Gekündigter Mitarbeiter löscht aus Rache satte 180 virtuelle Server

Es ist nie schön, gekündigt zu werden und so mancher Ex-Mitarbeiter hat Rachegelüste, da er sich ungerecht behandelt fühlt. Doch das, was ein Ex-Admin bei einer IT-Firma namens NCS aus Singapur machte, war doch einigermaßen radikal. Denn der Mann löschte 180 virtuelle Server.
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Adminrechte sollte man umgehend entziehen

Es ist sicherlich ein menschlicher Impuls, wenn man sich ärgert, weil man sich ungerecht behandelt fühlt, nachdem man den Job verloren hat. Auch der 39-jährige Kandula Nagaraju war mit seiner Entlassung nicht einverstanden, um es vorsichtig zu formulieren. Denn der 39-jährige Inder nutzte seine nach wie vor intakten Adminrechte, um sich Zugriff auf die Systeme des IT-Unternehmens zu verschaffen.

Dort wütete er regelrecht, denn Nagaraju löschte ganze 180 virtuelle Server und richtete damit einen massiven Schaden in Höhe von umgerechnet rund 635.000 Euro an. Wie Channel News Asia berichtet (via derStandard), wurde der 39-Jährige zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt.


Der Vorfall bzw. die Tat ereignete sich im Frühjahr 2023: Nagaraju wurde zuvor im Herbst 2022 wegen schlechter Arbeitsleistung gekündigt. Laut Gerichtsdokumenten war er "verwirrt und verärgert", als er von seiner Entlassung erfuhr. Er selbst war nämlich überzeugt, dass er während seiner Zeit bei NCS gute Leistungen erbracht und "einen wertvollen Beitrag" für das Unternehmen geleistet habe.

Konkret war Kandula Nagaraju in der Qualitätssicherung tätig, dort war er Mitglied eines 20-köpfigen Teams. Bei NCS handelt es sich um ein Unternehmen, das Informations-, Kommunikations- und Technologiedienstleistungen anbietet. Das gelöschte System war eine Konstellation zum Testen neuer Software.

Man kann hier allerdings nicht von einer Handlung sprechen, die aus einem Impuls entstanden ist: Denn Nagaraju griff auf das System nicht einmal zu, sondern verschaffte sich Januar und März gleich mehrfach Zugriff auf die Server.

Zusammenfassung
  • Ex-Admin bei NCS in Singapur löschte 180 virtuelle Server
  • Kandula Nagaraju nutzte seine Adminrechte nach der Kündigung
  • Löschaktion verursachte Schaden von rund 635.000 Euro
  • Nagaraju wurde zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt
  • Kündigung erfolgte wegen schlechter Arbeitsleistung im Herbst 2022
  • Nagaraju fühlte sich ungerecht behandelt und war verärgert
  • NCS bietet Informations-, Kommunikations- und Technologiedienstleistungen an

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