NASA will das Rad neu erfinden, und zwar buchstäblich - für den Mond
Die NASA startet eine globale Challenge für innovative Mondfahrzeug-Räder. Der "Rock and Roll with NASA Challenge" sucht flexible, leichte und langlebige Räder für den MicroChariot Rover. Dem oder den Gewinnern winken bis zu 150.000 Dollar Preisgeld.
Die Finalistenprototypen werden an der NASA MicroChariot Ground Test Unit (MCGTU) montiert und bei Geschwindigkeiten bis zu 24 km/h getestet. Das MCGTU ist ein 45 Kilogramm schwerer erdgebundener Rover mit einem flachen Chassis (102 cm lang, 74 cm breit, 13 cm hoch), der für einfache Nutzlastintegration konzipiert wurde und vier 48 Zentimeter große Räder verwendet.
Wie aus einer Pressemitteilung von HeroX hervorgeht, wird die vollständige "Rock and Roll with NASA Challenge" offiziell im Herbst starten und insgesamt bis zu 150.000 Dollar an Preisgeldern über alle Phasen hinweg vergeben. Die Challenge umfasst drei Phasen: Die erste beginnt im Herbst mit Ideenfindung und Design, gefolgt von der Prototyping-Phase von Winter bis Frühjahr 2026 und abschließend der Demonstrationsphase im Sommer 2026.
Die historischen Apollo-Mondfahrzeuge verwendeten Räder aus gewebtem Drahtgeflecht aus zinkbeschichtetem Klavierdraht, an dem Titanprofile in einem Chevron-Muster befestigt waren. Diese traditionellen Mondräder waren starre Drahtgeflechtkonstruktionen, die für langsame Bewegung und vorsichtige Navigation entwickelt wurden. Das Apollo Lunar Roving Vehicle erreichte Höchstgeschwindigkeiten von etwa 18 km/h und legte damit insgesamt 90 Kilometer auf der Mondoberfläche zurück.
HeroX und NASA erklärten, dass Crowdsourcing verborgene Talente von Studenten, Bastlern, Start-ups und etablierten Unternehmen aufdecken kann. Die Gewinnerteams werden dabei helfen, die Zukunft der Mondmobilität zu gestalten und könnten ihre Designs bei NASA testen lassen. Bereits in der Vergangenheit haben NASA-Challenges zu durchaus praktikablen Lösungen geführt - etwa bei der Entwicklung von Lebenserhaltungssystemen oder Energiespeichertechnologien.
Was denkt ihr über diese innovative Herangehensweise an die Mondmobilität? Habt ihr eigene Ideen für zukunftsweisende Radtechnologien? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
NASA sucht neue Räder für den Mond
NASA und HeroX haben eine neue Herausforderung angekündigt, die die "globale Innovationsgemeinschaft" dazu einlädt, neuartige, flexible, leichte und langlebige Rad- und Reifenkonzepte zu entwickeln. Das Ziel ist es, nachhaltige Oberflächenoperationen auf dem Mond zu ermöglichen, wobei eine Schlüsselkomponente die nächste Generation von Rad- und Reifentechnologie darstellt. Es ist kein Zufall, dass Forscher gerade auch festgestellt haben, dass das Testen von Rovern falsch ablief.Die Finalistenprototypen werden an der NASA MicroChariot Ground Test Unit (MCGTU) montiert und bei Geschwindigkeiten bis zu 24 km/h getestet. Das MCGTU ist ein 45 Kilogramm schwerer erdgebundener Rover mit einem flachen Chassis (102 cm lang, 74 cm breit, 13 cm hoch), der für einfache Nutzlastintegration konzipiert wurde und vier 48 Zentimeter große Räder verwendet.
Wie aus einer Pressemitteilung von HeroX hervorgeht, wird die vollständige "Rock and Roll with NASA Challenge" offiziell im Herbst starten und insgesamt bis zu 150.000 Dollar an Preisgeldern über alle Phasen hinweg vergeben. Die Challenge umfasst drei Phasen: Die erste beginnt im Herbst mit Ideenfindung und Design, gefolgt von der Prototyping-Phase von Winter bis Frühjahr 2026 und abschließend der Demonstrationsphase im Sommer 2026.
Extreme Anforderungen der Mondoberfläche
Die Mondoberfläche stellt extreme Anforderungen an Fahrzeugtechnologie. Starre Räder funktionieren für langsame, vorsichtige Fahrten, aber höhere Geschwindigkeiten erfordern Räder, die Stöße und Aufpralle absorbieren können, während sie leicht und langlebig bleiben. Die Temperaturen schwanken zwischen minus 173 Grad Celsius in der Mondnacht und plus 127 Grad Celsius am Tag. Hinzu kommen scharfe Gesteinsbrocken, feiner Mondstaub und das Fehlen einer Atmosphäre.Die historischen Apollo-Mondfahrzeuge verwendeten Räder aus gewebtem Drahtgeflecht aus zinkbeschichtetem Klavierdraht, an dem Titanprofile in einem Chevron-Muster befestigt waren. Diese traditionellen Mondräder waren starre Drahtgeflechtkonstruktionen, die für langsame Bewegung und vorsichtige Navigation entwickelt wurden. Das Apollo Lunar Roving Vehicle erreichte Höchstgeschwindigkeiten von etwa 18 km/h und legte damit insgesamt 90 Kilometer auf der Mondoberfläche zurück.
Innovative Ansätze gesucht
NASA sucht - auch im Hinblick auf dei Artemis-Missionen - neue und hoffentlich auch bahnbrechende Radkonzepte, die geringe Masse, hohe Stoßdämpfung und verlängerte Lebensdauer auf dem Mond in sich vereinen.HeroX und NASA erklärten, dass Crowdsourcing verborgene Talente von Studenten, Bastlern, Start-ups und etablierten Unternehmen aufdecken kann. Die Gewinnerteams werden dabei helfen, die Zukunft der Mondmobilität zu gestalten und könnten ihre Designs bei NASA testen lassen. Bereits in der Vergangenheit haben NASA-Challenges zu durchaus praktikablen Lösungen geführt - etwa bei der Entwicklung von Lebenserhaltungssystemen oder Energiespeichertechnologien.
Was denkt ihr über diese innovative Herangehensweise an die Mondmobilität? Habt ihr eigene Ideen für zukunftsweisende Radtechnologien? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit uns!
Was ist ein Rover?
Ein Rover ist ein bemanntes oder ferngesteuertes Landfahrzeug, das zur Erkundung fremder Himmelskörper eingesetzt wird. Der Name leitet sich vom englischen Wort für "Wanderer" oder "Vagabund" ab.
Rover werden speziell für die extremen Bedingungen im Weltraum konstruiert und können mit verschiedenen wissenschaftlichen Instrumenten wie Kameras, Spektrometern, Bohrern und Analysetools ausgestattet sein, um die Oberfläche, Geologie und potenzielle Biosignaturen zu untersuchen.
Rover werden speziell für die extremen Bedingungen im Weltraum konstruiert und können mit verschiedenen wissenschaftlichen Instrumenten wie Kameras, Spektrometern, Bohrern und Analysetools ausgestattet sein, um die Oberfläche, Geologie und potenzielle Biosignaturen zu untersuchen.
Wo wurden Rover eingesetzt?
Bisher wurden Rover hauptsächlich auf dem Mond und dem Mars eingesetzt, aber auch auf Asteroiden. Die Sowjetunion, die USA und China haben erfolgreich Rover auf dem Mond platziert, während nur die USA und China Rover auf dem Mars betreiben konnten.
Besonders bekannt sind die Rover-Missionen auf dem Mars, darunter Sojourner, Spirit, Opportunity, Curiosity und Perseverance von der NASA sowie Zhurong von China. Auf Asteroiden wurden kleinere, springende Rover wie MASCOT verwendet.
Besonders bekannt sind die Rover-Missionen auf dem Mars, darunter Sojourner, Spirit, Opportunity, Curiosity und Perseverance von der NASA sowie Zhurong von China. Auf Asteroiden wurden kleinere, springende Rover wie MASCOT verwendet.
Wer schickte den ersten Rover?
Der erste erfolgreiche Rover im Weltraum war Lunochod 1, der von der Sowjetunion im November 1970 zum Mond geschickt wurde. Dieses achträdrige Fahrzeug war ursprünglich für eine Betriebsdauer von drei Monaten konzipiert, funktionierte jedoch fast ein Jahr lang.
Lunochod 1 legte über 10 Kilometer auf der Mondoberfläche zurück, übertrug mehr als 20.000 Bilder und untersuchte über 500 Bodenproben. Es war ein bedeutender Erfolg für das sowjetische Raumfahrtprogramm während des Wettlaufs im All.
Lunochod 1 legte über 10 Kilometer auf der Mondoberfläche zurück, übertrug mehr als 20.000 Bilder und untersuchte über 500 Bodenproben. Es war ein bedeutender Erfolg für das sowjetische Raumfahrtprogramm während des Wettlaufs im All.
Wie bewegen sich Rover fort?
Die meisten Rover auf dem Mars und Mond bewegen sich auf Rädern fort, wobei die Anzahl zwischen vier und acht variieren kann. Die Räder sind speziell für die jeweilige Umgebung konzipiert, mit besonderen Materialien und Profilen.
Auf Asteroiden mit sehr geringer Schwerkraft funktionieren Räder jedoch nicht gut. Hier kommen andere Techniken zum Einsatz, wie beispielsweise das kontrollierte Springen mithilfe von Schwungmassen, wie es beim Rover MASCOT auf dem Asteroiden Ryugu demonstriert wurde.
Auf Asteroiden mit sehr geringer Schwerkraft funktionieren Räder jedoch nicht gut. Hier kommen andere Techniken zum Einsatz, wie beispielsweise das kontrollierte Springen mithilfe von Schwungmassen, wie es beim Rover MASCOT auf dem Asteroiden Ryugu demonstriert wurde.
Wie werden Rover mit Energie versorgt?
Die Energieversorgung von Rovern erfolgt hauptsächlich über zwei Technologien: Solarzellen oder Radionuklidbatterien. Rover wie Lunochod, Spirit und Opportunity nutzen Solarzellen, die jedoch während der Nacht oder bei Staubstürmen Einschränkungen haben.
Neuere Rover wie Curiosity und Perseverance verwenden Radionuklidbatterien (RTGs), die durch radioaktiven Zerfall Wärme erzeugen und diese in Elektrizität umwandeln. Diese Technologie ermöglicht kontinuierliche Energieversorgung, unabhängig von Tageslicht oder Wetterbedingungen.
Neuere Rover wie Curiosity und Perseverance verwenden Radionuklidbatterien (RTGs), die durch radioaktiven Zerfall Wärme erzeugen und diese in Elektrizität umwandeln. Diese Technologie ermöglicht kontinuierliche Energieversorgung, unabhängig von Tageslicht oder Wetterbedingungen.
Was kann Perseverance auf dem Mars?
Perseverance ist der fortschrittlichste Mars-Rover der NASA und landete im Februar 2021 im Jezero-Krater. Er ist mit sieben wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet und kann Gesteinsproben bohren und für eine spätere Rückmission zur Erde aufbewahren.
Besonders innovativ: Der Rover führte den Mini-Helikopter Ingenuity mit sich, der als erstes Fluggerät auf einem anderen Planeten erfolgreich flog. Zudem kann Perseverance mit dem MOXIE-Experiment Sauerstoff aus der Marsatmosphäre gewinnen - eine wichtige Technologie für zukünftige bemannte Missionen.
Besonders innovativ: Der Rover führte den Mini-Helikopter Ingenuity mit sich, der als erstes Fluggerät auf einem anderen Planeten erfolgreich flog. Zudem kann Perseverance mit dem MOXIE-Experiment Sauerstoff aus der Marsatmosphäre gewinnen - eine wichtige Technologie für zukünftige bemannte Missionen.
Was ist das Lunar Roving Vehicle?
Das Lunar Roving Vehicle (LRV) war ein elektrisch betriebenes Fahrzeug, das bei den Apollo-Missionen 15, 16 und 17 (1971-1972) eingesetzt wurde. Es war das erste bemannte Mondfahrzeug und erweiterte den Aktionsradius der Astronauten erheblich.
Mit einer Länge von 3,10 Metern und einem Gewicht von 210 Kilogramm konnte das LRV bis zu 490 Kilogramm zuladen. Die Energie kam aus nicht wiederaufladbaren Silberoxid-Zink-Batterien. Bis heute stehen drei dieser Mondautos auf der Oberfläche des Mondes.
Mit einer Länge von 3,10 Metern und einem Gewicht von 210 Kilogramm konnte das LRV bis zu 490 Kilogramm zuladen. Die Energie kam aus nicht wiederaufladbaren Silberoxid-Zink-Batterien. Bis heute stehen drei dieser Mondautos auf der Oberfläche des Mondes.
Welche Rover-Missionen sind geplant?
Mehrere Rover-Missionen sind für die kommenden Jahre geplant, darunter die chinesische Chang'e 7-Mission zum Mond für 2026. Die NASA arbeitet an einer Mars-Sample-Return-Mission, bei der die von Perseverance gesammelten Proben zur Erde zurückgebracht werden sollen.
Verschiedene Länder und private Unternehmen entwickeln zudem kleinere, spezialisierte Rover für zukünftige Mond- und Marsmissionen. Laut Berichten sollen diese Rover unter anderem Ressourcen für potenzielle bemannte Missionen erkunden und Technologien für längerfristige Präsenz testen.
Verschiedene Länder und private Unternehmen entwickeln zudem kleinere, spezialisierte Rover für zukünftige Mond- und Marsmissionen. Laut Berichten sollen diese Rover unter anderem Ressourcen für potenzielle bemannte Missionen erkunden und Technologien für längerfristige Präsenz testen.
Zusammenfassung
- NASA sucht durch globale Challenge innovative Mondfahrzeug-Räder
- Preisgelder von bis zu 150.000 Dollar für die besten Rad-Konzepte
- MicroChariot-Testrover wird mit Finalistenprototypen bei 24 km/h getestet
- Extreme Mondbedingungen erfordern flexible, leichte und langlebige Räder
- Challenge läuft in drei Phasen von Herbst 2025 bis Sommer 2026
- Apollo-Mondfahrzeuge nutzten noch starre Drahtgeflechtkonstruktionen
- Crowdsourcing soll verborgene Talente von Studenten bis Unternehmen nutzen
Siehe auch:
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