SETI: Erste Suche nach außerirdischer Technologie in anderen Galaxien
Das größte Alien-Such-Projekt SETI erweitert seinen Horizont deutlich. Hatte man sich bisher auf unsere Galaxie beschränkt, will ein neues Projekt die Anzeichen für außerirdische Technologie in anderen Galaxien aufspüren. Dafür kommt neue Technik zum Einsatz.
Das Berkeley SETI Research Center und das International Centre for Radio Astronomy Research haben eine Studie veröffentlicht, die Kenner des Projekts aufhorchen lässt. Dank des Einsatzes des seit 2013 aktiven Murchison Widefield Array (MWA) im Westen Australiens war es erstmals möglich, nach Anzeichen außerirdischer Technologie in Galaxien jenseits der Milchstraße zu suchen.
Das MWA unter dem Radiohimmel, den es aufzeichnet
Das Teleskop setzt sich aus 4.096 spinnenförmige Antennen zusammen, die über mehrere Kilometer verteilt sind. Dieser Aufbau macht es den SETI-Forschern wiederum möglich, den Himmel nach niedrigen Funkfrequenzen (100 MHz) und mit einem bisher unerreicht großen Sichtfeld abzusuchen. So konnten bis zu 2.800 Galaxien in einer Beobachtung erfasst werden.
"Diese Arbeit stellt einen bedeutenden Fortschritt in unseren Bemühungen dar, Signale von fortgeschrittenen außerirdischen Zivilisationen zu entdecken", so Studienleiterin Dr. Chenoa Tremblay vom SETI Institute. "Das große Sichtfeld und der niedrige Frequenzbereich des MWA machen es zu einem idealen Instrument für diese Art von Forschung."
Eines bleibt aber auch nach Abschluss der ersten Beobachtungszyklen leider unverändert: Signale von Alien-Technologie konnten mit dem MWA bisher nicht entdeckt werden. Trotzdem ist sich das Team sicher, dass ihre Arbeit eines Tages dazu beitragen wird. "Diese Studie ist neu und innovativ, sie ebnet den Weg für zukünftige Beobachtungen mit noch leistungsfähigeren Teleskopen."
Die Forscher machen aber auch kein Geheimnis daraus, welch gigantisch großer Aufwand für eine Alienzivilisation nötig wäre, um ein Signal zu erzeugen, dass uns aus einer anderen Galaxie erreichen kann. Eine solche Zivilisation bräuchte demnach Technologie, "um die Energie ihrer Sonne oder mehrerer Sterne in ihrer Galaxie zu nutzen."
Siehe auch:
SETI schaut jetzt auch auf andere Galaxien
Vor über 40 Jahren nahm das "Search for Extraterrestrial Intelligence"-Projekt, besser bekannt als SETI, seinen Anfang. Das ernüchternde Ergebnis: Bisher konnten mit der Analyse von Radiosignalen aus dem Weltraum keine Beweise für außerirdische Intelligenzen gefunden werden. Allerdings entfachen neue Technologien und Methoden die Hoffnung auf eine solche Entdeckung immer wieder neu. Jetzt wird der Suchhorizont auf einen Schlag deutlich erweitert.Das Berkeley SETI Research Center und das International Centre for Radio Astronomy Research haben eine Studie veröffentlicht, die Kenner des Projekts aufhorchen lässt. Dank des Einsatzes des seit 2013 aktiven Murchison Widefield Array (MWA) im Westen Australiens war es erstmals möglich, nach Anzeichen außerirdischer Technologie in Galaxien jenseits der Milchstraße zu suchen.
Das MWA unter dem Radiohimmel, den es aufzeichnet
Das Teleskop setzt sich aus 4.096 spinnenförmige Antennen zusammen, die über mehrere Kilometer verteilt sind. Dieser Aufbau macht es den SETI-Forschern wiederum möglich, den Himmel nach niedrigen Funkfrequenzen (100 MHz) und mit einem bisher unerreicht großen Sichtfeld abzusuchen. So konnten bis zu 2.800 Galaxien in einer Beobachtung erfasst werden.
"Diese Arbeit stellt einen bedeutenden Fortschritt in unseren Bemühungen dar, Signale von fortgeschrittenen außerirdischen Zivilisationen zu entdecken", so Studienleiterin Dr. Chenoa Tremblay vom SETI Institute. "Das große Sichtfeld und der niedrige Frequenzbereich des MWA machen es zu einem idealen Instrument für diese Art von Forschung."
Eines bleibt aber auch nach Abschluss der ersten Beobachtungszyklen leider unverändert: Signale von Alien-Technologie konnten mit dem MWA bisher nicht entdeckt werden. Trotzdem ist sich das Team sicher, dass ihre Arbeit eines Tages dazu beitragen wird. "Diese Studie ist neu und innovativ, sie ebnet den Weg für zukünftige Beobachtungen mit noch leistungsfähigeren Teleskopen."
Die Forscher machen aber auch kein Geheimnis daraus, welch gigantisch großer Aufwand für eine Alienzivilisation nötig wäre, um ein Signal zu erzeugen, dass uns aus einer anderen Galaxie erreichen kann. Eine solche Zivilisation bräuchte demnach Technologie, "um die Energie ihrer Sonne oder mehrerer Sterne in ihrer Galaxie zu nutzen."
Zusammenfassung
- SETI-Projekt erweitert Suche nach Aliens auf andere Galaxien
- Neue Technik ermöglicht Untersuchung von tausenden Galaxien
- Murchison Widefield Array seit 2013 in Westaustralien im Einsatz
- MWA verfügt über 4.096 spinnenförmige Antennen
- Großes Sichtfeld und niedrige Frequenzen optimieren die Suche
- Bisher keine Signale außerirdischer Technologie entdeckt
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