SETI-Forscher durchmustern Zwilling unseres Sonnensystems nach Funk

Wissenschaftler haben kürzlich eine umfassende Suche nach Anzeichen außerirdischer Technologie im Trappist-1-Sternensystem abgeschlossen. Dieses wird oft als "zweites Sonnensystem" bezeichnet wird, da es unserer Heimat in vielen Belangen ähnelt.
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TRAPPIST-1 ist nicht weit weg

Dieses System, das nur 41 Lichtjahre von der Erde entfernt ist, gilt als eines der vielversprechendsten Ziele in der Suche nach außerirdischem Leben. Es gibt dort sieben Planeten, die um einen roten Zwergstern kreisen. Einige dieser Planeten befinden sich in der sogenannten habitablen Zone, in der die Bedingungen für flüssiges Wasser und daher für Leben existieren könnten.

Die Forscher nutzten das kürzlich aufgerüstete Allen Telescope Array in Kalifornien, das aus 42 Antennen besteht, teilte das SETI Institute mit. Dieses Radioteleskop sucht gezielt nach sogenannten "Technosignaturen" - wissenschaftlichen Hinweisen auf fortschrittliche Technologie, die von einer intelligenten Zivilisation stammen könnte. Technosignaturen, wie etwa Radiosignale, werden als leichter nachweisbar angesehen als biologische Signaturen, die auf mikrobielles Leben hinweisen könnten.


Das Team verbrachte insgesamt 28 Stunden damit, das Trappist-1-System nach möglichen Radiosignalen zu durchsuchen. Dies war die bislang längste ununterbrochene Untersuchung eines einzelnen Sternsystems. Die Ergebnisse, die noch vor ihrer Veröffentlichung in einem Fachjournal vorab veröffentlicht wurden, zeigten jedoch keine Hinweise auf außerirdische Technologie.

Die Forscher konzentrierten sich insbesondere auf sogenannte planetare Okkultationen - das Phänomen, wenn ein Planet vor einem anderen vorbeizieht - und suchten nach Radiosignalen, die möglicherweise aus dem System entweichen. Trotz der Entdeckung von 2264 schmalbandigen Signalen weckte keines den Verdacht, künstlichen Ursprungs zu sein.

Größere Suche geplant

Trotz der fehlenden Ergebnisse sehen die Wissenschaftler das Projekt als bedeutenden Fortschritt. "Diese Forschung zeigt, dass wir der Entdeckung von Radiosignalen, die den von uns gesendeten ähnlich sind, näherkommen", sagte Nick Tusay, ein Forscher von der Penn State University. Es wird erwartet, dass zukünftige und leistungsstärkere Radioteleskop-Anlagen, wie das im Bau befindliche Square Kilometer Array (SKA), noch empfindlichere Signale aus dem All erfassen können.

Das SKA-Projekt, das 2,2 Milliarden Dollar kosten wird, umfasst zwei riesige Radioteleskop-Netzwerke in Südafrika und Australien. Mit insgesamt über 197 Radioteleskopen und mehr als 131.000 Antennen wird es eine noch größere Reichweite haben und möglicherweise in der Lage sein, schwache Signale einer außerirdischen Zivilisation zu entdecken, die beispielsweise mit ihren Raumfahrzeugen kommuniziert.

Zusammenfassung
  • SETI-Forscher durchsuchten TRAPPIST-1-System nach Anzeichen von Aliens
  • 41 Lichtjahre entferntes System gilt als vielversprechendes Ziel
  • Allen Telescope Array suchte 28 Stunden nach Technosignaturen
  • Trotz 2264 Signalen keine Hinweise auf außerirdische Technologie
  • Forscher sehen Projekt als Fortschritt für zukünftige Untersuchungen
  • Square Kilometer Array verspricht noch empfindlichere Messungen
  • Neue Anlage könnte schwache Signale außerirdischer Zivilisation erfassen

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