Alte Atomkraftwerke für KI:
Microsoft hat schon, nun will auch Google
Microsoft hat bereits vor längerer Zeit eine Partnerschaft mit einem Stromanbieter geschlossen, in deren Rahmen ein stillgelegtes Atomkraftwerk wieder ans Netz gebracht werden soll. Jetzt zieht Google nach und will ebenfalls ein AKW wieder in Betrieb nehmen lassen.
Im Rahmen der jetzt zwischen Google und NextEra geschlossenen Kooperation soll das AKW mit einer Gesamtleistung von 615 Megawatt wieder ans Netz gebracht werden. Die Inbetriebnahme ist aktuell für das Jahr 2029 geplant, wobei Google den Großteil der dort erzeugten Energie über einen Zeitraum von 25 Jahren abnehmen will. Was an Leistung übrig bleibt, soll an den örtlichen Stromnetzbetreiber verkauft werden, heißt es.
Google ist wie erwähnt nicht der erste US-Technologiekonzern, der ein altes Atomkraftwerk wieder in Betrieb nehmen lassen will, um damit KI-Rechenzentren zu betreiben. Microsoft hatte bereits im Jahr 2024 eine ähnliche Partnerschaft mit der Firma Constellation Energy verkündet, in deren Rahmen man das 2019 abgeschaltete Atomkraftwerk "Three Mile Island" ab dem Jahr 2028 wieder ans Netz bringen will. Der Reaktor soll dann 835 Megawatt liefern, um damit die Datenzentren hinter der Azure Cloud, OpenAIs ChatGPT und Microsoft Copilot zu betreiben.
Für die US-Technologiekonzerne geht es bei der Wiederinbetriebnahme alter Atommeiler darum, sich langfristig möglichst kostengünstige Energiequellen zu sichern. Mit der steigenden Zahl von Rechenzentren, die vor allem KI-Dienste möglich machen sollen, steigen schon jetzt auch die Strompreise, was auch die Firmen und private Kunden in vielen Gebieten der USA massiv betrifft.
Siehe auch:
Google will 1975 eröffnetes AKW wieder nutzen
Wie Google und die junge Firma NextEra bekannt gegeben haben, soll das sogenannte Duane Arnold Energy Center im US-Bundesstaat Iowa in den kommenden Jahren wieder Strom erzeugen. Dabei handelt es sich um ein 2020 abgeschaltetes Nuklearkraftwerk, das damals nach einem wetterbedingten Störfall stillgelegt wurde. Ein starker Sturm hatte Teile eines sekundären Schutzsystems beschädigt, die den Austritt radioaktiver Gase verhindern sollen.Im Rahmen der jetzt zwischen Google und NextEra geschlossenen Kooperation soll das AKW mit einer Gesamtleistung von 615 Megawatt wieder ans Netz gebracht werden. Die Inbetriebnahme ist aktuell für das Jahr 2029 geplant, wobei Google den Großteil der dort erzeugten Energie über einen Zeitraum von 25 Jahren abnehmen will. Was an Leistung übrig bleibt, soll an den örtlichen Stromnetzbetreiber verkauft werden, heißt es.
Neue Rechenzentren in der Nähe schon im Bau
Google plant derzeit in der Umgebung des Kraftwerks ein neues Rechenzentrum, das ebenfalls in der Nähe der Kleinstadt Palo errichtet werden soll, wo sich auch das Duane Arnold Energy Center befindet. Noch müssen die örtlichen Behörden dem Vorhaben zustimmen. Selbst wenn dieses Vorhaben nicht zustande kommen sollte, gibt es mit einem bereits im Bau befindlichen neuen Rechenzentrum von Google in Cedar Rapids einen weiteren nahegelegenen Standort, den das neu hochgefahrene alte Atomkraftwerk mit Energie versorgen soll.Google ist wie erwähnt nicht der erste US-Technologiekonzern, der ein altes Atomkraftwerk wieder in Betrieb nehmen lassen will, um damit KI-Rechenzentren zu betreiben. Microsoft hatte bereits im Jahr 2024 eine ähnliche Partnerschaft mit der Firma Constellation Energy verkündet, in deren Rahmen man das 2019 abgeschaltete Atomkraftwerk "Three Mile Island" ab dem Jahr 2028 wieder ans Netz bringen will. Der Reaktor soll dann 835 Megawatt liefern, um damit die Datenzentren hinter der Azure Cloud, OpenAIs ChatGPT und Microsoft Copilot zu betreiben.
Für die US-Technologiekonzerne geht es bei der Wiederinbetriebnahme alter Atommeiler darum, sich langfristig möglichst kostengünstige Energiequellen zu sichern. Mit der steigenden Zahl von Rechenzentren, die vor allem KI-Dienste möglich machen sollen, steigen schon jetzt auch die Strompreise, was auch die Firmen und private Kunden in vielen Gebieten der USA massiv betrifft.
Zusammenfassung
- Google plant Reaktivierung eines 2020 stillgelegten AKW in Iowa
- Das Duane Arnold Energy Center soll ab 2029 wieder 615 Megawatt liefern
- Ein 25-jähriger Vertrag sichert Google den Großteil der erzeugten Energie
- Google baut nahe des Kraftwerks neue Rechenzentren für KI-Anwendungen
- Microsoft hatte ähnliche Pläne mit dem Three Mile Island AKW verkündet
- Technologiekonzerne sichern sich langfristig günstige Energiequellen
- KI-Rechenzentren treiben den Stromverbrauch und die Preise massiv in die Höhe
Siehe auch:
- Nuklearreaktor: Amazon zeigt erste Bilder seines Atomkraftwerks
- Stromfresser KI: Standort für Googles erstes Atomkraftwerk steht fest
- Der Schwarm: Quallen legen französisches Atomkraftwerk lahm
- US-Regierung will schnell ein Atomkraftwerk auf dem Mond bauen
- Kosten für das Atomkraftwerk Sizewell C explodieren schon vor Baustart
Themen:
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