ist es still", sagt Chau - also ist der Weg frei. Die Brille, die er trägt, stammt aus dem Wohnzimmer von Joao Antonio Rego, 24 Jahre alt, Student für Robotik in Maputo, Mosambik. Der will mit Sensoren, einem Vibrationssystem und GPS mehr bieten als den weißen Stock.
Seine Erfindung sieht aus wie ein Virtual-Reality-Headset, funktioniert aber als taktiles Navigationssystem. Seit Chau vor zwanzig Jahren sein Augenlicht verlor, lebt er zurückgezogen in Matola. Wie die Agentur AFP berichtet, testet er mit Rego nun den Prototyp Vision Hope 0.2 - ein Hilfsmittel, das Hindernisse erkennt, Richtungen vorgibt und Bewegung wieder möglich macht.
Technische Details der Vision Hope 0.2:
In Mosambik leben laut der International Agency for the Prevention of Blindness fast 2,7 Millionen Menschen mit Sehbehinderung. Viele von ihnen haben keine Hilfe - weder mobil noch technisch. Rego hofft auf Partnerschaften, um seine Brille in Serie zu bringen. Die Idee: lokal produzieren, preiswert anbieten, national verteilen. Die Informationen beruhen auf Berichten der Agentur AFP (via TechXplorer) und einem Beitrag von Modern Ghana.
(Hinweis: Bilder des Prototyps können wir aus urheberrechtlichen Gründen leider nicht zeigen - alle verfügbaren Aufnahmen liegen im Bildmaterial der Agentur AFP)
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Seine Erfindung sieht aus wie ein Virtual-Reality-Headset, funktioniert aber als taktiles Navigationssystem. Seit Chau vor zwanzig Jahren sein Augenlicht verlor, lebt er zurückgezogen in Matola. Wie die Agentur AFP berichtet, testet er mit Rego nun den Prototyp Vision Hope 0.2 - ein Hilfsmittel, das Hindernisse erkennt, Richtungen vorgibt und Bewegung wieder möglich macht.
Vibration statt Stock
Das System basiert auf Sensoren im Sichtfeld, die Hindernisse in einem Winkel von 120 Grad erfassen. Statt akustischen Signalen erzeugen sie gezielte Vibrationen - stärker bei nahen Objekten, schwächer bei solchen am Rand. Die Energie liefert ein Schulterakku mit Stromsparmodus und akustischer Warnung bei niedrigem Akkustand. Ein GPS-Modul erlaubt es Angehörigen, den Standort des Trägers zu verfolgen. "Wenn ich nach links gehe und es vibriert, weiß ich: zurück. Wenn nichts kommt, weiß ich: weiter", beschreibt Chau die Nutzung im Alltag.Technische Details der Vision Hope 0.2:
- Hinderniserkennung: Sensorreichweite 120°
- Feedback: Vibrationsmotoren je nach Richtung und Distanz
- Stromversorgung: Schulterakku mit Energiemanagement
- Ortung: GPS-Modul für Angehörige
- Design: Geschlossene Brillenform mit VR-Ästhetik
Wohnzimmer statt Labor
Die Idee zur smarten Brille entstand schon 2021, Rego tüftelt aber bis heute weiter in der Familienwohnung. Die nächste Version soll noch präziser werden: auch feine Hindernisse, wie Fäden und Drähte, sollen erkennbar sein, das Gehäuse wasserfest. Außerdem, sagt Rego, wäre eine Objekterkennung hilfreich - etwa zur Unterscheidung zwischen Mensch, Fahrzeug oder Ast. Auch sein Tester Chau hat Wünsche: Ein Sensor für Pfützen wäre gut. Und etwas, das Straßenränder sicher erkennt.In Mosambik leben laut der International Agency for the Prevention of Blindness fast 2,7 Millionen Menschen mit Sehbehinderung. Viele von ihnen haben keine Hilfe - weder mobil noch technisch. Rego hofft auf Partnerschaften, um seine Brille in Serie zu bringen. Die Idee: lokal produzieren, preiswert anbieten, national verteilen. Die Informationen beruhen auf Berichten der Agentur AFP (via TechXplorer) und einem Beitrag von Modern Ghana.
(Hinweis: Bilder des Prototyps können wir aus urheberrechtlichen Gründen leider nicht zeigen - alle verfügbaren Aufnahmen liegen im Bildmaterial der Agentur AFP)
Zusammenfassung
- 24-jähriger Student aus Mosambik entwickelt Navigationsbrille für Blinde
- Vision Hope 0.2 erkennt durch Sensoren Hindernisse in einem 120-Grad-Winkel
- Anstelle von akustischen Signalen nutzt die Brille Vibrationen als Feedback
- GPS-Modul ermöglicht Angehörigen die Standortverfolgung des Trägers
- In Mosambik leben fast 2,7 Millionen Menschen mit Sehbehinderung
- Geplant ist eine lokale, kostengünstige Produktion für nationale Verteilung
- Nächste Version soll auch feine Hindernisse wie Fäden und Drähte erkennen
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