Berliner Apple Store wird von "Free Kongo"-Aktivisten beschmiert

Aktivisten haben aus Protest gegen die Ausbeutung des Kongo durch Tech-Firmen den Berliner Apple Store in der Rosenthaler Straße großflächig mit Sprühfarbe besprüht. Die Gruppe gehört zu den Aktivisten von Fridays For Future (FFF).
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"Free Kongo"-Aktivisten mit Aktionen in Berlin

Apple wird vorgeworfen, in seiner Lieferkette sogenannte Konfliktmaterialien zu verwenden, die mit Milizen im Kongo in Verbindung stehen - daher hat sich FFF nun den Berliner Apple Store vorgenommen, um darauf aufmerksam zu machen. Das meldet der Tagesspiegel.

Apple hatte dabei schon vor einiger Zeit bekannt gegeben, dass das Unternehmen die Verwendung von Zinn, Wolfram und Tantal, die in der Region abgebaut werden, eingestellt und sich von Zulieferern getrennt habe, die dies taten.


Die Aktivisten von Fridays For Future (FFF) haben sich für ihre Aktion einen der beiden Apple-Läden in Berlin ausgesucht, um auf laut ihren Vorwürfen immer noch bestehenden Praktiken des Unternehmens aufmerksam zu machen.

Wie der Tagesspiegel berichtet, wurde der Laden im Rahmen des Aktionstages gegen Ausbeutung in der Demokratischen Republik Kongo mit roter Farbe beschmiert. Begleitet wurde die Aktion von Protesten und Plakaten, die auf die Ausbeutung im Kongo hinweisen. FFF beabsichtigt laut eigenen Angaben die Probleme nicht stillzuschweigen und die Öffentlichkeit mobilisieren, um ihr Kaufverhalten dementsprechend anzupassen.

Vorwürfe von FFF

"Mehr als 60 Prozent des Kobalts für die Apple- oder Tesla-Technologie kommt aus dem Kongo und bedeutet, dass Kinder im Alter von sieben Jahren anfangen müssen, in den Minen zu arbeiten", erklärte Dorcas Mugo von FFF in einer Stellungnahme, die der Zeitung vorliegt. "Die Bewohner werden vertrieben und von ihrem Land enteignet." Infografik Bergbau und Rohstoffe: Im Tech-Sektor nicht ohne KonfliktmineralienBergbau und Rohstoffe: Im Tech-Sektor nicht ohne Konfliktmineralien "Während Apple und Co. Gewinne machen", so die Erklärung weiter, "leben 70 Prozent der Kongolesen in extremer Armut und sind vom Hungertod bedroht."

Apple hatte dagegen erklärt, die Zusammenarbeit mit insgesamt einem Dutzend Zulieferern eingestellt zu haben, weil diese gegen den Verhaltenskodex für Apple-Zulieferer verstoßen haben.

Zusammenfassung
  • Aktivisten besprühten Berliner Apple Store aus Protest gegen Kongo-Ausbeutung
  • Gruppe gehört zu Fridays For Future und kritisiert Apples Lieferkette
  • Apple wird vorgeworfen, Konfliktmaterialien aus dem Kongo zu verwenden
  • Apple erklärte, Zusammenarbeit mit problematischen Zulieferern beendet zu haben
  • Aktion begleitet von Protesten und Plakaten gegen Ausbeutung
  • FFF möchte Öffentlichkeit mobilisieren und auf Kinderarbeit hinweisen
  • Laut FFF leben 70 Prozent der Kongolesen in extremer Armut und sind bedroht

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