Starlink: US-Flugsicherung soll Milliarden an Musk-Firma geben
Es hat nur gut einen Monat gedauert, da beginnt man in der neuen US-Regierung unter Donald Trump bereits, staatliche Aufträge im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar dem "Schattenpräsidenten" Elon Musk zuzuschachern. Als Erstes profitiert seine Firma SpaceX mit der Tochter Starlink.
Dieser Vertrag hat einen Wert von etwa 2,4 Milliarden US-Dollar und sollte eigentlich dafür sorgen, dass Verizon die Kommunikationssysteme der US-Flugsicherung modernisiert. Verizon ist neben AT&T und T-Mobile der dritte große US-Kommunikationsriese, der auch entsprechende Backbones in dem Land für seine Mobilfunk- und Glasfaserangebote betreibt.
Aktuell behauptet Musk regelmäßig über seinen Micro-Blogging-Dienst X/Twitter, dass das bereits von Verizon betriebene Kommunikationssystem der US-Flugsicherung kurz vor dem Zusammenbruch stehe und daher die Sicherheit des Luftverkehrs in den USA auf dem Spiel stehe. Das System breche "schnell zusammen", heißt es da unter anderem.
Beweise für diese Behauptung liefert er freilich nicht. Stattdessen versprach er, Starlink-Terminals "ohne Kosten" für die Steuerzahler als Notlösung bereitstellen zu lassen. Derweil sind Mitarbeiter seiner Firma SpaceX bereits seit einigen Wochen an Standorten der US-Luftfahrtbehörde im Einsatz, die dort im Auftrag des Transportministeriums an "neuen, besseren und sicheren" Systemen für die Flugsicherung arbeiten sollen.
Laut dem Bericht der Washington Post sollte der Auftrag für die Modernisierung des Kommunikationssystems der Flugsicherung in Kürze an Verizon vergeben werden. Das bei der FAA installierte Team von SpaceX soll aber stattdessen die Vergabe des Auftrags an Starlink empfohlen haben. Dabei werden sämtliche üblichen Prozesse bei der Auftragsvergabe offenbar einfach missachtet, weshalb sich ranghohe Mitarbeiter der FAA bisher geweigert haben sollen, die Verträge für die Auftragsvergabe an Starlink abzuzeichnen.
Hintergrund des Ganzen sind mehrere folgenschwere Flugzeugabstürze in den USA, bei denen unter anderem ein Kurzstrecken-Jet mit einem Militärhubschrauber zusammenstieß und über 60 Menschen ihr Leben verloren.
Siehe auch:
Telco-Konzern Verizon sollte Auftrag über 2,4 Mrd. $ bekommen
Wie sowohl die Washington Post als auch die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) und der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg melden, steht die Federal Aviation Administration (FAA), also die Luftfahrtbehörde der USA, kurz davor, einen Vertrag mit dem Mobilfunkkonzern Verizon zu kündigen.Dieser Vertrag hat einen Wert von etwa 2,4 Milliarden US-Dollar und sollte eigentlich dafür sorgen, dass Verizon die Kommunikationssysteme der US-Flugsicherung modernisiert. Verizon ist neben AT&T und T-Mobile der dritte große US-Kommunikationsriese, der auch entsprechende Backbones in dem Land für seine Mobilfunk- und Glasfaserangebote betreibt.
Starlink könnte Auftrag ganz oder teilweise übernehmen
Jetzt soll der Auftrag stattdessen an Musks Raumfahrtfirma SpaceX vergeben werden, heißt es. Zu den Details des Vorgangs liegen bisher noch keine Angaben vor. Es sei denkbar, dass die FAA einen Teil der an Verizon vergebenen Aufgaben stattdessen von SpaceX bzw. dessen Tochterfirma Starlink erledigen zu lassen.Aktuell behauptet Musk regelmäßig über seinen Micro-Blogging-Dienst X/Twitter, dass das bereits von Verizon betriebene Kommunikationssystem der US-Flugsicherung kurz vor dem Zusammenbruch stehe und daher die Sicherheit des Luftverkehrs in den USA auf dem Spiel stehe. Das System breche "schnell zusammen", heißt es da unter anderem.
Beweise für diese Behauptung liefert er freilich nicht. Stattdessen versprach er, Starlink-Terminals "ohne Kosten" für die Steuerzahler als Notlösung bereitstellen zu lassen. Derweil sind Mitarbeiter seiner Firma SpaceX bereits seit einigen Wochen an Standorten der US-Luftfahrtbehörde im Einsatz, die dort im Auftrag des Transportministeriums an "neuen, besseren und sicheren" Systemen für die Flugsicherung arbeiten sollen.
Laut dem Bericht der Washington Post sollte der Auftrag für die Modernisierung des Kommunikationssystems der Flugsicherung in Kürze an Verizon vergeben werden. Das bei der FAA installierte Team von SpaceX soll aber stattdessen die Vergabe des Auftrags an Starlink empfohlen haben. Dabei werden sämtliche üblichen Prozesse bei der Auftragsvergabe offenbar einfach missachtet, weshalb sich ranghohe Mitarbeiter der FAA bisher geweigert haben sollen, die Verträge für die Auftragsvergabe an Starlink abzuzeichnen.
Hintergrund des Ganzen sind mehrere folgenschwere Flugzeugabstürze in den USA, bei denen unter anderem ein Kurzstrecken-Jet mit einem Militärhubschrauber zusammenstieß und über 60 Menschen ihr Leben verloren.
Zusammenfassung
- SpaceX soll Auftrag zur Modernisierung der US-Flugsicherung erhalten
- Vertrag im Wert von 2,4 Milliarden Dollar soll Verizon entzogen werden
- Musk behauptet, das bestehende System stehe kurz vor dem Zusammenbruch
- SpaceX-Team arbeitet bereits an 'neuen, besseren und sicheren' Systemen
- Übliche Vergabeprozesse werden bei der Auftragsvergabe offenbar missachtet
- Hintergrund sind schwere Flugzeugunfälle mit über 60 Todesopfern
- Ranghohe FAA-Mitarbeiter weigern sich, Verträge mit Starlink zu unterzeichnen
Siehe auch:
- SpaceX kommt: Trump streicht hunderte Jobs bei der US-Flugsicherung
- Nach drei schweren Unglücken: Musk soll US-Flugsicherung umbauen
- 16.000 Flüge gestrichen: Frankreich braucht Flugsicherungs-Update
- Software-Störung bei der Flugsicherung steigert Chaos im Luftverkehr
- Kurz vor 5G-Erweiterung bekommt Flugsicherheit plötzlich kalte Füße
Thema:
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