SETI-Forscher findet exakt doppeltes Lichtsignal von fremdem Stern

Mehr als sechs Jahrzehnte nach Beginn der Suche nach außer­ir­di­schem Leben liefert ein neuer Bericht Anlass zu spekulativer Hoff­nung: Von einem sonnenähnlichen Stern kommen Lichtsignale, für die es erst einmal keine natürliche Erklärung gibt.
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Ursache völlig unklar

Entdeckt wurden die Pulse vom ehemaligen NASA-Ingenieur Richard H. Stanton. Dieser war einst Teil bedeutender Missionen wie Voyager und GRACE und widmet sich seit seiner Pensionierung der optischen SETI-Forschung. Dabei nutzt er ein eigens entwickeltes System aus handelsüblichen Komponenten am Shay Meadow Observatorium in Kalifornien, um über 1300 Sterne im sichtbaren Lichtspektrum auf künstlich erzeugte Lichtpulse zu untersuchen.

Im Zentrum seiner aktuellen Veröffentlichung, die im Fachjournal Acta Astronautica publiziert wurde, steht der Stern HD 89389, der etwa 100 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Hier beobachtete Stanton zwei identische Lichtpulse im Abstand von 4,4 Sekunden. Auffällig: Die Pulse zeigten eine ungewöhnliche Struktur - ein plötzliches Aufhellen und Abdunkeln des Sterns innerhalb von nur 0,2 Sekunden. Dieses Verhalten sei viel zu präzise und intensiv, um durch atmosphärische Störungen oder zufällige technische Fehler verursacht zu sein, so Stanton.


Ähnliche Signale hatte der Forscher bereits 2021 bei HD 217014 - bekannt durch den ersten Nachweis eines Exoplaneten um einen sonnenähnlichen Stern - registriert. Damals wurden sie zunächst als mögliche Störungen durch Vögel abgetan - eine Annahme, die Stanton nun anhand neuer Daten ausschließen konnte.

Mehr Forschung nötig

Trotz sorgfältiger Analysen und dem Ausschluss von Ursachen wie Flugzeugen, Satelliten oder Meteoren, bleibt der Ursprung der Pulse unklar. Stanton diskutiert mögliche Erklärungen, darunter Beugungseffekte durch Objekte im Sonnensystem oder gar Schwerkraftwellen. Besonders bemerkenswert: Die Hypothese, dass es sich um ein künstlich erzeugtes Signal handeln könnte - möglicherweise von einer technologischen Zivilisation.

Dennoch warnt Stanton vor voreiligen Schlüssen: "Keine der bisherigen Erklärungen ist wirklich überzeugend. Wir wissen weder, was diese Pulse erzeugt, noch wie weit das Objekt entfernt ist." Um Klarheit zu gewinnen, schlägt er koordinierte Beobachtungen mit mehreren synchronisierten Teleskopen vor.

Zusammenfassung
  • Ein Forscher entdeckt unerklärliche Lichtsignale von sonnenähnlichem Stern
  • Ex-NASA-Ingenieur Richard H. Stanton nutzt eigenes System zur SETI-Forschung
  • Zwei identische Lichtpulse im Abstand von 4,4 Sekunden bei Stern HD 89389
  • Ähnliche Signale wurden bereits 2021 bei HD 217014 beobachtet
  • Ursprung der Pulse bleibt trotz sorgfältiger Analysen unklar
  • Hypothese: Künstlich erzeugtes Signal einer technologischen Zivilisation
  • Stanton warnt vor voreiligen Schlüssen und fordert weitere Beobachtungen

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