Supercomputer: Tesla beendet sein Dojo-Projekt und löst Team auf
Tesla beendet überraschend sein Dojo-Projekt und löst das gesamte Supercomputer-Team auf. Nicht ganz freiwillig, denn zuvor hat Projektleiter Pete Bannon angekündigt, das Unternehmen zu verlassen. Tesla will sich nun verstärkt auf externe Partner konzentrieren.
Das Dojo-System sollte eigentlich das Herzstück von Teslas KI-Ambitionen werden. Der Supercomputer basierte auf einem maßgeschneiderten D1-Chip, der bei TSMC in Sieben-Nanometer-Technologie gefertigt wurde und 50 Milliarden Transistoren auf einer Fläche von 645 Quadratmillimetern beherbergte. Das System sollte eine Rechenleistung von mehr als einem Exaflops erreichen, was es zu einem der leistungsstärksten KI-Trainingscomputer der Welt gemacht hätte.
Wie Bloomberg berichtet, scheiterten die ehrgeizigen Pläne auch an technischen Herausforderungen und Verzögerungen. Tesla hatte zuvor angekündigt, eine Milliarde Dollar in das Dojo-Projekt zu investieren.
Die Folgen für Tesla sind womöglich schwerwiegend: Der Supercomputer sollte nämlich die riesigen Datenmengen aus Teslas Fahrzeugflotte verarbeiten und die KI-Modelle für das autonome Fahren trainieren. Tesla wertet täglich etwa 160 Milliarden Frames an Videodaten von seinen Fahrzeugen aus - eine Datenmenge, die spezialisierte und effiziente Hardware erfordert. Das Dojo-System wurde ursprünglich 2019 von Musk angekündigt und sollte Teslas Abhängigkeit von externen Chip-Herstellern reduzieren. Stattdessen setzt das Unternehmen nun verstärkt auf externe Partner wie Nvidia und AMD für Computing-Leistung sowie Samsung für die Chip-Fertigung.
Besonders brisant: Etwa 20 Mitarbeiter des Dojo-Teams haben Tesla bereits verlassen und das neue Start-up DensityAI gegründet. Das Unternehmen steht kurz vor dem Verlassen des Stealth-Modus und verhandelt über eine Finanzierung in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar. DensityAI arbeitet an Chips, Hardware und Software für KI-Rechenzentren in der Robotik, für KI-Agenten und Automobilanwendungen - ist also ein direkter Konkurrent zu Teslas ursprünglichen Dojo-Zielen.
Die Einstellung von Dojo ist ein weiterer Rückschlag für Teslas KI-Strategie und folgt einer Reihe von Führungskräfte-Abgängen. Neben Bannon verließen bereits Milan Kovac, Leiter der Optimus-Robotik-Entwicklung, und David Lau, Vizepräsident für Software-Engineering, das Unternehmen. Diese Personalverluste könnten Teslas Fortschritte in kritischen Technologiebereichen verlangsamen.
Was haltet ihr von Teslas Strategiewechsel weg von eigener Hardware, hin zu externen Partnern? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren.
Siehe auch:
Tesla stoppt Dojo-Supercomputer
Tesla hat die Entwicklung seines hauseigenen Dojo-Supercomputers gestoppt und das gesamte Team aufgelöst. Projektleiter Pete Bannon, der seit 2016 bei Tesla arbeitete und zuvor bei Apple gearbeitet hat, verlässt das Unternehmen. CEO Elon Musk soll daraufhin persönlich die Einstellung des Projekts angeordnet haben, während die verbliebenen Mitarbeiter auf andere Rechenzentren- und Computing-Projekte innerhalb Teslas umverteilt werden.Das Dojo-System sollte eigentlich das Herzstück von Teslas KI-Ambitionen werden. Der Supercomputer basierte auf einem maßgeschneiderten D1-Chip, der bei TSMC in Sieben-Nanometer-Technologie gefertigt wurde und 50 Milliarden Transistoren auf einer Fläche von 645 Quadratmillimetern beherbergte. Das System sollte eine Rechenleistung von mehr als einem Exaflops erreichen, was es zu einem der leistungsstärksten KI-Trainingscomputer der Welt gemacht hätte.
Wie Bloomberg berichtet, scheiterten die ehrgeizigen Pläne auch an technischen Herausforderungen und Verzögerungen. Tesla hatte zuvor angekündigt, eine Milliarde Dollar in das Dojo-Projekt zu investieren.
Probleme und Stromausfälle
Die Entwicklung war jedoch von Anfang an mit Schwierigkeiten verbunden. Bei einem Test in San José zog das System 2,3 Megawatt Leistung und brachte eine lokale Stromstation zum Ausfall. Diese enormen Energieanforderungen verdeutlichten die Herausforderungen in der Praxis des Betriebs solcher Hochleistungssysteme.Die Folgen für Tesla sind womöglich schwerwiegend: Der Supercomputer sollte nämlich die riesigen Datenmengen aus Teslas Fahrzeugflotte verarbeiten und die KI-Modelle für das autonome Fahren trainieren. Tesla wertet täglich etwa 160 Milliarden Frames an Videodaten von seinen Fahrzeugen aus - eine Datenmenge, die spezialisierte und effiziente Hardware erfordert. Das Dojo-System wurde ursprünglich 2019 von Musk angekündigt und sollte Teslas Abhängigkeit von externen Chip-Herstellern reduzieren. Stattdessen setzt das Unternehmen nun verstärkt auf externe Partner wie Nvidia und AMD für Computing-Leistung sowie Samsung für die Chip-Fertigung.
Besonders brisant: Etwa 20 Mitarbeiter des Dojo-Teams haben Tesla bereits verlassen und das neue Start-up DensityAI gegründet. Das Unternehmen steht kurz vor dem Verlassen des Stealth-Modus und verhandelt über eine Finanzierung in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar. DensityAI arbeitet an Chips, Hardware und Software für KI-Rechenzentren in der Robotik, für KI-Agenten und Automobilanwendungen - ist also ein direkter Konkurrent zu Teslas ursprünglichen Dojo-Zielen.
Strategische Neuausrichtung
Tesla hat kürzlich einen 16,5-Milliarden-Dollar-Vertrag mit Samsung abgeschlossen, um KI-Halbleiter bis 2033 zu sichern. Das Unternehmen konzentriert sich jetzt auf die Entwicklung seines AI6-Chips, der sowohl in Fahrzeugen als auch in Rechenzentren eingesetzt werden soll. Musk bestätigte auf X, dass es keinen Sinn mache, Ressourcen zwischen zwei verschiedenen KI-Chip-Designs aufzuteilen.Die Einstellung von Dojo ist ein weiterer Rückschlag für Teslas KI-Strategie und folgt einer Reihe von Führungskräfte-Abgängen. Neben Bannon verließen bereits Milan Kovac, Leiter der Optimus-Robotik-Entwicklung, und David Lau, Vizepräsident für Software-Engineering, das Unternehmen. Diese Personalverluste könnten Teslas Fortschritte in kritischen Technologiebereichen verlangsamen.
Was haltet ihr von Teslas Strategiewechsel weg von eigener Hardware, hin zu externen Partnern? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren.
Zusammenfassung
- Tesla stoppt die Entwicklung des Dojo-Supercomputers nach Weggang des Leiters
- Milliardenschweres KI-Projekt scheiterte an technischen Problemen und Verzögerungen
- Das System sollte mit einem Exaflops Rechenleistung autonomes Fahren trainieren
- Hoher Energieverbrauch von 2,3 Megawatt führte bei Tests zum Stromausfall
- Etwa 20 ehemalige Teammitglieder gründeten Konkurrenz-Startup DensityAI
- Tesla setzt nun auf externe Partner wie Nvidia, AMD und Samsung für KI-Hardware
- Strategiewechsel fokussiert auf AI6-Chip für Fahrzeuge und Rechenzentren
Siehe auch:
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