Space vs. Tabs für Code-Einrückung - Microsoft-Veteran wechselt Lager
Unter Programmierern gibt es viele polarisierende Debatten, die sich durch die Jahrzehnte ziehen. Das reicht vom besten Editor bis zur Frage, ob man Code mit Tabs oder Leerzeichen einrücken sollte. Ein Microsoft-Veteran wechselt bei letzterem nun das Lager.
"Damals, als wir nur 512 Kilobyte zur Verfügung hatten und in Pascal programmiert haben, waren Tabs sinnvoll", erklärte Osterman. "Wenn du für jede Einrückung acht Leerzeichen nutzt, verschwendest du Speicher. Ein Tab hingegen spart Platz, da es nur ein Byte belegt." Diese Einsparungen waren besonders in der Ära der Disketten relevant.
Heute jedoch sieht Osterman die Sache anders. Speicherplatz ist in der modernen Programmierung kein limitierender Faktor mehr, weshalb er nun Leerzeichen bevorzugt. Kritiker dürften hier anmerken, dass diese Einstellung zur Software führt, die unnötig viel Speicherplatz beansprucht, ohne nennenswerten Mehrwert zu bieten - was sich in immer größer werdenden Programmen niederschlägt.
Das lässt Osterman aber nicht gelten. Denn ein gut geschriebener Compiler sollte ohnehin unnötige Zeichen entfernen, solange der Code vor der Ausführung kompiliert und nicht zur Laufzeit interpretiert wird. Für den Microsoft-Veteranen ist der Vorteil der Leerzeichen vor allem ihre Konsistenz. "Leerzeichen funktionieren immer und sind immer gleich", sagte er.
Die Entscheidung muss daher vor allem auch in Unternehmen getroffen werden, in denen viele Programmierer am gleichen Code arbeiten. Hier sind zumindest in einzelnen Software-Projekten klare Entscheidungen für die Nutzung von Tabs oder Leerzeichen nötig. Im Zweifelsfall gebe es sicherlich zahlreiche Cloud-Anbieter, die gerne zusätzlichen Speicherplatz für überflüssige Leerzeichen verkaufen - wie Osterman mit einem Augenzwinkern anmerkte.
Siehe auch:
Eine Frage des Speicherplatzes
Larry Osterman war ursprünglich ein strenger Verfechter der Nutzung von Tabs. Der Entwickler, der seit über 40 Jahren bei Microsoft tätig ist, hat sich nun aber dem Team Leerzeichen angeschlossen. Denn inzwischen habe sich ein wesentlicher Faktor für die Entscheidung in dieser Auseinandersetzung geändert: Der verfügbare Speicherplatz."Damals, als wir nur 512 Kilobyte zur Verfügung hatten und in Pascal programmiert haben, waren Tabs sinnvoll", erklärte Osterman. "Wenn du für jede Einrückung acht Leerzeichen nutzt, verschwendest du Speicher. Ein Tab hingegen spart Platz, da es nur ein Byte belegt." Diese Einsparungen waren besonders in der Ära der Disketten relevant.
Microsoft-Veteran Larry Osterman über Leerzeichen und Tabs
Heute jedoch sieht Osterman die Sache anders. Speicherplatz ist in der modernen Programmierung kein limitierender Faktor mehr, weshalb er nun Leerzeichen bevorzugt. Kritiker dürften hier anmerken, dass diese Einstellung zur Software führt, die unnötig viel Speicherplatz beansprucht, ohne nennenswerten Mehrwert zu bieten - was sich in immer größer werdenden Programmen niederschlägt.
Das lässt Osterman aber nicht gelten. Denn ein gut geschriebener Compiler sollte ohnehin unnötige Zeichen entfernen, solange der Code vor der Ausführung kompiliert und nicht zur Laufzeit interpretiert wird. Für den Microsoft-Veteranen ist der Vorteil der Leerzeichen vor allem ihre Konsistenz. "Leerzeichen funktionieren immer und sind immer gleich", sagte er.
Hauptsache konsistent
Die Diskussion über Tabs und Leerzeichen wird wohl noch lange weitergehen, ähnlich wie die Debatten über Programmiersprachen wie Rust oder C im Linux-Umfeld oder den ewigen Streit zwischen den Texteditoren Vi und Emacs. Ostermans Empfehlung lautet jedoch klar: Egal für welche Methode man sich entscheidet, das Wichtigste ist, Tabs und Leerzeichen nicht zu vermischen. Denn dies kann den Code unübersichtlich und schwer wartbar machen - ein Albtraum für künftige Entwickler, die den Code pflegen müssen.Die Entscheidung muss daher vor allem auch in Unternehmen getroffen werden, in denen viele Programmierer am gleichen Code arbeiten. Hier sind zumindest in einzelnen Software-Projekten klare Entscheidungen für die Nutzung von Tabs oder Leerzeichen nötig. Im Zweifelsfall gebe es sicherlich zahlreiche Cloud-Anbieter, die gerne zusätzlichen Speicherplatz für überflüssige Leerzeichen verkaufen - wie Osterman mit einem Augenzwinkern anmerkte.
Zusammenfassung
- Microsoft-Veteran Larry Osterman wechselt von Tabs zu Leerzeichen
- Speicherplatz ist heute kein limitierender Faktor mehr in der Programmierung
- Osterman betont Konsistenz und Gleichheit der Leerzeichen als Vorteil
- Ein guter Compiler entfernt unnötige Zeichen, so Osterman
- Die Debatte um Tabs vs. Leerzeichen bleibt weiterhin aktuell
- Mischung aus Tabs und Leerzeichen kann Code schwer wartbar machen
- Klare Regeln in Teams wichtig für einheitliche Code-Einrückung
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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