Lichtblick für Intel: Erster Großinvestor wagt jetzt den Einstieg

Für den Chiphersteller Intel waren die letzten Jahre nicht leicht, doch nun scheint es ein Licht am Ende des Tunnels zu geben: Ein erster Großinvestor steht der Sanierungs-Strategie so optimistisch gegenüber, dass er Milliarden in den Konzern steckt.
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SoftBank investiert Milliarden

Die japanische Holding SoftBank kündigte am Montag an, rund zwei Milliarden Dollar in Intel zu investieren. Damit erwirbt das Unternehmen rund zwei Prozent der Anteile und steigt zum fünftgrößten Anteilseigner auf. Für die Aktie zahlt SoftBank 23 Dollar pro Stück, der Preis liegt damit nur leicht unter dem Montagsschlusskurs von 23,66 Dollar. Nach Bekanntwerden der Nachricht legte das Papier im nachbörslichen Handel um sechs Prozent auf 25 Dollar zu.

Der Einstieg gilt als wichtiges Signal für Intel, das zuletzt stark unter Druck geraten war. Während Konkurrenten wie Nvidia massiv vom KI-Boom profitieren, ist es Intel bislang nicht gelungen, im Geschäft mit Hochleistungschips Fuß zu fassen. Zudem hat das Unternehmen Milliarden in den Aufbau einer eigenen Foundry-Sparte investiert, die künftig Chips im Auftrag anderer Hersteller produzieren soll - bislang allerdings blieben die Großkunden aus.


"Masa und ich arbeiten seit Jahrzehnten eng zusammen. Ich schätze das Vertrauen, das er Intel mit dieser Investition entgegenbringt", erklärte Intel-Chef Lip-Bu Tan in Anspielung auf SoftBank-Gründer Masayoshi Son. Tan übernahm im März das Ruder, nachdem sein Vorgänger Pat Gelsinger Ende 2024 abgelöst worden war.

Es geht langsam voran

Die Probleme des Konzerns sind gravierend: 2024 verlor die Aktie rund 60 Prozent ihres Werts - der schlimmste Einbruch seit Börsengang vor mehr als 50 Jahren. In diesem Jahr konnte sich das Papier bislang um 18 Prozent erholen. Zugleich steht Intel auch politisch im Fokus: Als einziger US-Hersteller für modernste Halbleiter gilt das Unternehmen in Washington als strategisch unverzichtbar. Medienberichten zufolge denkt die US-Regierung sogar über einen direkten Einstieg nach.

SoftBank baut mit dem Investment seine Rolle im globalen Chip- und KI-Sektor weiter aus. Bereits 2016 übernahm der Konzern den Chipdesigner ARM, dessen heutiger Marktwert bei knapp 150 Milliarden Dollar liegt. Zudem kündigte SoftBank im März den Kauf von Ampere Computing für 6,5 Milliarden Dollar an und investierte im Frühjahr federführend 40 Milliarden Dollar in OpenAI - das größte private Tech-Investment aller Zeiten. Son begründete das Engagement bei Intel mit den Worten: "Wir sind überzeugt, dass die Halbleiterproduktion in den USA weiter wachsen wird - und Intel dabei eine Schlüsselrolle spielen kann."


Zusammenfassung
  • SoftBank investiert zwei Milliarden Dollar für zwei Prozent an Intel
  • Intel-Aktie steigt nach Bekanntgabe der Investition um sechs Prozent
  • Unter Druck geratener Chiphersteller kämpft mit verpasstem KI-Boom
  • Intel-Aktie verlor 2024 etwa 60 Prozent ihres Wertes
  • US-Regierung betrachtet Intel als strategisch unverzichtbaren Hersteller
  • SoftBank baut Position im globalen Chip- und KI-Sektor weiter aus
  • Masayoshi Son sieht für Intel Schlüsselrolle in US-Halbleiterproduktion

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