Trump-Regierung steigt für fast 9 Milliarden Dollar bei Intel ein
Die USA werden zu einem der größten Investoren des Chipherstellers Intel. Wie Intel und die Trump-Regierung gestern Abend mitteilten, erhalten die Vereinigten Staaten Anteile an dem Konzern im Wert von fast neun Milliarden Dollar.
Dieses Geld wird im Rahmen des sogenannten CHIPS-Acts zur Verfügung gestellt, mit dem die Biden-Regierung die Halbleiterfertigung in den USA fördern wollte. Hinzu kommen weitere 3,2 Milliarden Dollar aus einem "Secure Enclave" genannten Programm, mit dem ursprünglich die Fertigung von Chips für das US-Militär durch Intel finanziert werden sollte.
Wie Intel in einer Pressemitteilung verlauten ließ, wird die US-Regierung mit dem Erwerb von etwa 10 Prozent der Aktien von Intel zu einem passiven Anteilseigner. Dies bedeutet, dass der Staat nicht im Aufsichtsrat vertreten sein wird und auch sonst keinerlei Rechte erhält, was den Betrieb von Intel oder interne Informationen angeht.
In der Pressemitteilung erklärte Intel-CEO Lip-Bu Tan auch, dass man gemeinsam daran arbeiten wolle, die Entwicklung neuer Technologien und die Möglichkeiten zur Fertigung von hochmodernen Produkten in den USA weiter voranzutreiben. Erst vor wenigen Tagen hatte der japanische Investmentgigant SoftBank zugesagt, rund zwei Milliarden US-Dollar in Intel zu investieren - ebenfalls zum Ausbau der Chipfertigung in den USA.
Mit dem Einstieg der US-Regierung bei Intel durch die "Konvertierung" von staatlichen Subventionen in Anteile an dem Unternehmen, lässt Trumps Handelsministerium die Grenzen zwischen Regierung und privaten Unternehmen weiter verschwimmen. Dieser für die USA eher fremde Ansatz soll nun weiter verfolgt werden, deuteten Trump-Minister bereits an. Unter anderem will man so auch ausländische Firmen wie Samsung und TSMC dazu bewegen, für staatliche Subventionen eine Gegenleistung in Form von Beteiligungen zu bieten.
Siehe auch:
Staatliche Subventionen werden zu Firmenanteilen
Die USA investieren 8,9 Milliarden Dollar in Intel. Der Konzern gibt dafür etwa zehn Prozent seiner Anteile an den Staat ab. Das Geld für die Finanzierung des Deals stammt zu einem Großteil aus den ohnehin schon von der Vorgängerregierung unter Biden genehmigten Geldern in Höhe von 5,7 Milliarden US-Dollar.Dieses Geld wird im Rahmen des sogenannten CHIPS-Acts zur Verfügung gestellt, mit dem die Biden-Regierung die Halbleiterfertigung in den USA fördern wollte. Hinzu kommen weitere 3,2 Milliarden Dollar aus einem "Secure Enclave" genannten Programm, mit dem ursprünglich die Fertigung von Chips für das US-Militär durch Intel finanziert werden sollte.
Wie Intel in einer Pressemitteilung verlauten ließ, wird die US-Regierung mit dem Erwerb von etwa 10 Prozent der Aktien von Intel zu einem passiven Anteilseigner. Dies bedeutet, dass der Staat nicht im Aufsichtsrat vertreten sein wird und auch sonst keinerlei Rechte erhält, was den Betrieb von Intel oder interne Informationen angeht.
In der Pressemitteilung erklärte Intel-CEO Lip-Bu Tan auch, dass man gemeinsam daran arbeiten wolle, die Entwicklung neuer Technologien und die Möglichkeiten zur Fertigung von hochmodernen Produkten in den USA weiter voranzutreiben. Erst vor wenigen Tagen hatte der japanische Investmentgigant SoftBank zugesagt, rund zwei Milliarden US-Dollar in Intel zu investieren - ebenfalls zum Ausbau der Chipfertigung in den USA.
Mit dem Einstieg der US-Regierung bei Intel durch die "Konvertierung" von staatlichen Subventionen in Anteile an dem Unternehmen, lässt Trumps Handelsministerium die Grenzen zwischen Regierung und privaten Unternehmen weiter verschwimmen. Dieser für die USA eher fremde Ansatz soll nun weiter verfolgt werden, deuteten Trump-Minister bereits an. Unter anderem will man so auch ausländische Firmen wie Samsung und TSMC dazu bewegen, für staatliche Subventionen eine Gegenleistung in Form von Beteiligungen zu bieten.
Zusammenfassung
- Die USA investieren 8,9 Milliarden Dollar in Intel und erhalten zehn Prozent
- Die Finanzierung nutzt bereits von der Biden-Regierung bewilligte Gelder
- Investition erfolgt im Rahmen des CHIPS-Acts und des Secure-Enclave-Programms
- US-Regierung wird passiver Anteilseigner ohne Vertretung im Aufsichtsrat
- SoftBank hatte kürzlich ebenfalls zwei Milliarden Dollar in Intel investiert
- Der Einstieg der Regierung verwischt Grenzen zwischen Staat und Privatwirtschaft
- Ähnliche Beteiligungsmodelle sind auch für Unternehmen wie Samsung und TSMC geplant
Siehe auch:
- Trump-Regierung erwägt staatliche Beteiligung am Chipriesen Intel
- Nach Rücktrittsforderung: Trump empfängt Intel-Chef und lobt ihn
- Trump fordert den Rücktritt des Intel-CEO, schickt Aktie auf Talfahrt
- Trump erpresst Taiwan: Niedriger Zoll nur, wenn TSMC jetzt Intel rettet
- Trump-Pläne: Intel vor Zerschlagung zugunsten von TSMC & Broadcom?
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