NordVPN: Unser neues Protokoll kommt an VPN-Blockern vorbei
NordVPN hat ein neues Protokoll namens NordWhisper angekündigt, das es ermöglichen soll, VPN-Sperren zu umgehen. Das Unternehmen behauptet, dass das neue Protokoll den normalen Internetverkehr nachahmt, und sich so vor Blockade-Versuchen versteckt.
Das Problem besteht hier hauptsächlich darin, dass eine VPN-Verbindung ein fest installierter Daten-Tunnel zwischen dem Nutzer und einem Server des Diensteanbieters ist. Dadurch kann die Verbindung auch dann identifiziert werden, wenn sie beispielsweise über Ports etabliert wird, die eigentlich andere Dienste nutzen.
NordVPN behauptet nun, einen Weg gefunden zu haben, den Traffic seines Dienstes wie normalen Datenverkehr anderer Dienste aussehen zu lassen - räumt aber ein, dass dies möglicherweise nicht immer perfekt funktioniert. Das Unternehmen gibt auch an, dass das NordWhisper-Protokoll möglicherweise eine höhere Latenz verursacht.
Insbesondere China und Russland haben die Nutzung von VPNs stark eingeschränkt und beispielsweise auch Apple gezwungen, entsprechende Apps aus dem App Store zu entfernen. Russland hat sogar getestet, seine inländische Internetverbindung zum globalen Web vollständig zu kappen. Aber im Moment scheinen VPNs dort noch zu funktionieren. Wie gut das neue Protokoll dann beispielsweise auch bei der chinesischen Sperr-Infrastruktur funktioniert, wird sich zeigen müssen.
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Tarnung als Web-Traffic
VPNs sind nicht nur eine Möglichkeit, Internetaktivitäten aus Datenschutzgründen zu verschleiern oder auf geografisch beschränkte Medien zuzugreifen. Sie sind besonders hilfreich in Ländern, in denen autoritäre Regime versuchen, den Informationsfluss der Bürger zu kontrollieren. Bisher fällt es diesen aber auch leicht, den von VPNs kommenden Traffic zu identifizieren und zu blockieren.Das Problem besteht hier hauptsächlich darin, dass eine VPN-Verbindung ein fest installierter Daten-Tunnel zwischen dem Nutzer und einem Server des Diensteanbieters ist. Dadurch kann die Verbindung auch dann identifiziert werden, wenn sie beispielsweise über Ports etabliert wird, die eigentlich andere Dienste nutzen.
NordVPN behauptet nun, einen Weg gefunden zu haben, den Traffic seines Dienstes wie normalen Datenverkehr anderer Dienste aussehen zu lassen - räumt aber ein, dass dies möglicherweise nicht immer perfekt funktioniert. Das Unternehmen gibt auch an, dass das NordWhisper-Protokoll möglicherweise eine höhere Latenz verursacht.
Schrittweiser Rollout
Das Protokoll wird zunächst für Benutzer unter Windows, Linux und Android eingeführt. Die Unterstützung für andere Plattformen wird in Zukunft folgen. Über genaue Termine wurden allerdings noch keine Angaben gemacht.Insbesondere China und Russland haben die Nutzung von VPNs stark eingeschränkt und beispielsweise auch Apple gezwungen, entsprechende Apps aus dem App Store zu entfernen. Russland hat sogar getestet, seine inländische Internetverbindung zum globalen Web vollständig zu kappen. Aber im Moment scheinen VPNs dort noch zu funktionieren. Wie gut das neue Protokoll dann beispielsweise auch bei der chinesischen Sperr-Infrastruktur funktioniert, wird sich zeigen müssen.
Zusammenfassung
- NordVPN kündigt neues Protokoll 'NordWhisper' zur Umgehung von Sperren an
- Protokoll soll VPN-Traffic wie normalen Internetverkehr erscheinen lassen
- Nutzen von VPNs in Ländern mit eingeschränkter Informationsfreiheit
- Mögliche Nachteile: höhere Latenz und nicht immer perfekte Tarnung
- Zunächst für Windows, Linux und Android verfügbar
- Einsatz in Ländern mit strikter VPN-Kontrolle wie China und Russland
- Wirksamkeit gegen fortschrittliche Sperr-Infrastrukturen noch zu testen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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