'Gefährliches' Tablet: iPad zwingt Lufthansa-Jumbo zu Notlandung

Ein A380 von Lufthansa musste notlanden, nachdem sich das Apple-Tablet eines Passagiers in einem Sitz verklemmt hatte. Das beschädigte iPad zeigte bereits Verformungen und stellte ein potenzielles Brandrisiko durch den Lithium-Akku dar.
Luftfahrt, Boeing, Flughafen, Airbus, Flugverkehr, Flugzeuge, Luftfahrzeuge, Fliegerei, Landebahn, Startbahn, Airbus A380, Passagierjet

iPad zwingt Lufthansa-Jumbojet zur Notlandung

Ein Lufthansa-Airbus A380 auf dem Weg von Los Angeles nach München musste am 23. April 2025 außerplanmäßigen Stopp in Boston einlegen. Der Grund war ein iPad, das sich im Mechanismus eines Business-Class-Sitzes verklemmt hatte. Die Crew des Fluges traf die Entscheidung zur Notlandung, weil der Akku des Geräts laut ihrer Einschätzung ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellte.

Der Flug LH453 mit 461 Passagieren an Bord befand sich etwa drei Stunden nach dem Start über Kanada, als die Besatzung die Umleitung einleitete. Das Tablet zeigte bereits sichtbare Verformungen durch die Bewegungen des Sitzmechanismus. Bei Lithium-Ionen-Akkus, wie sie in iPads von Apple verbaut sind, kann eine Beschädigung zu einer gefährlichen Kettenreaktion führen. Im schlimmsten Fall droht ein Brand oder sogar eine Explosion.


Techniker mussten Tablet entfernen

Wie The Aviation Herald und Simple Flying berichten, befand sich der A380 zum Zeitpunkt der Umleitung auf einer Höhe von etwa 35.000 Fuß (ca. 11 Kilometer), rund 300 Seemeilen nordwestlich von Winnipeg. Trotz der dreistündigen Flugzeit nach Boston entschied sich die Crew gemeinsam mit der Flugsicherung für diese Vorsichtsmaßnahme.

"Bei Lufthansa hat die Sicherheit unserer Passagiere und Besatzung stets oberste Priorität. Die Umleitung war eine reine Vorsichtsmaßnahme", erklärte ein Unternehmenssprecher. Nach der Landung in Boston konnte ein Team von Lufthansa Technik das beschädigte Gerät sicher entfernen. Der Flug setzte seine Reise nach einer 90-minütigen Bodenzeit fort und erreichte München mit einer dreistündigen Verspätung.

Sicherheitsrisiko Lithium

Vorfälle mit Lithium-Ionen-Akkus in der Luftfahrt häufen sich. Erst im März 2025 musste ein Air France Boeing 777 nach Paris zurückkehren, nachdem ein Passagier sein Mobiltelefon im Flugzeug verloren hatte. Anfang des Jahres kam es zudem zu Bränden bei Southwest Airlines und Air Busan, wobei bei letzterem ein geparkter Airbus A321 vollständig zerstört wurde.

Die Risiken von Lithium-Akkus in der Luftfahrt werden zunehmend ernster genommen. Viele Fluggesellschaften haben mittlerweile strenge Regeln für Akkus erlassen, die etwa das Aufladen von Powerbanks während des Fluges oder deren Platzierung in Gepäckfächern verbieten. Der Vorfall mit dem Lufthansa-Flug unterstreicht jetzt noch einmal, wie ernst die Lufthansa und andere Unternehmen die Risiken nehmen.

Was haltet ihr von diesem Vorfall? War die Notlandung die richtige Entscheidung oder eine völlig übertriebene Reaktion? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Lufthansa A380 musste wegen verklemmtem iPad notlanden
  • Beschädigtes Tablet stellte durch Lithium-Akku potenzielles Brandrisiko dar
  • Flug LH453 von Los Angeles nach München mit 461 Passagieren an Bord
  • Umleitung erfolgte nach drei Flugstunden über Kanada auf 35.000 Fuß Höhe
  • Lufthansa Technik entfernte Gerät, Flug erreichte München mit Verspätung
  • Vorfälle mit Lithium-Ionen-Akkus in der Luftfahrt häufen sich zunehmend
  • Fluggesellschaften erlassen strenge Richtlinien für Umgang mit Akkus

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!