Tesla als Retter von Samsungs Chipsparte:
Milliardenauftrag von Musk
Samsung verkündete jüngst, dass man einen Milliardendeal für die Auftragsproduktion durch die Chipsparte geschlossen hat. Jetzt steht fest, dass Elon Musks Elektroauto-Firma Tesla der bisher unbekannte Kunde ist.
Der Aktienkurs von Samsung reagierte extrem positiv und legte innerhalb kürzester Zeit um fast sieben Prozent zu. Damit erreichte die Aktie den höchsten Stand seit September 2024. Auch für die Tesla-Aktie ging es leicht aufwärts, war doch schon im vorbörslichen Handel ein Anstieg um knapp zwei Prozent zu verzeichnen.
Wie Musk über seinen Micro-Blogging-Dienst X/Twitter verlauten ließ, soll das neue Samsung-Werk in der Stadt Taylor im US-Bundesstaat Texas die Produktion des sogenannten "AI6"-Chips von Tesla übernehmen. Samsung hatte zuletzt große Probleme, das Werk aufzubauen und die Fertigung im 3nm-Maßstab dort in Gang zu bringen, weil es nicht gelang, Mitarbeiter zu halten und die Auslastung des Werks zu sichern.
Samsung habe zugestimmt, dass Tesla daran mithelfen kann, die Fertigungseffizienz in seinem Werk zu steigern, so Musk. Er werde persönlich die Fertigungsanlagen besuchen, um eine schnellere Entwicklung zu erzielen. Außerdem sei das Werk nicht weit von seinem Wohnort gelegen, schrieb der Tesla-Chef weiter.
Bis in Taylor tatsächlich Teslas Chips in großem Maßstab gefertigt werden, wird es aber wohl noch einige Jahre dauern. Samsung hatte laut früheren Berichten bisher praktisch keine externen Kunden für das Werk gefunden und verschob deshalb die Lieferung von Fertigungsanlagen des niederländischen Herstellers ASML und damit auch den Produktionsstart auf 2026.
Analysten gehen jetzt davon aus, dass die Fertigung der Tesla-Chips ab 2027 oder 2028 anlaufen wird, wobei Tesla durchaus dafür bekannt ist, dass man Zeitpläne nicht einhalten kann. Aktuell produziert Samsung bereits in seinen anderen Werken die sogenannten "Tesla AI4"-Chips, die das System für autonomes Fahren der E-Autos der US-Marke antreiben. Die Produktion des Nachfolgers AI5 wird nach bisherigem Kenntnisstand wiederum bei TSMC in Taiwan und später in dessen neuen Werk im US-Bundesstaat Arizona erfolgen.
Samsung hatte lange große Probleme bei der erfolgreichen Fertigung von hochmodernen Chips, wodurch man aktuell zwar der zweitgrößte Auftragsfertiger der Welt ist, aber auch in dieser Position nur etwa acht Prozent Marktanteil hält. Der taiwanische Vertragsfertiger TSMC dominiert weiterhin mit etwa 67 Prozent Marktanteil.
Siehe auch:
Samsung verkündet Auftrag im Wert von 16,5 Mrd. Dollar
Samsung darf sich über einen Großkunden freuen, der Chips im Wert von 16,5 Milliarden US-Dollar bei dem koreanischen Elektronikriesen fertigen lassen will. Nachdem zunächst unklar war, wer da im Grunde im Alleingang die Chipsparte des Konzerns auslasten will, hat sich inzwischen Tesla-Chef Musk als Auftraggeber geoutet.Der Aktienkurs von Samsung reagierte extrem positiv und legte innerhalb kürzester Zeit um fast sieben Prozent zu. Damit erreichte die Aktie den höchsten Stand seit September 2024. Auch für die Tesla-Aktie ging es leicht aufwärts, war doch schon im vorbörslichen Handel ein Anstieg um knapp zwei Prozent zu verzeichnen.
Wie Musk über seinen Micro-Blogging-Dienst X/Twitter verlauten ließ, soll das neue Samsung-Werk in der Stadt Taylor im US-Bundesstaat Texas die Produktion des sogenannten "AI6"-Chips von Tesla übernehmen. Samsung hatte zuletzt große Probleme, das Werk aufzubauen und die Fertigung im 3nm-Maßstab dort in Gang zu bringen, weil es nicht gelang, Mitarbeiter zu halten und die Auslastung des Werks zu sichern.
Samsung habe zugestimmt, dass Tesla daran mithelfen kann, die Fertigungseffizienz in seinem Werk zu steigern, so Musk. Er werde persönlich die Fertigungsanlagen besuchen, um eine schnellere Entwicklung zu erzielen. Außerdem sei das Werk nicht weit von seinem Wohnort gelegen, schrieb der Tesla-Chef weiter.
Erster Auftrag als Einstieg für langfristige Kooperation
Laut Musk soll Tesla langfristig mit Samsung Electronics zusammenarbeiten, was die Fertigung in dem Chipwerk in Taylor angeht. Das jetzt genannte Auftragsvolumen von 16,5 Milliarden Dollar sei nur das absolute Minimum. Folgeaufträge würden die Summe vermutlich um ein Vielfaches steigen lassen, sagte er weiter.Bis in Taylor tatsächlich Teslas Chips in großem Maßstab gefertigt werden, wird es aber wohl noch einige Jahre dauern. Samsung hatte laut früheren Berichten bisher praktisch keine externen Kunden für das Werk gefunden und verschob deshalb die Lieferung von Fertigungsanlagen des niederländischen Herstellers ASML und damit auch den Produktionsstart auf 2026.
Analysten gehen jetzt davon aus, dass die Fertigung der Tesla-Chips ab 2027 oder 2028 anlaufen wird, wobei Tesla durchaus dafür bekannt ist, dass man Zeitpläne nicht einhalten kann. Aktuell produziert Samsung bereits in seinen anderen Werken die sogenannten "Tesla AI4"-Chips, die das System für autonomes Fahren der E-Autos der US-Marke antreiben. Die Produktion des Nachfolgers AI5 wird nach bisherigem Kenntnisstand wiederum bei TSMC in Taiwan und später in dessen neuen Werk im US-Bundesstaat Arizona erfolgen.
Samsung hatte lange große Probleme bei der erfolgreichen Fertigung von hochmodernen Chips, wodurch man aktuell zwar der zweitgrößte Auftragsfertiger der Welt ist, aber auch in dieser Position nur etwa acht Prozent Marktanteil hält. Der taiwanische Vertragsfertiger TSMC dominiert weiterhin mit etwa 67 Prozent Marktanteil.
Zusammenfassung
- Tesla ordert Chips im Wert von mindestens 16,5 Milliarden US-Dollar
- Samsungs Werk in Taylor, Texas soll den neuen AI6-Chip produzieren
- Musk will persönlich bei der Steigerung der Fertigungseffizienz helfen
- Samsung-Aktie stieg nach Bekanntwerden des Deals um fast sieben Prozent
- Die Produktion der Tesla-Chips wird voraussichtlich erst 2027 oder 2028 starten
- Samsungs Chipsparte kämpfte zuvor mit Problemen bei Mitarbeitern und Auslastung
- TSMC dominiert den Markt mit 67 Prozent, Samsung hält nur acht Prozent
Siehe auch:
- Keine Kunden: Samsung muss Start von 44-Mrd. $-Chipwerk verschieben
- Samsung Galaxy: Top-Chip nur für 'führende Märkte' - Europa außen vor
- Samsung macht plötzlich deutliche Fortschritte bei 2nm-Chipfertigung
- Stellenabbau in der Krise: Samsung streicht Chipfertigung zusammen
- Nvidia soll die Verlagerung der Grafikchipproduktion zu Samsung prüfen
Thema:
Teslas Aktienkurs in Euro
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