iOS und Android: VPN-Apps haben geheime Verbindungen nach China
Zahlreiche VPN-Apps, die in den App-Stores Apples und Googles zu finden sind, verfügen über verdeckte Verbindungen nach China. Hinsichtlich des Datenschutzes, den solche Angebote versprechen, ist das ein gewaltiges Problem.
Besonders brisant sei es, dass mehrere dieser VPN-Anbieter Verbindungen zur chinesischen Cybersicherheitsfirma Qihoo 360 haben, die bereits von der US-Regierung sanktioniert wurde. Zwei der betroffenen Apps sind sowohl im Apple- als auch im Google-Store erhältlich, zwei weitere ausschließlich bei Google.
Bereits im April hatte das TTP mehr als 20 VPN-Apps mit chinesischem Hintergrund in Apples App Store identifiziert. Infolgedessen entfernte Apple drei Apps mit Verbindungen zu Qihoo 360. Dennoch betont die Organisation, dass der Großteil der betroffenen Anwendungen weiterhin verfügbar sei - ohne jegliche Warnung an die Nutzer.
Michelle Kuppersmith, Direktorin der übergeordneten Organisation Campaign for Accountability, kritisiert: "Apple und Google ignorieren weiterhin bekannte Sicherheitsbedenken und ermöglichen es diesen Apps, amerikanische Nutzer potenziell auszuspionieren." Sie stellt offen die Frage, ob wirtschaftliche Interessen der Konzerne hinter der Untätigkeit stehen.
Die Debatte um den Schutz von Nutzerdaten in Zusammenhang mit chinesischen Unternehmen ist nicht neu - sie steht auch im Zentrum der Diskussionen um TikTok. Trotz eines Gesetzes, das eine Trennung von TikTok und dem chinesischen Mutterkonzern ByteDance fordert, bleibt die App in den USA weiterhin verfügbar. Ein endgültiger Entscheid könnte am 19. Juni fallen - eine erneute Fristverlängerung wird jedoch bereits diskutiert.
Die betroffenen Apps im Apple App Store:
Die betroffenen Apps im Google Play Store:
Siehe auch:
Sanktioniertes Qihoo 360 beteiligt
Aufgedeckt wurden die Verbindungen durch einen neuen Bericht des Tech Transparency Project (TTP). Demnach sind mindestens 13 VPN-Apps im Apple App Store und 11 im Google Play Store betroffen. Diese Anwendungen weisen direkte oder indirekte Beziehungen zu Firmen in China auf - einem Land, in dem Unternehmen gesetzlich verpflichtet sind, auf Anfrage Nutzerdaten an staatliche Stellen weiterzugeben.Besonders brisant sei es, dass mehrere dieser VPN-Anbieter Verbindungen zur chinesischen Cybersicherheitsfirma Qihoo 360 haben, die bereits von der US-Regierung sanktioniert wurde. Zwei der betroffenen Apps sind sowohl im Apple- als auch im Google-Store erhältlich, zwei weitere ausschließlich bei Google.
Bereits im April hatte das TTP mehr als 20 VPN-Apps mit chinesischem Hintergrund in Apples App Store identifiziert. Infolgedessen entfernte Apple drei Apps mit Verbindungen zu Qihoo 360. Dennoch betont die Organisation, dass der Großteil der betroffenen Anwendungen weiterhin verfügbar sei - ohne jegliche Warnung an die Nutzer.
Michelle Kuppersmith, Direktorin der übergeordneten Organisation Campaign for Accountability, kritisiert: "Apple und Google ignorieren weiterhin bekannte Sicherheitsbedenken und ermöglichen es diesen Apps, amerikanische Nutzer potenziell auszuspionieren." Sie stellt offen die Frage, ob wirtschaftliche Interessen der Konzerne hinter der Untätigkeit stehen.
Apple: Kein Problem
Apple erklärte in einer Stellungnahme, man unterscheide nicht nach der Herkunft von App-Anbietern, solange diese den Richtlinien des Unternehmens und den geltenden Gesetzen entsprächen. VPN-Apps seien verpflichtet, transparent über Datenerhebung und -nutzung zu informieren und dürften keine Daten an Dritte weitergeben.Die Debatte um den Schutz von Nutzerdaten in Zusammenhang mit chinesischen Unternehmen ist nicht neu - sie steht auch im Zentrum der Diskussionen um TikTok. Trotz eines Gesetzes, das eine Trennung von TikTok und dem chinesischen Mutterkonzern ByteDance fordert, bleibt die App in den USA weiterhin verfügbar. Ein endgültiger Entscheid könnte am 19. Juni fallen - eine erneute Fristverlängerung wird jedoch bereits diskutiert.
Die betroffenen Apps im Apple App Store:
- X-VPN - Super VPN & Best Proxy
- Ostrich VPN - Proxy Master
- VPN Proxy Master - Super VPN
- Turbo VPN Private Browser
- VPNIFY - Unlimited VPN
- VPN Proxy OvpnSpider
- WireVPN - Fast VPN & Proxy
- Now VPN - Best VPN Proxy
- Speedy Quark VPN - VPN Proxy
- Best VPN Proxy AppVPN
- HulaVPN - Best Fast Secure VPN,
- Wirevpn - Secure & Fast VPN
- Pearl VPN
Die betroffenen Apps im Google Play Store:
- Turbo VPN - Secure VPN Proxy
- VPN Proxy Master - Safer VPN
- X-VPN - Private Browser VPN
- Speedy Quark VPN - VPN Master
- vpnify - Unlimited VPN Proxy
- Ostrich VPN - Proxy Unlimited
- Snap VPN: Super Fast VPN Proxy
- Signal Secure VPN - Robot VPN
- VPN Proxy OvpnSpider
- HulaVPN - Fast Secure VPN
- VPN Proxy AppVPN
Zusammenfassung
- VPN-Apps mit versteckten Verbindungen nach China in App Stores entdeckt
- Mindestens 13 Apps bei Apple und 11 bei Google weisen China-Beziehungen auf
- Mehrere Anbieter haben Verbindungen zur sanktionierten Firma Qihoo 360
- Apple entfernte drei Apps, Großteil bleibt jedoch ohne Nutzerwarnung verfügbar
- Kritiker vermuten wirtschaftliche Interessen hinter Untätigkeit der Konzerne
- Apple betont gleiche Behandlung aller Anbieter unabhängig von der Herkunft
- Die Debatte erinnert an die TikTok-Kontroverse, mit möglicher Entscheidung am 19. Juni
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