US-Regierung will schnell ein Atomkraftwerk auf dem Mond bauen
Die US-Raumfahrtbehörde NASA will den Bau eines Atomreaktors auf dem Mond deutlich beschleunigen. Interims-NASA-Chef Sean Duffy soll noch in dieser Woche Pläne für die Umsetzung eines solchen Projekts vorstellen.
Duffy, der ehemalige Fox-News-Moderator und aktuelle Verkehrsminister, wurde im Juli von US-Präsident Donald Trump auch zum Übergangsleiter der NASA ernannt. Er folgt damit auf Jared Isaacman, dessen Nominierung nach Streitigkeiten zwischen Trump und Elon Musk zurückgezogen wurde. Duffys Doppelfunktion sorgte bereits im Kongress für Kritik, doch mit der Reaktorbotschaft sendet er nun ein deutliches Signal, wie aktiv er die Raumfahrtpolitik mitgestalten will.
"Es geht darum, das Rennen um den Weltraum im 21. Jahrhundert zu gewinnen", erklärte ein hochrangiger NASA-Beamter anonym. Die Reaktorpläne sehen vor, bis 2030 ein 100-Kilowatt-Kraftwerk auf der Mondoberfläche zu installieren. Zuvor hatte die NASA lediglich an einem kleineren 40-Kilowatt-Modell geforscht. Der Reaktor soll die notwendige Energie für zukünftige Mondmissionen und längere Aufenthalte liefern.
Das Vorhaben erhält zusätzliche Dringlichkeit angesichts eines gemeinsamen Projekts von China und Russland, das ebenfalls auf eine bemannte Mondstation abzielt. Ein US-Regierungsdokument warnt: Sollte ein anderes Land zuerst einen Reaktor platzieren, könnte es exklusive Zonen beanspruchen und die USA behindern.
Trotz geplanter Budgetkürzungen für wissenschaftliche Programme will das Weiße Haus die Mittel für bemannte Raumfahrt im Haushaltsjahr 2026 erhöhen. Unternehmen wie Axiom Space, Vast und Blue Origin haben bereits Interesse bekundet, stoßen jedoch auf wachsende Sorgen im Kongress über die schleppende Finanzierung. Die Initiative markiert einen strategischen Kurswechsel der US-Raumfahrt - mit Fokus auf geopolitische Konkurrenz, privater Beteiligung und nuklearer Energieversorgung im All.
Siehe auch:
Sean Duffy macht Druck
Wie aus internen Dokumenten hervorgeht, die dem US-Magazin Politico vorliegen, wird Interims-NASA-Chef Sean Duffy noch in dieser Woche Pläne für die Umsetzung vorstellen. Es wäre der erste konkrete Zeitplan für ein solches Projekt - und ein bedeutender Schritt für die Rückkehr von Astronauten auf den Mond.Duffy, der ehemalige Fox-News-Moderator und aktuelle Verkehrsminister, wurde im Juli von US-Präsident Donald Trump auch zum Übergangsleiter der NASA ernannt. Er folgt damit auf Jared Isaacman, dessen Nominierung nach Streitigkeiten zwischen Trump und Elon Musk zurückgezogen wurde. Duffys Doppelfunktion sorgte bereits im Kongress für Kritik, doch mit der Reaktorbotschaft sendet er nun ein deutliches Signal, wie aktiv er die Raumfahrtpolitik mitgestalten will.
"Es geht darum, das Rennen um den Weltraum im 21. Jahrhundert zu gewinnen", erklärte ein hochrangiger NASA-Beamter anonym. Die Reaktorpläne sehen vor, bis 2030 ein 100-Kilowatt-Kraftwerk auf der Mondoberfläche zu installieren. Zuvor hatte die NASA lediglich an einem kleineren 40-Kilowatt-Modell geforscht. Der Reaktor soll die notwendige Energie für zukünftige Mondmissionen und längere Aufenthalte liefern.
Das Vorhaben erhält zusätzliche Dringlichkeit angesichts eines gemeinsamen Projekts von China und Russland, das ebenfalls auf eine bemannte Mondstation abzielt. Ein US-Regierungsdokument warnt: Sollte ein anderes Land zuerst einen Reaktor platzieren, könnte es exklusive Zonen beanspruchen und die USA behindern.
Dominanz statt Forschung
Parallel dazu treibt die NASA die Ablösung der alternden Internationalen Raumstation (ISS) voran. Innerhalb von sechs Monaten sollen mindestens zwei Verträge an private Unternehmen vergeben werden, um bis spätestens 2030 eine neue kommerzielle Station zu etablieren. Andernfalls könnte China als einziges Land über eine durchgehend bemannte Raumstation verfügen.Trotz geplanter Budgetkürzungen für wissenschaftliche Programme will das Weiße Haus die Mittel für bemannte Raumfahrt im Haushaltsjahr 2026 erhöhen. Unternehmen wie Axiom Space, Vast und Blue Origin haben bereits Interesse bekundet, stoßen jedoch auf wachsende Sorgen im Kongress über die schleppende Finanzierung. Die Initiative markiert einen strategischen Kurswechsel der US-Raumfahrt - mit Fokus auf geopolitische Konkurrenz, privater Beteiligung und nuklearer Energieversorgung im All.
Zusammenfassung
- NASA plant beschleunigten Bau eines 100-Kilowatt-Atomreaktors auf dem Mond
- Interims-NASA-Chef Sean Duffy wird diese Woche konkrete Zeitpläne vorstellen
- Bis 2030 soll der Reaktor für zukünftige Mondmissionen Energie liefern
- Geopolitischer Wettlauf mit China und Russland ist wichtiger Treiber des Projekts
- Parallel werden Verträge für Nachfolger der ISS an private Unternehmen vergeben
- Trotz Budgetkürzungen sollen Mittel für bemannte Raumfahrt 2026 steigen
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- To the Moon: Im Trailer zur Komödie wird die Mondlandung gefaked
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Christian Kahle
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