Trump-Regierung erwägt staatliche Beteiligung am Chipriesen Intel
Die Trump-Regierung erwägt laut einem Medienbericht eine staatliche Beteiligung an Intel. Der Chipriese kämpft mit finanziellen Problemen und Verzögerungen beim Fabrikbau. Ein Deal könnte Intels geplante Halbleiterfertigung in den USA stützen.
Wie Bloomberg berichtet, soll ein Deal u. a. eine geplante Intel-Fabrik in Ohio stützen. Das Projekt gilt als strategisch wichtig für die amerikanische Halbleiterunabhängigkeit, hat aber mit erheblichen Verzögerungen zu kämpfen. Die Höhe einer möglichen staatlichen Beteiligung ist noch unklar, ebenso wie die genaue Struktur des Deals.
Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 28 Milliarden US-Dollar. Die Verzögerungen haben mehrere Ursachen und grundsätzliche Fragezeichen: Intel Foundry hat nach wie vor keine externen Kunden, was das Geschäftsmodell gefährdet. Intel warnte, dass es möglicherweise alle Arbeiten in Ohio einstellen muss, falls keine externen Kunden für die neue 14A-Fertigungstechnologie gefunden werden, die erst 2027 eingeführt wird.
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Siehe auch:
- Trump-Regierung erwägt laut Medienberichten staatliche Beteiligung an Intel
- Intel kämpft mit finanziellen Problemen und Verzögerungen beim Fabrikbau
- Geplante Chipfabrik in Ohio für US-Halbleiterunabhängigkeit strategisch wichtig
- Intel-CEO Tan traf Trump trotz vorheriger öffentlicher Rücktrittsforderung
- Ohio-Projekt verzögert sich massiv, erste Fabrik erst zwischen 2030 und 2031
- Investitionssumme beläuft sich auf etwa 28 Milliarden US-Dollar
- Für Trump wäre es eine weitere direkte Intervention in eine Schlüsselindustrie
Trump-Regierung diskutiert Intel-Beteiligung
Die US-Regierung von Donald Trump führt offenbar Gespräche mit Intel über eine mögliche staatliche Beteiligung an dem angeschlagenen Chipkonzern. Das Unternehmen, mit Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien, kämpft seit Jahren mit finanziellen Herausforderungen und dem Verlust von Marktanteilen im hart umkämpften Halbleitermarkt. Ein staatlicher Einstieg könnte Intels ambitionierte Pläne für eine Chipfertigung in den USA stabilisieren.Wie Bloomberg berichtet, soll ein Deal u. a. eine geplante Intel-Fabrik in Ohio stützen. Das Projekt gilt als strategisch wichtig für die amerikanische Halbleiterunabhängigkeit, hat aber mit erheblichen Verzögerungen zu kämpfen. Die Höhe einer möglichen staatlichen Beteiligung ist noch unklar, ebenso wie die genaue Struktur des Deals.
Treffen zwischen Trump und Intel-Chef
Die Gespräche gehen auf ein Treffen zwischen Präsident Donald Trump und Intel-CEO Lip-Bu Tan zurück. Das geschah nur eine Woche, nachdem Trump öffentlich den Rücktritt des Intel-Chefs gefordert hatte. Trump beschuldigte Tan, aufgrund früherer Verbindungen zu China "hochgradig befangen" zu sein. Tan, ein erfahrener Manager im Halbleitergeschäft, war zuvor CEO von Cadence Design Systems und hatte diverse geschäftliche Beziehungen zu chinesischen Firmen.Massive Verzögerungen
Intels Fabrikprojekt in Ohio hat eine turbulente Geschichte hinter sich. Ursprünglich sollten dort ab 2025 bis zu acht neue Intel-Fabriken in Betrieb gehen. Das Projekt sollte die weltweit größte Halbleiterfertigung beherbergen. Nun plant Intel, die erste Fabrik erst zwischen 2030 und 2031 fertigzustellen, die zweite soll 2032 den Betrieb aufnehmen.Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 28 Milliarden US-Dollar. Die Verzögerungen haben mehrere Ursachen und grundsätzliche Fragezeichen: Intel Foundry hat nach wie vor keine externen Kunden, was das Geschäftsmodell gefährdet. Intel warnte, dass es möglicherweise alle Arbeiten in Ohio einstellen muss, falls keine externen Kunden für die neue 14A-Fertigungstechnologie gefunden werden, die erst 2027 eingeführt wird.
Trumps Strategie
Ein Deal wäre die jüngste direkte Intervention Trumps in eine Schlüsselindustrie. Die Regierung hat bereits eine 15-prozentige Beteiligung an bestimmten Halbleiterverkäufen nach China vereinbart und einen sogenannten "Golden Share" bei United States Steel erhalten. Das Verteidigungsministerium kündigte zudem an, eine Vorzugsaktien-Beteiligung von 400 Millionen Dollar am Seltene-Erden-Produzenten MP Materials zu übernehmen.Was haltet ihr von staatlichen Beteiligungen an Technologieunternehmen? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Nach Rücktrittsforderung: Trump empfängt Intel-Chef und lobt ihn
- Trump fordert den Rücktritt des Intel-CEO, schickt Aktie auf Talfahrt
- Trump erpresst Taiwan: Niedriger Zoll nur, wenn TSMC jetzt Intel rettet
- Intel kämpft auch bei neuer Chipgeneration mit massiven Problemen
- Intel zerlegt sich weiter selbst - Netzwerk-Sparte wird verkauft
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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