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Neues Navi ohne Satelliten 50-mal genauer als andere GPS-Alternativen
Ein neues Navigationssystem namens Ironstone Opal hat in Tests am Boden eine bis zu 50-mal genauere Positionsbestimmung geliefert als bisher verfügbare GPS-Alternativen - ganz ohne Satellitensignal. GPS hat aber weiter Vorteile.
Zur Positionsbestimmung gleicht das System die Messdaten mit detaillierten Karten der Magnetfeldanomalien ab. Diese zeigen, wo das Erdmagnetfeld aufgrund geologischer Besonderheiten von der Norm abweicht. Eine spezielle Software nutzt dabei KI-gestützte Verfahren, um Störungen auszugleichen, die etwa durch das Fahrzeug selbst entstehen. Auch Änderungen während des Betriebs - etwa durch wechselnde Beladung - werden automatisch berücksichtigt.
Laut der Veröffentlichung auf dem Preprint-Server arXiv zeigte sich Ironstone Opal nicht nur im Fahrzeug, sondern auch im Flugzeug überlegen: In der Luft betrug die Genauigkeit bis zum Elffachen der Leistung eines hochentwickelten Inertialsystems. Die beste gemessene Abweichung lag bei nur 22 Metern - bei mehreren Hundert Kilometern Flugstrecke.
Technische Details:
Das System arbeitet vollständig passiv, es sendet also keine Signale aus. Das bedeutet, es kann nicht auf traditionelle Weise gestört oder geortet werden - ein klarer Vorteil gegenüber GPS, das anfällig für gezielte Störungen oder sogenannte Spoofing-Angriffe ist. Q-CTRL betont, dass sich das System kompakt genug konstruieren lässt, um es in Flugzeugen, Drohnen oder Landfahrzeugen zu verbauen.
Q-CTRL: GPS-Alternative
Trotz der hohen Genauigkeit ist Ironstone Opal kein vollständiger Ersatz für GPS. Das System ist auf detaillierte Magnetfeldkarten angewiesen, die nicht überall verfügbar sind. Sein Potenzial liegt vorwiegend in Szenarien, in denen GPS gestört, blockiert oder nicht erreichbar ist - etwa im militärischen Bereich oder bei autonomen Systemen. Für eine flächendeckende Nutzung wie bei GPS fehlen derzeit noch die globale Abdeckung und die nötige Robustheit gegenüber komplexen Umgebungen.
Siehe auch:
Quantennavigation: 50x genauer als GPS-Alternativen
Das System wurde vom australischen Unternehmen Q-CTRL entwickelt und setzt auf sogenannte Quantenmagnetometer. Diese extrem empfindlichen Sensoren messen kleinste Unterschiede im Erdmagnetfeld. Da dieses Feld sich regional unterscheidet, lässt sich anhand solcher Messungen die eigene Position ermitteln - ähnlich wie ein Fingerabdruck, der eindeutig einem Ort zugeordnet werden kann.Zur Positionsbestimmung gleicht das System die Messdaten mit detaillierten Karten der Magnetfeldanomalien ab. Diese zeigen, wo das Erdmagnetfeld aufgrund geologischer Besonderheiten von der Norm abweicht. Eine spezielle Software nutzt dabei KI-gestützte Verfahren, um Störungen auszugleichen, die etwa durch das Fahrzeug selbst entstehen. Auch Änderungen während des Betriebs - etwa durch wechselnde Beladung - werden automatisch berücksichtigt.
Neues Navigationssystem 50-mal genauer als andere GPS-Alternativen
Laut der Veröffentlichung auf dem Preprint-Server arXiv zeigte sich Ironstone Opal nicht nur im Fahrzeug, sondern auch im Flugzeug überlegen: In der Luft betrug die Genauigkeit bis zum Elffachen der Leistung eines hochentwickelten Inertialsystems. Die beste gemessene Abweichung lag bei nur 22 Metern - bei mehreren Hundert Kilometern Flugstrecke.
Technische Details:
- Einsatz eines hybriden Systems mit Quanten- und klassischen Magnetometern (z. B. Fluxgate)
- Vergleichsmaßstab: strategic-grade Inertialnavigationssystem (INS)
- Bodenversuche mit öffentlich verfügbaren Magnetfeldkarten, ohne externe Geschwindigkeitshilfen
- Beste gemessene Abweichung: 22 m, entsprechend 0,006 % der Flugdistanz
- System erreichte bis zu 46-fach niedrigere Positionsfehler als velocity-aided INS, 7-fach am Boden, mindestens 11-fach in der Luft
- Modellanpassung: Das System lernt während des Betriebs, ohne spezielle Kalibrier-Manöver
Das System arbeitet vollständig passiv, es sendet also keine Signale aus. Das bedeutet, es kann nicht auf traditionelle Weise gestört oder geortet werden - ein klarer Vorteil gegenüber GPS, das anfällig für gezielte Störungen oder sogenannte Spoofing-Angriffe ist. Q-CTRL betont, dass sich das System kompakt genug konstruieren lässt, um es in Flugzeugen, Drohnen oder Landfahrzeugen zu verbauen.
Q-CTRL: GPS-Alternative
Trotz der hohen Genauigkeit ist Ironstone Opal kein vollständiger Ersatz für GPS. Das System ist auf detaillierte Magnetfeldkarten angewiesen, die nicht überall verfügbar sind. Sein Potenzial liegt vorwiegend in Szenarien, in denen GPS gestört, blockiert oder nicht erreichbar ist - etwa im militärischen Bereich oder bei autonomen Systemen. Für eine flächendeckende Nutzung wie bei GPS fehlen derzeit noch die globale Abdeckung und die nötige Robustheit gegenüber komplexen Umgebungen.
Zusammenfassung
- Ironstone Opal: Neues Navi bis zu 50-mal genauer als GPS-Alternativen
- Nutzung von Quantenmagnetometern zur Messung des Erdmagnetfelds
- KI-gestützte Software gleicht Messdaten mit Magnetfeldanomalien ab
- Passive Arbeitsweise macht System unanfällig für Störungen oder Spoofing
- Hohe Genauigkeit: Beste gemessene Abweichung nur 22 Meter
- Einsatz in Flugzeugen, Drohnen und Landfahrzeugen möglich
- Kein vollständiger GPS-Ersatz aufgrund fehlender globaler Abdeckung
Siehe auch:
- Blue Ghost empfing vor und nach Mondlandung Navi-Signale wie GPS
- GPS-Störungen auf der Ostsee stammen wahrscheinlich von Schiffen
- Garmin-Chaos: Smartwatches weltweit durch GPS-Fehler lahmgelegt
- Unabhängiger von GPS und mehr: Briten bauen Quantenuhr
- Bei einem Ausfall: GPS-Alternative setzt auf uralte Navigationstechnik
Thema:
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