Neue ukrainische Cruise Missile zeigt sich, erinnert äußerlich an die V1
Die Ukraine präsentiert ihren neuen Marschflugkörper mit einer Reichweite von über 3000 Kilometern. Die Rakete soll bereits gegen russische Ziele eingesetzt worden sein und ist schon in Serienproduktion. Das Design erinnert an die Raketenanfänge.
Die Entwicklung der Flamingo-Rakete erfolgte vor dem Hintergrund verlangsamter westlicher Waffenlieferungen, was die Ukraine dazu zwang, verstärkt auf die heimische Rüstungsproduktion zu setzen. Laut ZN.ua wurde die Rakete bereits mehrfach gegen Ziele auf russischem Territorium eingesetzt.
Die (angebliche) Reichweite von 3000 Kilometern ist fast doppelt so groß wie die des neuesten Tomahawk Block V Marschflugkörpers mit 1.600 Kilometern. Mit ihrem Ein-Tonnen-Gefechtskopf ist Flamingo zudem etwa doppelt so stark wie der US-amerikanische Tomahawk mit ihrem 450-Kilogramm-Gefechtskopf.
Diese internationale Zusammenarbeit deutet auf einen Technologietransfer hin, der es der Ukraine ermöglichen könnte, fortschrittliche Marschflugkörpertechnologie zu entwickeln. Die Ähnlichkeiten zwischen beiden Systemen lassen vermuten, dass Flamingo auf bewährten Designprinzipien basiert, die für die ukrainischen Produktionsbedingungen angepasst wurden.
Die Milanion Group erklärte auf der Ausstellung, dass sie über 50 Raketen dieses Typs monatlich produzieren kann. Diese Geschwindigkeit wird durch einen wirtschaftlichen Ansatz erklärt, der auf ausgeklügelte Designmerkmale wie Containerstart und Klappflügel zugunsten der Massenproduktion verzichtet. Dieser pragmatische Ansatz ermöglicht es, größere Stückzahlen zu niedrigeren Kosten zu produzieren.
So mancher wird zweifellos auch anmerken, dass Flamingo eine Ähnlichkeit zur Nazi-deutschen Fieseler Fi 103 alias V1 aus dem Jahr 1944 hat. Äußerlich sowie aufgrund der Startrampe trifft das durchaus zu, technologisch haben die "fliegende Bombe" der Nazis und die ukrainische Rakete aber praktisch nichts gemeinsam.
Die Flamingo-Rakete könnte die strategische Balance im Konflikt verändern. Was denkt ihr über diese Entwicklung in der ukrainischen Rüstungsindustrie?
Siehe auch:
Ukraine stellt Flamingo-Marschflugkörper vor
Die Ukraine hat erfolgreich ihre neue Flamingo-Rakete getestet, die eine Reichweite von über 3000 Kilometern aufweist und mit einem 1150 Kilogramm schweren Gefechtskopf ausgestattet ist. Der Marschflugkörper wurde am 17. August durch Associated Press-Fotojournalist Efrem Lukatsky öffentlich bekannt, der Zugang zu einer Produktionsstätte des ukrainischen Rüstungsunternehmens Fire Point erhielt.Die Entwicklung der Flamingo-Rakete erfolgte vor dem Hintergrund verlangsamter westlicher Waffenlieferungen, was die Ukraine dazu zwang, verstärkt auf die heimische Rüstungsproduktion zu setzen. Laut ZN.ua wurde die Rakete bereits mehrfach gegen Ziele auf russischem Territorium eingesetzt.
Technische Daten und Leistungsvergleich
Mit einem Gesamtgewicht von 6000 Kilogramm ist Flamingo viermal schwerer als ein amerikanischer Tomahawk-Marschflugkörper. Die ukrainische Rakete erreicht dabei eine Höchstgeschwindigkeit von 950 Kilometern pro Stunde und ist wohlgemerkt etwa fünfmal günstiger eine Tomahawk. Außerdem benötigt die Rakete vor dem Start gerade einmal 20 bis 40 Minuten Vorbereitungszeit, so ein Sprecher des Herstellers.Die (angebliche) Reichweite von 3000 Kilometern ist fast doppelt so groß wie die des neuesten Tomahawk Block V Marschflugkörpers mit 1.600 Kilometern. Mit ihrem Ein-Tonnen-Gefechtskopf ist Flamingo zudem etwa doppelt so stark wie der US-amerikanische Tomahawk mit ihrem 450-Kilogramm-Gefechtskopf.
ZN.ua zeigt den Start der ukrainischen Cruise Missile Flamingo
Verbindung zur FP-5-Technologie
Die Flamingo ähnelt stark der FP-5-Rakete der emiratischen Firma Milanion, die als Modell auf der IDEX-2025-Ausstellung in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Februar vorgestellt wurde. Die Milanion Group hat ihren Hauptsitz in den VAE, unterzeichnete aber bereits 2021 ein Kooperationsabkommen mit einem großen ukrainischen Rüstungsunternehmen.Diese internationale Zusammenarbeit deutet auf einen Technologietransfer hin, der es der Ukraine ermöglichen könnte, fortschrittliche Marschflugkörpertechnologie zu entwickeln. Die Ähnlichkeiten zwischen beiden Systemen lassen vermuten, dass Flamingo auf bewährten Designprinzipien basiert, die für die ukrainischen Produktionsbedingungen angepasst wurden.
Die Milanion Group erklärte auf der Ausstellung, dass sie über 50 Raketen dieses Typs monatlich produzieren kann. Diese Geschwindigkeit wird durch einen wirtschaftlichen Ansatz erklärt, der auf ausgeklügelte Designmerkmale wie Containerstart und Klappflügel zugunsten der Massenproduktion verzichtet. Dieser pragmatische Ansatz ermöglicht es, größere Stückzahlen zu niedrigeren Kosten zu produzieren.
So mancher wird zweifellos auch anmerken, dass Flamingo eine Ähnlichkeit zur Nazi-deutschen Fieseler Fi 103 alias V1 aus dem Jahr 1944 hat. Äußerlich sowie aufgrund der Startrampe trifft das durchaus zu, technologisch haben die "fliegende Bombe" der Nazis und die ukrainische Rakete aber praktisch nichts gemeinsam.
Die Flamingo-Rakete könnte die strategische Balance im Konflikt verändern. Was denkt ihr über diese Entwicklung in der ukrainischen Rüstungsindustrie?
Zusammenfassung
- Ukraine präsentiert neue Flamingo-Rakete mit über 3000 km Reichweite
- Marschflugkörper mit 1150 kg Gefechtskopf ist bereits in Serienproduktion
- Mit 6000 kg Gesamtgewicht viermal schwerer als ein Tomahawk-Marschflugkörper
- Flamingo ist fünfmal günstiger als eine Tomahawk bei höherer Reichweite
- Ähnlichkeiten zur emiratischen FP-5-Rakete deuten auf Technologietransfer hin
- Äußerlich gleicht Flamingo der deutschen V1 aus dem Jahr 1944
- Die Entwicklung erfolgte wegen verlangsamter westlicher Waffenlieferungen
Siehe auch:
- Drohnenjagd: Ukraine stattet Landwirtschaftsflieger mit Raketen aus
- Ukraine klaut Daten zu Russlands Super-U-Boot - findet Schwachstellen
- Not macht erfinderisch: Ukraine entwickelt "robotische" Luftabwehr
- Ukraine: Drohne liefert E-Bike für spektakuläre Rettung eines Soldaten
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