"Rassismus": Japanische Petition will Assassin's Creed Shadows stoppen

Noch vor seiner geplanten Veröffentlichung am 15. November 2024 sorgt der kommende Teil der Franchise für Aufregung. Besonders in Japan stören sich viele an dem Spiel und wollen die Darstellung der Charaktere nicht akzeptieren.
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Ubisoft

Kontroversen noch vor Veröffentlichung

Erst vor etwa vier Wochen hat Ubisoft den ersten Gameplay-Trailer zu seinem kommenden Spiel Assassin's Creed Shadows gezeigt. Wie von etlichen Fans schon seit Jahren gefordert, verschlägt es die mittlerweile 17 Jahre alte Franchise darin zum ersten Mal nach Japan. So sind die Hauptcharaktere der Geschichte eine weibliche Shinobi und einen afrikanisch-stämmiger Samurai namens Yasuke. Die Darstellung des männlichen Charakters im Spiel finden jedoch viele Japaner anstößig. Daher haben sie eine Petition gestartet, die den sofortigen Abbruch des Projekts fordert.

Petition fordert Entwicklungsstopp

Die Unterschriftensammlung auf change.org, die mittlerweile über 40.000 Unterstützer hinter sich vereinen konnte, spricht davon, dass "Ubisoft weiterhin die wahre Natur und Rolle der Samurai" missverstehe. Die Verfasser der Petition gehen sogar so weit zu sagen, es handele sich bei der Darstellung des Charakters um eine "schwere Beleidigung der japanischen Kultur und Geschichte und kann auch mit asiatischem Rassismus in Verbindung gebracht werden".


Was sich in den Kommentaren der Unterstützer herauskristallisiert, ist nicht die grundsätzliche Ablehnung des Spiels und seiner Inhalte. "Wenn es Fiktion ist, ist es akzeptabel", schreibt etwa Taya Yu. Würden Unwahrheiten allerdings als "getreu historischer Fakten" dargestellt, sei das aber nicht akzeptabel.

Probleme mit der Charakterdarstellung

Bei den angesprochenen Unwahrheiten geht zum Beispiel darum, dass Yasuke niemals, wie im Spiel dargestellt, ein echter Samurai gewesen sein soll. Viele werfen Ubisoft deshalb vor, dass sie auf diesem Wege eine Agenda der politischen Korrektheit verfolgen. Viele der Befürworter der Petition empfinden es im gleichen Sinne als unpassend, dass ein afrikanisch-stämmiger Charakter einer der beiden Protagonisten in einem Spiel ist, das in Japan stattfindet. Ubisoft würde "schwarze Menschen zu falschen Helden" machen, wie es Unterstützer Tetsuya Sato schreibt.

Änderungen am Spiel unwahrscheinlich

Dass Ubisoft die Arbeit an Assassin's Creed Shadows aufgrund der Unterschriftensammlung tatsächlich einstellt, ist praktisch ausgeschlossen. Auch, dass zu einem so späten Zeitpunkt in der Entwicklung des Spiels noch große Anpassungen vorgenommen werden können, ist mehr als fraglich. Trotzdem haben Kampagnen wie die hier vorliegende in den letzten Jahren immer wieder Erfolg. Mittlerweile ist die Bezeichnung Cancel Culture sicherlich vielen ein Begriff.

Sollte sich Ubisoft tatsächlich für eventuelle historische Ungenauigkeiten oder Unwahrheiten im Spiel entschuldigen? Oder handelt es sich bei den Unterstützern der Petition 'nur' um ein paar 'eingeschnappte Sensibelchen', die das Studio getrost ignorieren kann? Was denkt ihr darüber?

Zusammenfassung
  • Ubisoft zeigt Gameplay-Trailer von Assassin's Creed Shadows
  • Erstes Spiel der Reihe, dass in Japan spielt
  • Petition gegen das Spiel wegen gezeigter historischer Unwahrheiten
  • Über 40.000 Unterstützer sehen Fehldarstellung der japanischen Geschichte
  • Kritik an Ubisoft für vermeintliche politische Korrektheit im Spiel
  • Unterstützer fordern Stopp des Projekts wegen "asiatischem Rassismus"
  • Unwahrscheinlich, dass Ubisoft Entwicklung wegen Petition stoppt

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