Mann gesteht, mit KI-Musik Streamingdienste abgezockt zu haben
Für Streaming-Plattformen wirkten die täglichen Abrufe von KI-generierter Musik wie die Klicks echter Zuhörer. Tatsächlich steckte ein massives Bot-Netzwerk hinter den Zahlen. Nun muss der geständige Betrüger über acht Millionen Dollar zurückzahlen.
Im Rahmen einer Einigung mit der Staatsanwaltschaft akzeptierte Smith eine Rückzahlung von 8.091.844 Dollar (rund sieben Millionen Euro). Damit ist seine Bestrafung aber nicht komplett: Das zuständige Gericht wird das Strafmaß im Sommer 2026 festlegen. Dem Angeklagten drohen bis zu fünf Jahre Haft für seine Manipulationen am Lizenzsystem der Musikindustrie.
Um die Betrugserkennungs-Algorithmen von Plattformen wie Spotify, Apple Music und Amazon Music zu umgehen, kaufte Smith E-Mail-Adressen in großen Mengen. Er beauftragte zudem einen Entwickler, um den Prozess zu automatisieren. Damit die Masse an Titeln nicht auffiel, generierte das System zufällige Künstler- und Songnamen wie Calliope Bloom oder Zymeology.
Für die Erstellung der Musikabfolgen kooperierte Smith mit dem Geschäftsführer eines Unternehmens für KI-Musik und einem Musikpromoter. Sie lieferten ihm monatlich Tausende neue Tracks. Jeder der von Smith kontrollierten Accounts spielte täglich durchschnittlich 636 seiner KI-Songs ab, was insgesamt über 660.000 Streams pro Tag ergab.
Glaubt ihr, dass Streaming-Dienste genug gegen solche KI-Manipulationen unternehmen? Schreibt uns eure Meinung gerne unten in die Kommentare!
Siehe auch:
Betrug mit KI-Musik vor Gericht
Michael Smith, ein 54-jähriger Mann aus North Carolina, hat vor einem US-Bundesgericht gestanden, Musik-Streaming-Dienste systematisch betrogen zu haben. Durch den massenhaften Einsatz von künstlicher Intelligenz und automatisierten Bots generierte er über Jahre hinweg Milliarden gefälschter Abrufe. Die Anklage lautet auf Verschwörung zum Betrug mittels Drahtkommunikation.Im Rahmen einer Einigung mit der Staatsanwaltschaft akzeptierte Smith eine Rückzahlung von 8.091.844 Dollar (rund sieben Millionen Euro). Damit ist seine Bestrafung aber nicht komplett: Das zuständige Gericht wird das Strafmaß im Sommer 2026 festlegen. Dem Angeklagten drohen bis zu fünf Jahre Haft für seine Manipulationen am Lizenzsystem der Musikindustrie.
Tausende Bots im Dauereinsatz
Das Vorgehen des Angeklagten war technisch komplex. Wie Rolling Stone berichtet, verteilte Smith die Streams auf über tausend verschiedene Accounts. Er erstellte Hunderttausende von KI-generierten Songs und nutzte Bot-Accounts, um diese Titel ununterbrochen abzuspielen. Das simulierte das Verhalten menschlicher Hörer.Um die Betrugserkennungs-Algorithmen von Plattformen wie Spotify, Apple Music und Amazon Music zu umgehen, kaufte Smith E-Mail-Adressen in großen Mengen. Er beauftragte zudem einen Entwickler, um den Prozess zu automatisieren. Damit die Masse an Titeln nicht auffiel, generierte das System zufällige Künstler- und Songnamen wie Calliope Bloom oder Zymeology.
Für die Erstellung der Musikabfolgen kooperierte Smith mit dem Geschäftsführer eines Unternehmens für KI-Musik und einem Musikpromoter. Sie lieferten ihm monatlich Tausende neue Tracks. Jeder der von Smith kontrollierten Accounts spielte täglich durchschnittlich 636 seiner KI-Songs ab, was insgesamt über 660.000 Streams pro Tag ergab.
Schaden in Millionenhöhe
Für die Server der Anbieter sahen die Datenströme wie legitime Nutzung aus. Der finanzielle Schaden für die Rechteinhaber ist immens. Smith nahm durch sein System monatlich fast 100.000 Dollar ein. Über die Jahre flossen so Millionenbeträge an ihn, die eigentlich echten Künstlern und Songwritern zugestanden hätten. Laut Staatsanwaltschaft war der Diebstahl real, auch wenn Smith fiktive Musik für fiktive Zuhörer schuf.Glaubt ihr, dass Streaming-Dienste genug gegen solche KI-Manipulationen unternehmen? Schreibt uns eure Meinung gerne unten in die Kommentare!
Zusammenfassung
- 54-Jähriger aus North Carolina gesteht Betrug an Streamingdiensten
- Er nutzte KI-generierte Musik und Bots für Milliarden falscher Abrufe
- Smith muss rund acht Millionen Dollar an die Justiz zurückzahlen
- Über tausend Accounts spielten täglich etwa 660.000 KI-Streams ab
- Dem Angeklagten drohen zusätzlich bis zu fünf Jahre Gefängnisstrafe
- Gekaufte E-Mail-Adressen halfen, Betrugserkennungssysteme zu umgehen
- Monatlich kassierte Smith fast 100.000 Dollar auf Kosten echter Künstler
Siehe auch:
- Gemini-KI von Google erzeugt jetzt Musik mit Texten & Album-Cover
- 97 % der Menschen können KI-Musik nicht von echter unterscheiden
- 20.000 Tracks täglich: KI-Musik überflutet Streamingdienst Deezer
- Protest gegen KI: Mehr als 1000 Musiker veröffentlichen "stilles Album"
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