Microsoft verteilt ungewollte Windows-11-Upgrades über Intune

Microsoft kämpft mit einem technischen Problem. So erhalten trotz aktiver Intune-Blockierung einige Windows-10-PCs ein Upgrade auf Windows 11. Ein Code-Fehler umgeht seit Mitte April festgelegte Update-Richtlinien. Die Behebung des Problems ist mühsam.
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Bug umgeht Upgrade-Blocks

Microsoft bestätigt ein aktuelles Problem, bei dem Geräte mit Windows 10 trotz aktiver Blockierung durch IT-Administratoren Upgrade-Angebote auf Windows 11 erhalten. Der Fehler tritt seit dem 12. April 2025 auf und betrifft Geräte, die über Microsoft Intune verwaltet werden. Dabei werden die in Intune festgelegten Update-Richtlinien ignoriert, was für Verwirrung bei Nutzern und zusätzlichen Aufwand für IT-Abteilungen sorgt.

Microsoft Intune ist eine cloudbasierte Lösung zum Verwalten von Geräten. Unternehmen nutzen Intune, um ihre Geräteflotte zentral zu managen, Sicherheitsrichtlinien durchzusetzen und Software-Updates zu kontrollieren. IT-Administratoren können mit Intune für gewöhnlich festlegen, welche Windows-Versionen auf Unternehmensgeräten installiert werden dürfen - eine Funktion, die durch den aktuellen Fehler aber ausgehebelt wird.


Wichtig zu verstehen ist, dass nur über Intune verwaltete Geräte betroffen sind. Es handelt sich zudem nicht um eine Umgehung der Hardware-Mindestanforderungen für Windows 11, sondern um die Missachtung administrativer Einstellungen.

Microsoft arbeitet an Lösung

Laut einem Eintrag im Microsoft 365 Admin Center (IT10561350) (via Bleeping Computer) ist ein "latenter Code-Fehler" für das Problem verantwortlich. Redmond arbeitet bereits an einer Lösung und verteilt schrittweise einen Code-Fix, um weitere ungewollte Upgrades zu verhindern. Microsoft empfiehlt betroffenen Administratoren, bis zur vollständigen Behebung die Windows-Feature-Updates über Intune-Richtlinien zu pausieren.

Besonders ärgerlich für IT-Abteilungen ist jedoch, dass bereits auf Windows 11 aktualisierte Geräte manuell auf die vorherige Windows-Version zurückgesetzt werden müssen. Dies bedeutet zusätzlichen Arbeitsaufwand, da kein automatisierter Prozess für ein Rollback vorgesehen ist.

Nicht der erste Vorfall

Dies ist nicht das erste Mal, dass Microsoft mit ungewollten Upgrades für Aufsehen sorgt. Erst im November 2024 trat ein ähnliches Problem auf, als Systeme mit Windows Server 2019 und 2022 ohne Vorwarnung auf Windows Server 2025 aktualisiert wurden. Besonders problematisch daran war, dass viele der betroffenen Organisationen nicht einmal über die entsprechenden Lizenzen für die neue Server-Version verfügten.

Auch bei diesem früheren Vorfall mussten Administratoren betroffene Server manuell wiederherstellen, meist durch Zurückspielen von Sicherungen. Microsoft hat bis heute keine alternative Lösung für dieses Problem bereitgestellt.

Seid ihr als IT-Administratoren von diesem Problem betroffen? Wie geht ihr mit ungewollten Windows-Updates in eurer Organisation um? Teilt eure Erfahrungen und Lösungsansätze in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Windows 10-Geräte erhalten ungewollt Windows 11-Upgrade trotz Intune-Blockade
  • Microsoft bestätigt Fehler bei Update-Richtlinien seit dem 12. April 2025
  • Latenter Code-Fehler missachtet die administrativen Einstellungen in Intune
  • Microsoft verteilt schrittweise Fix und empfiehlt, Feature-Updates zu pausieren
  • Betroffene Geräte müssen manuell auf vorherige Windows-Version zurückgesetzt werden
  • Ähnlicher Vorfall bei Windows Server-Systemen bereits im November 2024

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