Insider klärt Windows-Mythos auf:
So entstand der Blue Screen of Death

Sieht man ihn, heißt das nichts Gutes. Der berühmt-berüchtigte Blue Screen of Death unter Windows ist schon fast eine Art Berühmtheit. Doch wer ist der Vater des Bildschirms und seit wann gibt es ihn? Microsoft-Veteran Raymond Chen plaudert jetzt aus dem Nähkästchen.
Microsoft, Windows 10, Fehler, Hack, Bug, Computer, Schadsoftware, Fehlerbehebung, Bugs, Absturz, Crash, Error, Bluescreen, Fehlermeldung, Update Fehler, Windows 10 bugs, Windows 10 Bug, Fehlercode, Windows 10 Fehler, Softwarefehler, Achtung, Bluescreens, Attantion, Windows 10 Bluescreen, Hardwarefehler

Windows-Bluescreen verkündet Unheil

Im Rahmen des CrowdStrike-Vorfalls kam es aufgrund eines fehlerhaften Updates vor zwei Wochen weltweit zu Ausfällen von Windows-Systemen. Computer blieben in Bootloops stecken oder zeigten nur den berühmten Blue Screen of Death (BSoD) an. Doch woher kommt eigentlich die Anzeige und wer hat sie geschrieben? Microsoft-Veteran Raymond Chen verrät genau das jetzt in einem Post auf seinem Blog The Old New Thing.

Geschichte des BSoD

Immer wieder gab es im Internet Unstimmigkeiten darüber, wer der Urheber des blauen Bildschirms ist, den niemand gerne sieht. So schwirren die Namen von John Vert, Steve Ballmer und der von Chen selbst als Urheber umher. Alles richtig, meint Chen, denn es gibt nicht nur einen Bluescreen, sondern gleich drei.


Windows 3.1

Der erste davon sei eigentlich gar kein Bildschirm des Todes, sondern eher ein Bildschirm der "Unzufriedenheit", so Chen. Der tauchte zum ersten Mal unter Windows 3.1 auf und teilte den Nutzern mit, dass ein Windows-Programm nicht mehr reagiert. Den Text, der zu sehen ist, stammt von Steve Ballmer. Windows BSoD Geschichte Einen BSoD, wie wir ihn heute kennen, gab es zu der Zeit von Windows 3.1 nicht. Das System wurde schlicht beendet und man landete in der DOS-Konsole. Ein "Black Screen of Death" also, wie Chen es nennt. Windows BSoD Geschichte

Windows 95

Als Nächstes folgt Windows 95. Dieser blaue Bildschirm weist Nutzer auf einen Fehler im Kernel hin. Hier ist das mitgeteilte Problem also schon deutlich größer als bei Windows 3.1. Auch hier handelt es sich aber nicht um einen echten Bildschirm des Todes, denn das Betriebssystem lässt Nutzer die Nachricht einfach ignorieren. Für die finale Form des hier angezeigten Textes ist Chen verantwortlich. Windows BSoD Geschichte

Windows NT

Die dritte Variante des blauen Bildschirms, die unter Windows NT zum ersten Mal zu sehen war, stammt von John Vert. Auch hier geht es wieder um einen Kernel-Fehler. Sieht man diesen Bildschirm, ist das System dieses Mal allerdings unwiederbringlich verloren. Hier kann mal also von einem echten Blue Screen of Death sprechen, wie er auch nach dem missglückten CrowdStrike-Update zu sehen war. Windows BSoD Geschichte Der BSoD hat also eine lange Geschichte. Bleibt nur zu hoffen, dass wir ihn alle trotzdem so selten wie möglich zu Gesicht bekommen.

Zusammenfassung
  • Der Blue Screen of Death (BSoD) ist eine berüchtigte Fehleranzeige bei Windows
  • Raymond Chen, ein Microsoft-Veteran, klärt die Ursprünge des BSoD auf
  • Es gibt drei verschiedene Arten von Bluescreens, die im Laufe der Zeit entwickelt wurden
  • Der erste Bluescreen erschien bei Windows 3.1 und war eher ein Hinweis auf Programmfehler
  • Windows 95 führte einen Bluescreen ein, der auf Kernel-Fehler hinwies
  • Der echte BSoD wurde erstmals in Windows NT eingeführt
  • John Vert, Steve Ballmer und Raymond Chen sind jeweils die Autoren

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Microsofts Aktienkurs in Euro
Beliebte Microsoft-Downloads
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!