Protest gegen KI: Mehr als 1000 Musiker veröffentlichen "stilles Album"
Über 1000 Musiker veröffentlichen als Protest gegen geplante Änderungen im britischen Urheberrecht ein "stilles Album". Künstler wie Kate Bush und Damon Albarn warnen vor den Folgen, wenn KI-Firmen ungehindert auf geschützte Werke zugreifen dürfen.
Das Album mit dem Titel "Is This What We Want?" enthält Aufnahmen von leeren Studios und Aufführungsräumen. Es soll symbolisch die befürchteten Auswirkungen der Gesetzesänderungen auf die Lebensgrundlage der Künstler darstellen. Zu den prominenten Unterstützern gehören Kate Bush, Damon Albarn, Annie Lennox, Yusuf alias Cat Stevens und viele weitere namhafte Musiker.
Die Kritik der Musiker richtet sich vor allem gegen die Umkehrung des Urheberrechtsprinzips. Bislang haben Urheber die exklusive Kontrolle über die Nutzung ihrer Werke. Die geplanten Änderungen würden das im Wesentlichen aushebeln. Ed Newton-Rex, Organisator des stillen Albums und Gründer der gemeinnützigen Organisation Fairly Trained, warnt:
Newton-Rex ist selbst kein Unbekannter in der KI-Branche. Er gründete einst Jukedeck, eine KI-basierte Musikkompositionsplattform, die später von TikTok übernommen wurde.
Die britische Regierung verteidigt aber ihre Pläne und betont, dass das derzeitige Urheberrechtsregime die Kreativwirtschaft, Medien und den KI-Sektor daran hindere, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Man wolle einen Ansatz finden, der die Interessen sowohl der KI-Entwickler als auch der Rechteinhaber schütze und beiden Seiten das Wachstum ermögliche.
Was haltet ihr von diesem Konflikt zwischen KI-Entwicklung und Urheberrechtsschutz? Könnt ihr die Sorgen der Künstler nachvollziehen oder seht ihr eher Chancen in der KI-Nutzung? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
Leere Studios als lauter Protest
Die britische Musikwelt protestiert derzeit nahezu geschlossen gegen ein Vorhaben ihrer Regierung: Mehr als 1000 renommierte Künstler haben ein Album veröffentlicht, das nur aus Stille besteht. Mit diesem ungewöhnlichen Schritt stellen sich die Künstler*innen gegen geplante Änderungen im britischen Urheberrecht, die es KI-Unternehmen erlauben würden, urheberrechtlich geschützte Werke ohne Erlaubnis für das Training ihrer Modelle zu nutzen.Das Album mit dem Titel "Is This What We Want?" enthält Aufnahmen von leeren Studios und Aufführungsräumen. Es soll symbolisch die befürchteten Auswirkungen der Gesetzesänderungen auf die Lebensgrundlage der Künstler darstellen. Zu den prominenten Unterstützern gehören Kate Bush, Damon Albarn, Annie Lennox, Yusuf alias Cat Stevens und viele weitere namhafte Musiker.
Großbritannien als "KI-Supermacht"?
Wie Reuters berichtet, zielen die vorgeschlagenen Änderungen darauf ab, Großbritannien als "KI-Supermacht" zu positionieren. Sie würden es KI-Entwicklern ermöglichen, ihre Modelle mit jedem Material zu trainieren, zu dem sie rechtmäßigen Zugang haben. Künstler müssten aktiv widersprechen, um die Verwendung ihrer Werke zu verhindern.Die Kritik der Musiker richtet sich vor allem gegen die Umkehrung des Urheberrechtsprinzips. Bislang haben Urheber die exklusive Kontrolle über die Nutzung ihrer Werke. Die geplanten Änderungen würden das im Wesentlichen aushebeln. Ed Newton-Rex, Organisator des stillen Albums und Gründer der gemeinnützigen Organisation Fairly Trained, warnt:
Der Vorschlag der Regierung würde das Lebenswerk der Musiker des Landes kostenlos an KI-Unternehmen übergeben und diesen erlauben, die Arbeit der Musiker auszunutzen, um mit ihnen in Konkurrenz zu treten. Es ist ein Plan, der nicht nur für Musiker katastrophal wäre, sondern auch völlig unnötig ist: Großbritannien kann bei der KI führend sein, ohne unsere weltweit führende Kreativindustrie zu opfern.
Newton-Rex ist selbst kein Unbekannter in der KI-Branche. Er gründete einst Jukedeck, eine KI-basierte Musikkompositionsplattform, die später von TikTok übernommen wurde.
Die britische Regierung verteidigt aber ihre Pläne und betont, dass das derzeitige Urheberrechtsregime die Kreativwirtschaft, Medien und den KI-Sektor daran hindere, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Man wolle einen Ansatz finden, der die Interessen sowohl der KI-Entwickler als auch der Rechteinhaber schütze und beiden Seiten das Wachstum ermögliche.
Was haltet ihr von diesem Konflikt zwischen KI-Entwicklung und Urheberrechtsschutz? Könnt ihr die Sorgen der Künstler nachvollziehen oder seht ihr eher Chancen in der KI-Nutzung? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Über 1000 Musiker veröffentlichen stilles Album gegen Urheberrechtsänderung
- Geplante Änderung erlaubt KI-Firmen Nutzung geschützter Werke ohne Erlaubnis
- Prominente Unterstützer wie Kate Bush und Damon Albarn warnen vor Folgen
- Album 'Is This What We Want?' symbolisiert befürchtete Auswirkungen
- Großbritannien will sich als 'KI-Supermacht' positionieren
- Kritik: Umkehrung des Urheberrechtsprinzips bedroht Lebensgrundlage
- Die Regierung betont Wachstumschancen für Kreativwirtschaft und den KI-Sektor
Siehe auch:
- Windows 11 für Musiker: Insider können MIDI-2.0-Integration testen
- Musik-Streaming wird teurer: Amazon Music Unlimited passt Preise an
- GEMA verklagt das Musik-KI-Unternehmen Suno
- Suno-Chef: Menschen machen bisher nicht gerne Musik - deshalb KI!
- Viele Musiker stellen sich in 621-Mio.-$-Klage hinters Internet Archive
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