Statt Waffenverbot: Florida setzt an Schulen lieber auf Kampfdrohnen
Um für mehr Sicherheit an Schulen zu sorgen, setzt Florida jetzt auf bewaffnete Drohnen statt schärferer Waffengesetze. Drei Schulbezirke testen ein System, bei dem ferngesteuerte Drohnen Pfefferspray verschießen, um Angreifer aufzuhalten.
Die Drohnen sind in sicheren Boxen auf dem Schulgelände stationiert und können binnen fünf Sekunden nach Aktivierung eines stillen Alarms eingesetzt werden. Die ferngesteuerten Geräte liefern Live-Videos an Einsatzkräfte und können in bestimmten Fällen nicht tödliche Geschosse abfeuern, um einen Angreifer auszubremsen oder außer Gefecht zu setzen. Laut CEO Justin Marston können die Drohnen jeden Punkt des Schulgeländes innerhalb von 15 Sekunden erreichen.
Das Konzept basiert auf der Erkenntnis, dass bei Schulamokläufen der Großteil der Todesfälle in den ersten 120 Sekunden passiert. Wie das Magazin Newsweek berichtet, vergleicht Marston das System mit Sprinkleranlagen: "Das Sprinklersystem kann binnen Sekunden Wasser auf das Feuer sprühen, weil es bereits da ist." Diese Geschwindigkeit sei entscheidend, da die durchschnittliche Reaktionszeit der Polizei bei Notrufen zwischen acht und zwölf Minuten liegt.
Die Drohnen sollen auch Einsatzkräfte unterstützen
Die Drohnen sind mit Pfeffergasgeschossen und einem Glasbrecher ausgestattet, um schnell in die Klassenzimmer und aus ihnen heraus navigieren zu können. Zusätzlich verfügen sie über hochauflösende Kameras und Lautsprecher, mit denen das Einsatzteam direkt mit Personen vor Ort kommunizieren kann. Die Geräte wiegen etwa 1,8 Kilogramm und haben eine Flugzeit von bis zu 20 Minuten.
Die Kosten für eine vollständige Implementierung über das Pilotprogramm hinaus könnten mehrere Million Dollar kosten. Durchschnittlich benötige eine Schule zwischen 45 und 60 Drohnen, um alle Bereiche des Campus zu erreichen. Die resultierenden hohen Investitionen stehen im Kontrast zu anderen Sicherheitsmaßnahmen wie zusätzlichem Sicherheitspersonal oder verstärkten Eingangskontrollen.
Das Drohnen-System wirft jedoch ethische und sicherheitstechnische Fragen auf: Wie vertraut sind die Drohnenpiloten mit den einzelnen Schulen? Welche Ausbildung erhalten sie für Entscheidungen über Leben und Tod? Kritiker befürchten auch, dass die Drohnen versehentlich Unschuldige treffen oder von Hackern übernommen werden könnten.
Campus Guardian Angel plant permanente Installationen im September und Oktober, der Live-Betrieb soll im Januar 2026 beginnen. Auch in Texas laufen bereits Installationen in vier Schulbezirken und einer Universität. Demonstrationen der Drohnen fanden bisher auch in Colorado und Utah statt. Das Unternehmen wirbt damit, dass seine Technologie bereits bei über 100 Einsätzen in verschiedenen Bereichen erfolgreich getestet wurde.
Was haltet ihr von bewaffneten Drohnen als Schutz vor Amokläufern? Sind technische Lösungen der richtige Weg oder sollten strengere Waffengesetze Priorität haben? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Siehe auch:
Drohnen als Antwort auf Schulamokläufe
Was in Texas bereits Ende letztes Jahr diskutiert wurde, wird jetzt zur Realität. Anstatt schärfere Waffengesetze zu verabschieden, setzt der US-Bundesstaat Florida in Zukunft wohl auf eine technische Lösung gegen Schulamokläufe. So testen drei Schulbezirke nach Genehmigung durch Gouverneur Ron DeSantis bewaffnete Drohnen, die binnen Sekunden auf Bedrohungen reagieren sollen, um Schulen 'sicherer' zu machen. Das System der Firma mit dem Namen "Campus Guardian Angel" wird derzeit an mehreren Standorten erprobt.Die Drohnen sind in sicheren Boxen auf dem Schulgelände stationiert und können binnen fünf Sekunden nach Aktivierung eines stillen Alarms eingesetzt werden. Die ferngesteuerten Geräte liefern Live-Videos an Einsatzkräfte und können in bestimmten Fällen nicht tödliche Geschosse abfeuern, um einen Angreifer auszubremsen oder außer Gefecht zu setzen. Laut CEO Justin Marston können die Drohnen jeden Punkt des Schulgeländes innerhalb von 15 Sekunden erreichen.
Das Konzept basiert auf der Erkenntnis, dass bei Schulamokläufen der Großteil der Todesfälle in den ersten 120 Sekunden passiert. Wie das Magazin Newsweek berichtet, vergleicht Marston das System mit Sprinkleranlagen: "Das Sprinklersystem kann binnen Sekunden Wasser auf das Feuer sprühen, weil es bereits da ist." Diese Geschwindigkeit sei entscheidend, da die durchschnittliche Reaktionszeit der Polizei bei Notrufen zwischen acht und zwölf Minuten liegt.
Fernsteuerung aus Texas
Das Drohnen-System wird nicht vor Ort, sondern aus einer Zentrale in Texas gesteuert. Das Team besteht aus einem Piloten, taktischen Experten für Bewegungskoordination und Einsatzentscheidungen sowie Verbindungsoffizieren, die Live-Informationen an örtliche Strafverfolgungsbehörden weiterleiten. Diese Struktur soll sicherstellen, dass rund um die Uhr qualifiziertes Personal für Notfälle verfügbar ist.
Die Drohnen sollen auch Einsatzkräfte unterstützen
Die Drohnen sind mit Pfeffergasgeschossen und einem Glasbrecher ausgestattet, um schnell in die Klassenzimmer und aus ihnen heraus navigieren zu können. Zusätzlich verfügen sie über hochauflösende Kameras und Lautsprecher, mit denen das Einsatzteam direkt mit Personen vor Ort kommunizieren kann. Die Geräte wiegen etwa 1,8 Kilogramm und haben eine Flugzeit von bis zu 20 Minuten.
Hohe Kosten und praktische Herausforderungen
Das Pilotprogramm wird mit 557.000 Dollar (etwa 475.000 Euro) aus Staatsmitteln finanziert. Nach Auswahl der Bezirke durch das Bildungsministerium zahlen diese etwa 1.000 Dollar (etwa 850 Euro) monatlich für die Drohnen einer 500-Schüler-Schule. Eine Box mit sechs Drohnen kostet 15.000 Dollar (etwa 12.800 Euro), Schulen benötigen je nach Campusgröße zwischen drei und 15 Boxen, manchmal mehr.Die Kosten für eine vollständige Implementierung über das Pilotprogramm hinaus könnten mehrere Million Dollar kosten. Durchschnittlich benötige eine Schule zwischen 45 und 60 Drohnen, um alle Bereiche des Campus zu erreichen. Die resultierenden hohen Investitionen stehen im Kontrast zu anderen Sicherheitsmaßnahmen wie zusätzlichem Sicherheitspersonal oder verstärkten Eingangskontrollen.
Kontroverse um bewaffnete Schuldrohnen
Florida erlebte seit 2018 mehr als 60 Schulschießereien und gehört zu den Bundesstaaten mit den höchsten Opferzahlen pro Vorfall. Das bekannteste Ereignis war das Massaker an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland 2018, bei dem 17 Menschen starben. Trotz dieser Tragödien hat Florida seine Waffengesetze nur geringfügig verschärft und setzt stattdessen auf technologische Lösungen.Das Drohnen-System wirft jedoch ethische und sicherheitstechnische Fragen auf: Wie vertraut sind die Drohnenpiloten mit den einzelnen Schulen? Welche Ausbildung erhalten sie für Entscheidungen über Leben und Tod? Kritiker befürchten auch, dass die Drohnen versehentlich Unschuldige treffen oder von Hackern übernommen werden könnten.
Campus Guardian Angel plant permanente Installationen im September und Oktober, der Live-Betrieb soll im Januar 2026 beginnen. Auch in Texas laufen bereits Installationen in vier Schulbezirken und einer Universität. Demonstrationen der Drohnen fanden bisher auch in Colorado und Utah statt. Das Unternehmen wirbt damit, dass seine Technologie bereits bei über 100 Einsätzen in verschiedenen Bereichen erfolgreich getestet wurde.
Was haltet ihr von bewaffneten Drohnen als Schutz vor Amokläufern? Sind technische Lösungen der richtige Weg oder sollten strengere Waffengesetze Priorität haben? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Florida testet bewaffnete Drohnen mit Pfefferspray gegen Schulamokläufe
- Drei Schulbezirke erproben das System namens Campus Guardian Angel
- Drohnen können in 15 Sekunden jeden Punkt des Schulgeländes erreichen
- Die Steuerung erfolgt aus einer Zentrale in Texas durch spezialisierte Teams
- Ein Pilotprogramm wird mit 557.000 Dollar aus staatlichen Mitteln finanziert
- Pro Schule werden durchschnittlich zwischen 45 und 60 Drohnen benötigt
- Live-Betrieb soll im Januar 2026 starten, auch in anderen Bundesstaaten geplant
Siehe auch:
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