Neue Export-Einschränkungen für KI-Chips:
Nvidia hofft nun auf Trump
Der Chipkonzern Nvidia hat Kritik an neuen Exportbeschränkungen der scheidenden US-Regierung unter Präsident Joe Biden geäußert, die den globalen Handel mit KI-Chips einschränken sollen. Man hofft nun auf den anstehenden Regierungswechsel.
Die Regelung beschränkt den Export von KI-fokussierten Chips in die meisten Länder, die nicht als enge Verbündete wie Japan, das Vereinigte Königreich, Südkorea und auch Deutschland gelten. Für die meisten Staaten gibt es begrenzte Einschränkungen. Länder wie China, Russland und Iran werden vollständig vom Zugang zu diesen Technologien ausgeschlossen. Ziel sei es, ein "vertrauenswürdiges technologisches Ökosystem" aufzubauen und die nationale Sicherheit der USA zu schützen.
US-Handelsministerin Gina Raimondo betonte, dass die Regelungen darauf abzielen, die fortschrittlichste KI-Technologie zu schützen und sicherzustellen, dass diese nicht in die Hände von Gegnern gelangt. Gleichzeitig sollen Innovationen und Kooperationen mit Verbündeten gefördert werden.
Nvidia, ein führender Anbieter von Grafikprozessoren und KI-Chips, reagierte mit deutlicher Ablehnung. Ned Finkle, Vizepräsident für Regierungsangelegenheiten, kritisierte die Maßnahmen als "bürokratische Überregulierung" und "geheime Entscheidungsfindung". Die neuen Regeln würden die globale Wettbewerbsfähigkeit der USA untergraben und Innovationen behindern, erklärte das Unternehmen in einem Statement.
Die neuen Regelungen sollen 120 Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft treten. Bei Nvidia hofft man entsprechend darauf, dass die in wenigen Tagen ins Amt kommende Trump-Regierung sie zuvor zurücknimmt. Auch dies dürfte hinter der jüngsten Anbiederung des Konzerns an den designierten Präsidenten stehen.
Siehe auch:
- Neue US-Exportbeschränkungen für KI-Chips von Biden-Regierung erlassen
- Ziel: Schutz der US-Vorherrschaft in KI-Technologie und nationaler Sicherheit
- Export in verbündete Länder wie Deutschland weiterhin möglich
- Nvidia kritisiert Maßnahmen als 'bürokratische Überregulierung'
- Bis zu 80 Prozent des GPU-Marktes könnten betroffen sein
- Regelungen sollen 120 Tage nach Veröffentlichung in Kraft treten
- Nvidia hofft auf Rücknahme der Beschränkungen durch künftige Trump-Regierung
Weitreichendes Embargo
Ziel der neuen Regelungen ist es, die US-amerikanische Vorherrschaft in der KI-Technologie zu sichern und die Weitergabe kritischer Technologien an "nicht vertrauenswürdige" Länder zu verhindern - so zumindest erklärt es die US-Regierung. Diese hat dafür eine sogenannte "Final Rule on Artificial Intelligence Diffusion" veröffentlicht, berichtet das Magazin The Register.Die Regelung beschränkt den Export von KI-fokussierten Chips in die meisten Länder, die nicht als enge Verbündete wie Japan, das Vereinigte Königreich, Südkorea und auch Deutschland gelten. Für die meisten Staaten gibt es begrenzte Einschränkungen. Länder wie China, Russland und Iran werden vollständig vom Zugang zu diesen Technologien ausgeschlossen. Ziel sei es, ein "vertrauenswürdiges technologisches Ökosystem" aufzubauen und die nationale Sicherheit der USA zu schützen.
US-Handelsministerin Gina Raimondo betonte, dass die Regelungen darauf abzielen, die fortschrittlichste KI-Technologie zu schützen und sicherzustellen, dass diese nicht in die Hände von Gegnern gelangt. Gleichzeitig sollen Innovationen und Kooperationen mit Verbündeten gefördert werden.
Nvidia, ein führender Anbieter von Grafikprozessoren und KI-Chips, reagierte mit deutlicher Ablehnung. Ned Finkle, Vizepräsident für Regierungsangelegenheiten, kritisierte die Maßnahmen als "bürokratische Überregulierung" und "geheime Entscheidungsfindung". Die neuen Regeln würden die globale Wettbewerbsfähigkeit der USA untergraben und Innovationen behindern, erklärte das Unternehmen in einem Statement.
Nvidia warnt
Laut Nvidia könnten bis zu 80 Prozent des GPU-Marktes betroffen sein, was erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen hätte. Finkle warnte, dass die Regelungen weit über China hinausgehen und die Technologieentwicklung weltweit beeinflussen könnten. Auch für große Technologieunternehmen wie Microsoft und Amazon könnten die neuen Vorschriften zusätzliche Hürden schaffen, da sie für den Bau von Rechenzentren im Ausland spezielle Genehmigungen einholen müssten.Die neuen Regelungen sollen 120 Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft treten. Bei Nvidia hofft man entsprechend darauf, dass die in wenigen Tagen ins Amt kommende Trump-Regierung sie zuvor zurücknimmt. Auch dies dürfte hinter der jüngsten Anbiederung des Konzerns an den designierten Präsidenten stehen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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