Nach Rücktrittsforderung:
Trump empfängt Intel-Chef und lobt ihn
US-Präsident Donald Trump hat am Montag den Chef von Intel, Lip-Bu Tan, zu einem Gespräch im Weißen Haus empfangen und lobte diesen in höchsten Tönen - nur wenige Tage, nachdem er öffentlich dessen sofortigen Rücktritt gefordert hatte.
Ein Intel-Sprecher bestätigte das Gespräch und bezeichnete es als "offen und konstruktiv". Das Thema sei die Stärkung der US-Führungsrolle in Technologie und Halbleiterproduktion gewesen. Tan, seit 2022 Mitglied des Aufsichtsrats, übernahm im März den Chefposten von Pat Gelsinger.
In den vergangenen Tagen war Tan ins politische Kreuzfeuer geraten. Der republikanische Senator Tom Cotton hatte mögliche Interessenkonflikte thematisiert und auf frühere Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen mit Nähe zur Kommunistischen Partei Chinas und zur chinesischen Volksbefreiungsarmee verwiesen. Vergangene Woche hatte Trump noch erklärt, Tan sei "hochgradig befangen" und müsse "sofort zurücktreten". Intel wies die Vorwürfe zurück und betonte, das Unternehmen stehe fest zu den nationalen Sicherheitsinteressen der USA.
Tan, 65, wuchs in Singapur auf und studierte am Massachusetts Institute of Technology. Seit seinem Amtsantritt kämpft er gegen die schwachen Marktanteile im Bereich Künstliche Intelligenz und mit den hohen Kosten beim Aufbau seiner Foundry-Sparte. Der Konzern hat Fabrikpläne in Deutschland und Polen gestrichen und den Ausbau in Ohio verlangsamt. "Die Wende wird Zeit und Geduld erfordern", sagte Tan.
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Eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte
Trump sprach im Anschluss von einem "sehr interessanten Treffen", an dem auch Handelsminister Howard Lutnick und Finanzminister Scott Bessent teilnahmen. Tans Karriere sei "eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte". In den kommenden Tagen sollte Tan gemeinsam mit Mitgliedern des Kabinetts Vorschläge ausarbeiten, die dem Präsidenten vorgelegt werden, berichtet das US-Magazin CNBC.Ein Intel-Sprecher bestätigte das Gespräch und bezeichnete es als "offen und konstruktiv". Das Thema sei die Stärkung der US-Führungsrolle in Technologie und Halbleiterproduktion gewesen. Tan, seit 2022 Mitglied des Aufsichtsrats, übernahm im März den Chefposten von Pat Gelsinger.
In den vergangenen Tagen war Tan ins politische Kreuzfeuer geraten. Der republikanische Senator Tom Cotton hatte mögliche Interessenkonflikte thematisiert und auf frühere Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen mit Nähe zur Kommunistischen Partei Chinas und zur chinesischen Volksbefreiungsarmee verwiesen. Vergangene Woche hatte Trump noch erklärt, Tan sei "hochgradig befangen" und müsse "sofort zurücktreten". Intel wies die Vorwürfe zurück und betonte, das Unternehmen stehe fest zu den nationalen Sicherheitsinteressen der USA.
Tan fordert Geduld
Der Fall Tan ist Teil einer umfassenderen US-Strategie, im globalen Wettlauf um Halbleiter- und KI-Technologien Boden gegenüber China gutzumachen. So einigte sich Nvidia am Wochenende mit der Regierung auf eine Abgabe von 15 Prozent seiner Verkäufe nach China, um wieder Exportlizenzen für seinen H20-Chip zu erhalten. Trump erklärte, er habe ursprünglich 20 Prozent gefordert, die Quote sei nach Verhandlungen mit Nvidia-Chef Jensen Huang gesenkt worden.Tan, 65, wuchs in Singapur auf und studierte am Massachusetts Institute of Technology. Seit seinem Amtsantritt kämpft er gegen die schwachen Marktanteile im Bereich Künstliche Intelligenz und mit den hohen Kosten beim Aufbau seiner Foundry-Sparte. Der Konzern hat Fabrikpläne in Deutschland und Polen gestrichen und den Ausbau in Ohio verlangsamt. "Die Wende wird Zeit und Geduld erfordern", sagte Tan.
Zusammenfassung
- Trump empfängt Intel-Chef Tan trotz vorheriger Rücktrittsforderung
- Das Treffen mit Tan wurde als offen und konstruktiv bezeichnet
- Senator Cotton warf Tan Geschäftsbeziehungen mit China-Nähe vor
- Intel weist Vorwürfe zurück und betont Loyalität zu US-Sicherheitsinteressen
- Der Fall ist Teil einer breiteren US-Strategie im Technologiewettbewerb mit China
- Nvidia einigte sich mit der Regierung auf eine 15-Prozent-Abgabe für China-Exporte
- Tan kämpft bei Intel mit schwachen KI-Marktanteilen und hohen Fabrikkosten
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