Lockte Microsoft illegal mit 'Geschenken'? Behörde startet Ermittlungen

Hat Microsoft diverse US-Behörden mit einem unlauteren Lockangebot zu zahlenden Kunden gemacht, ohne dass es einen simplen Ausweg gibt? Diese Frage muss jetzt die US-Handelsaufsicht FTC klären, nachdem Vorwürfe gegen den Softwareriesen laut wurden.
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Behörden mit kostenlosen Sicherheitslösungen geködert?

Die US Federal Trade Commission (FTC) hat laut Bloomberg eine Untersuchung gestartet, in deren Mittelpunkt das Geschäftsgebaren von Microsoft steht. Der Softwarekonzern könnte illegal gehandelt haben, indem man US-Behörden zunächst kostenlos die Nutzung bestimmter Produkte anbot, bevor dann später eine kostenpflichtige langfristige Bindung erfolgt sein soll.

Das Portal ProPublica hatte zunächst berichtet, dass Microsoft sich einer möglicherweise illegalen Vertriebsstrategie bedient haben soll. So hatte der Konzern nach den aufsehenerregenden Sicherheitsvorfällen der letzten Jahre einigen US-Behörden angeboten, bestimmte Lösungen aus dem Bereich der Cybersecurity kostenlos als Teil ihrer bestehenden Verträge rund um Office zur Verfügung zu stellen, heißt es.


Allerdings wurden die Sicherheitslösungen nur in einer Art Testphase kostenlos angeboten, weshalb nach dem Ende dieser Zeit auf einmal eine Bindung an Microsoft zustande kam, weshalb die Behörden mittlerweile zusätzliche Ausgaben für die vormals kostenlos verfügbaren Produkte zahlen müssen.

Unter anderem wird kritisiert, dass Microsoft selbst für die massiven Sicherheitsprobleme mit seiner Software verantwortlich war. Dass der Konzern dann versucht habe, auch vor dem Schutz der Behörden vor Schwachstellen in seinen Produkten mit eigenen Sicherheitslösungen zu profitieren, wird von manchen Beobachtern als unlauterer Wettbewerb betrachtet.

Microsoft argumentiert laut dem Bericht damit, dass man mit der Bereitstellung der Sicherheitslösungen auf das nach den Angriffen bestehende dringende Schutzbedürfnisse der Behörden reagiert habe. Die FTC soll nun prüfen, ob Microsofts Vorgehen einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht der USA darstellt, weil der Konzern sich so unrechtmäßig einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschafft haben könnte.

Zusammenfassung
  • FTC untersucht Microsofts Geschäftspraktiken mit US-Behörden
  • Vorwurf: Kostenlose Cybersecurity-Produkte als spätere Kundenbindung
  • ProPublica berichtete über mögliche illegale Vertriebsstrategie
  • Kritik: Microsoft profitiert von eigenen Sicherheitsproblemen
  • Konzern verteidigt Vorgehen als Reaktion auf dringendes Schutzbedürfnis
  • Prüfung auf Verstoß gegen US-Wettbewerbsrecht durch die FTC
  • Verdacht auf unrechtmäßige Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenz

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