Windows 11: Microsoft überarbeitet das Startmenü - und sogar sinnvoll

Das Startmenü von Windows 11 erhält ein umfassendes Redesign mit einem einheitlichen, scrollbaren Layout. Erfreulich: Die "Empfohlen"-Sektion kann endlich deaktiviert werden. Das Update soll noch 2025 erscheinen, rechtzeitig zum Ende von Windows 10.
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Scrollbares Layout und weniger Klicks

Microsoft arbeitet an einer umfassenden Überarbeitung des Windows-11-Startmenüs, die mehrere lang kritisierte Probleme beheben soll. Die größte Änderung: Das bisherige zweigeteilte Design weicht einem einheitlichen, scrollbaren Layout. Anstatt zwischen verschiedenen Bereichen hin- und herzuwechseln, werden alle Elemente - angepinnte Apps, Empfehlungen und die App-Liste - in einer durchgängigen Ansicht dargestellt. Nutzer können einfach nach unten scrollen, um ihre installierten Programme zu sehen. Ein Klick auf "Alle Apps" ist dann nicht mehr erforderlich.

Das neue Startmenü erscheint zudem breiter und höher, was mehr Platz für angepinnte Apps bietet. Standardmäßig werden 16 angepinnte Apps angezeigt, die durch einen Klick auf "Alle anzeigen" um weitere acht erweitert werden können. In den Einstellungen lässt sich zudem festlegen, dass alle angepinnten Apps standardmäßig sichtbar sind.

Empfehlungen endlich abschaltbar

Der wohl wichtigste Aspekt des Redesigns ist die Möglichkeit, den oft kritisierten und sogar verhassten "Empfohlen"-Bereich vollständig zu deaktivieren. Wie der Windows-Enthusiast @phantomofearth in einem neuen Insider-Build entdeckt hat, enthält das Update - das sich auch Windows Latest näher angesehen hat - einen neuen Schalter in den Einstellungen mit der Bezeichnung "Empfohlene Dateien im Start, zuletzt verwendete Dateien im Datei-Explorer und Elemente in Sprunglisten anzeigen". Wird dieser deaktiviert, verschwindet der Empfehlungsbereich komplett aus dem Startmenü.

Diese Änderung ist durchaus bemerkenswert, da Microsoft seit der Einführung von Windows 11 im Jahr 2021 trotz anhaltender Nutzerkritik daran festgehalten hat. Die Funktion wurde ursprünglich entwickelt, um häufig genutzte Dateien und Programme schneller zugänglich zu machen, wird jedoch von vielen Nutzern als störend empfunden. Windows 11 StartmenüWindows Latest zeigt eine gute Gegenüberstellung des neuen und alten Startmenüs

Neue Sortieroptionen für die App-Liste

Das Update bringt auch neue Möglichkeiten zur Organisation der installierten Apps. Nutzer können zwischen drei verschiedenen Layouts wählen:

  1. Namensraster: Apps erscheinen alphabetisch in einem Rasterformat
  2. Namensliste: Die aktuelle Listenansicht mit alphabetischer Sortierung
  3. Kategorie: Eine automatische Gruppierung nach Funktionsbereichen wie "Dienstprogramme", "Produktivität", "Spiele" oder "Soziale Medien"

Die Kategorieansicht nutzt einen Algorithmus, um Apps automatisch einzuordnen, verwandt, wie es Apple auf iOS macht. Eine manuelle Anpassung der Kategorien ist derzeit nicht möglich - wobei man nach wie vor Ordner selbst anlegen kann.

Verfügbarkeit und Zukunft

Das neue Startmenü ist in den aktuellen Windows 11-Vorabversionen im Dev- und Beta-Kanal versteckt und kann mit dem Tool ViveTool aktiviert werden. Microsoft hat das Redesign bisher nicht offiziell angekündigt, aber es wird erwartet, dass es später in diesem Jahr noch für Windows 11 24H2 nachgeliefert wird oder gleich mit 25H2 erscheint.

Was haltet ihr von den geplanten Änderungen am Windows 11 Startmenü? Ist die Möglichkeit, den "Empfohlen"-Bereich zu deaktivieren, für euch ein Grund zum Upgrade? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Windows 11 erhält ein überarbeitetes Startmenü mit scrollbarem Layout
  • Empfohlene Inhalte können endlich deaktiviert werden
  • Neues Design bietet mehr Platz für angepinnte Apps und Anpassungen
  • Drei neue Layouts zur Organisation installierter Apps verfügbar
  • Das Update soll noch 2025 erscheinen, pünktlich zum Ende von Windows 10
  • Änderungen sind in aktuellen Vorabversionen bereits versteckt enthalten
  • Microsoft reagiert damit auf langjährige Kritik der Nutzer

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