Intel kämpft auch bei neuer Chipgeneration mit massiven Problemen

Es wird und wird nicht besser: Der Chiphersteller Intel steht nun auch bei der Einführung seines neuen Fertigungsverfahrens 18A vor ernsthaften Problemen. Dieses sollte eigentlich die Rückkehr zur technologischen Spitze einläuten.
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Ausschuss noch extrem hoch

Seit Monaten wirbt Intel bei Investoren für das 18A-Verfahren, das mit Milliardeninvestitionen in neue Werke und Technologien verbunden ist. Ziel ist es, die Fertigung hoch entwickelter Chips wie dem kommenden Laptop-Prozessor "Panther Lake" wieder stärker in die eigene Hand zu nehmen und sich unabhängiger vom taiwanesischen Branchenprimus TSMC zu machen.

Langfristig soll auch das Foundry-Geschäft - also die Chipfertigung im Kundenauftrag - damit gestärkt werden. Doch erste Tests deuten auf erhebliche Probleme bei der Produktionsausbeute hin, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.


Demnach waren Ende 2024 nur rund fünf Prozent der hergestellten Panther-Lake-Chips überhaupt markttauglich. Bis zum Sommer sei dieser Wert laut einer Quelle zwar auf etwa zehn Prozent gestiegen - blieb allerdings deutlich unter der für eine rentable Serienfertigung notwendigen Quote von 70 bis 80 Prozent. Intel widerspricht diesen Angaben zwar offiziell, nennt aber keine konkreten Zahlen. Der Finanzchef David Zinsner betont lediglich, die Ausbeute verbessert sich kontinuierlich.

Die geringe "Yield Rate", also der Anteil funktionstüchtiger Chips pro Wafer, bereitet Intel erhebliche Sorgen. Branchenintern gilt sie als zentraler Indikator für Effizienz und Rentabilität. Ein Produktionsstart bei niedriger Ausbeute kann nicht nur die Gewinnspanne massiv belasten, sondern auch den Zeitplan für weitere Chipgenerationen wie "Nova Lake" gefährden. Letzterer soll zumindest teilweise weiterhin von TSMC gefertigt werden.

Alles oder nichts

Die Schwierigkeiten liegen vor allem in der Komplexität des 18A-Verfahrens, das neben einer neuen Transistorarchitektur auch innovative Energieverteilungsmethoden integriert. Branchenexperten vergleichen Intels Vorgehen mit einem "Hail Mary"-Manöver - einem riskanten letzten Versuch, Boden gutzumachen.

Ob Intel damit tatsächlich zu TSMC aufschließen kann, bleibt fraglich. Sollte die Technologie nicht rechtzeitig marktreif sein oder externe Kunden ausbleiben, könnte Intel sich langfristig sogar aus der Spitzenfertigung zurückziehen. Dennoch zeigt sich das Unternehmen nach außen hin optimistisch: Der offizielle Start von Panther Lake ist für Ende 2025 geplant - eine kritische Marke, die über Intels Zukunft in der Halbleiterfertigung entscheiden könnte.
Zusammenfassung
  • Intel kämpft bei neuer 18A-Fertigungstechnologie mit massiven Problemen
  • Ausbeute funktionierender Chips bei nur etwa zehn statt nötiger 70 Prozent
  • Neue Technologie soll Intel unabhängiger vom Konkurrenten TSMC machen
  • Komplexe neue Architektur gefährdet den Zeitplan für kommende Modelle
  • Markteinführung des Panther-Lake-Chips für Ende 2025 geplant
  • Geringe Yield Rate belastet Gewinnmargen und gefährdet Intels Zukunft

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