GEMA verklagt das Musik-KI-Unternehmen Suno
Die GEMA klagt gegen das auf KI-Musik spezialisierte Unternehmen Suno wegen mutmaßlicher Urheberrechtsverletzungen. Vorwurf: Suno nutzt für sein KI-Tool geschützte Musikaufnahmen ohne Lizenzierung. Und die Beispiele, die die GEMA liefert, sind durchaus eindeutig.
Der Vorwurf wiegt schwer: Suno soll für sein KI-gestütztes Musiktool geschützte Aufnahmen weltbekannter Songs verwenden, ohne dafür eine Lizenz zu erwerben oder die Urheber zu vergüten. Es ist nicht das erste Mal, dass die GEMA einen derartigen Schritt unternimmt, denn im vergangenen November hat man Klage gegen ChatGPT-Entwickler OpenAI eingereicht.
Das KI-Tool von Suno ermöglicht es Nutzern, durch einfache Textbefehle Audioinhalte zu generieren. Die GEMA konnte nachweisen, dass das System dabei Inhalte ausgibt, die in Melodie, Harmonie und Rhythmus stark an bekannte Werke erinnern. Betroffen sind unter anderem Songs wie "Forever Young" von Alphaville, "Atemlos" von Helene Fischer und "Mambo No. 5" von Lou Bega. Nachhören kann man die laut GEMA "KI-Plagiate" auf einer eigenen Seite und man muss hier zweifellos zugeben, dass die beiden Beispiele "Daddy Cool" von Boney M. und "Forever Young" von Alphaville in ihren KI-Versionen kaum von den Originalen zu unterscheiden sind.
Siehe auch:
GEMA vs. Suno Inc.
Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, besser bekannt unter ihrer Abkürzung GEMA, hat den nächsten Schritt im Kampf um faire Vergütung in der KI-Branche unternommen. Denn die GEMA hat das US-amerikanische Unternehmen Suno Inc. beim Landgericht München verklagt.Der Vorwurf wiegt schwer: Suno soll für sein KI-gestütztes Musiktool geschützte Aufnahmen weltbekannter Songs verwenden, ohne dafür eine Lizenz zu erwerben oder die Urheber zu vergüten. Es ist nicht das erste Mal, dass die GEMA einen derartigen Schritt unternimmt, denn im vergangenen November hat man Klage gegen ChatGPT-Entwickler OpenAI eingereicht.
Das KI-Tool von Suno ermöglicht es Nutzern, durch einfache Textbefehle Audioinhalte zu generieren. Die GEMA konnte nachweisen, dass das System dabei Inhalte ausgibt, die in Melodie, Harmonie und Rhythmus stark an bekannte Werke erinnern. Betroffen sind unter anderem Songs wie "Forever Young" von Alphaville, "Atemlos" von Helene Fischer und "Mambo No. 5" von Lou Bega. Nachhören kann man die laut GEMA "KI-Plagiate" auf einer eigenen Seite und man muss hier zweifellos zugeben, dass die beiden Beispiele "Daddy Cool" von Boney M. und "Forever Young" von Alphaville in ihren KI-Versionen kaum von den Originalen zu unterscheiden sind.
GEMA fordert Lizenzierung und faire Vergütung
Laut einer Pressemitteilung der GEMA (via Caschy) zeigen die Ergebnisse deutlich, dass Suno Inc. das Repertoire der GEMA systematisch für das Training seines Musiktools genutzt habe und dieses nun kommerziell verwertet, ohne die Urheberinnen und Urheber der Werke finanziell zu beteiligen. Dr. Tobias Holzmüller, Vorstandsvorsitzender der GEMA, dazu:Menschliche Kreativität ist die Grundlage jeder generativen KI. Doch in diesem Markt fehlt es bisher an elementaren Prinzipien wie Transparenz, Fairness und Respekt. KI-Anbieter wie Suno Inc. nutzen die Werke unserer Mitglieder ohne deren Zustimmung und profitieren finanziell davon. Gleichzeitig konkurriert der so generierte Output mit den von Menschen geschaffenen Werken und entzieht ihnen die wirtschaftliche Grundlage. Die GEMA strebt partnerschaftliche Lösungen mit den KI-Unternehmen an. Aber das funktioniert nicht ohne Einhaltung der erforderlichen Grundregeln eines fairen Miteinanders und vor allem funktioniert es nicht ohne den Erwerb von Lizenzen.Die Debatte um KI-generierte Musik ist nicht neu. Bereits 2023 sorgte ein KI-generierter Song im Stil von Drake und The Weeknd für Aufsehen und Diskussionen. Die Frage ist natürlich, ob und inwieweit man den Geist per Klagen wieder in die Flasche zurückbekommt.
Zusammenfassung
- GEMA verklagt KI-Musik-Unternehmen Suno wegen Urheberrechtsverletzungen
- Vorwurf: Nutzung geschützter Musikaufnahmen ohne Lizenzierung für KI-Tool
- KI-generierte Songs ähneln stark bekannten Werken wie 'Forever Young'
- GEMA fordert faire Vergütung und Lizenzen für KI-Nutzung von Musikwerken
- Debatte um KI-generierte Musik und deren Auswirkungen auf die Branche
- GEMA strebt partnerschaftliche Lösungen mit KI-Unternehmen an
- Klage soll Grundregeln für faires Miteinander in der KI-Musikbranche setzen
Siehe auch:
- Suno-Chef: Menschen machen bisher nicht gern Musik - deshalb KI!
- Sony erklärt KI-Musik den Krieg und warnt alle Technik-Unternehmen
- Raspberry Pi + KI: So stoppt man nervige Musik in der Nachbarschaft
- Labels wegen KI unter Druck: YouTube handelt Zukunft der Musik aus
- Meta startet KI-Tools "AudioCraft" zur Erzeugung von Musik und Sounds
Thema:
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