Apple will Mac-Chips in neuen Rechenzentren für seine KI-Server nutzen

Der US-Computerkonzern Apple setzt künftig auch in Rechenzentren verstärkt auf die hauseigenen ARM-basierten Prozessoren, die bisher nur in Client-Geräten verbaut wurden. In Servern sollen die ARM-Chips Dienste aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz ermöglichen.
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Apple-Server bald auch mit Apple-CPUs

Wie der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg unter Berufung auf eigene Quellen bei Apple berichtet, baut das weltweit wertvollste Unternehmen derzeit große Rechenzentren auf, um im weiteren Jahresverlauf immer mehr KI-Dienste einführen zu können. Die in den dort untergebrachten Servern verbauten Chips sollen dann all jene KI-Aufgaben erledigen, die nicht von den in iPhones, MacBooks, iPads und Macs lokal installierten Prozessoren verarbeitet werden können.

Um die KI-Server schnell an den Start zu bringen, setzt APple auf eigene Hardware in Form von Prozessoren, die bisher in seinen High-End-PCs wie dem Apple Mac Pro verbaut werden. Anfangs führt man deshalb unter anderem KI-Server auf Basis des Apple M2 Ultra ein, der seit dem letzten Jahr im Mac Pro und Mac Studio zum Einsatz kommt. Natürlich ist zeitnah ein Upgrade auf modernere Chips wie dem Apple M4 geplant.

Apple pocht auf Datensicherheit

Setzte Apple bisher fast ausschließlich darauf, die Daten seiner Kunden direkt vor Ort auf deren Geräten verarbeiten zu lassen, so muss man sich für die Einführung von Funktionen auf Basis einer generativen Künstlichen Intelligenz, wie sie durch Windows Copilot und vor allem OpenAIs ChatGPT bekannt gemacht wurden, wieder verstärkt auf serverseitige Dienste besinnen. Noch reicht die KI-Performance der in den Endgeräten laufenden Chips nämlich auch bei Apple nicht aus.

Laut dem Bericht hat Apple deshalb ein Projekt mit der Bezeichnung ACDC (Apple Chips in Data Centers) geschaffen, mit dem die für PC- und Smartphone-Verhältnisse extrem leistungsfähigen ARM-Chips aus Apples eigener Entwicklung auch in Rechenzentren verwendet werden sollen. Nach Meinung der Macher hinter dem Projekt sind die Daten der Kunden bei Apples Rechenzentren dank der Sicheren Enklave und anderen Sicherheitsfeatures durchaus sicher.

Apple will trotz des Aufbaus eigener Server-Kapazitäten mit eigenen Chips auch weiterhin auf sein bewährtes Modell setzen, den Großteil seiner Dienste über die Rechenzentren von Dritten abzuwickeln. Um die KI-Funktionen auf seinen Endgeräten zu ermöglichen, will man aber auch dafür sorgen, dass diese schnell immer mehr KI-Performance erhalten. Dazu werden in diesem Jahr erstmals sämtliche Mac-Varianten mit einem Apple M4 ausgerüstet.

Zusammenfassung
  • Apple nutzt ARM-Prozessoren jetzt auch in Rechenzentren
  • Eigene Chips ermöglichen KI-Dienste in Servern
  • Großaufbau von Rechenzentren für mehr KI-Dienste geplant
  • KI-Server starten mit Apple M2 Ultra, Upgrade auf M4 vorgesehen
  • Serverseitige Dienste nötig für generative KI-Funktionen
  • Projekt "ACDC" integriert leistungsfähige ARM-Chips in Server
  • Trotz neuer Server setzt Apple auf Dienste Dritter und verbessert Endgeräte-KI

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