Tesla Grünheide: Gemeinderat stimmt Ausbau-Plänen trotz Protesten zu
Der Elektroauto-Konzern Tesla kann sein Werk in Grünheide erweitern. Der Gemeinderat in Grünheide hat dem dafür nötigen neuen Bebauungsplan mit überraschender Deutlichkeit zugestimmt - trotz eines anderen Votums in einer Bürgerbefragung.
Das verbleibende Gelände kann man allerdings kaum noch weiter verkleinern. Denn Tesla will in dem Bereich gemeinsam mit der Deutschen Bahn einen Güterbahnhof für die Schienenanbindung des Werkes bauen. Das würde es ermöglichen, einen großen Teil der Transporte auf die Eisenbahn zu verlagern. Angesichts dessen, dass ein weiterer Ausbau der Produktionskapazitäten sonst bis zu 1900 LKW-Fahrten täglich durch die angrenzenden Gemeinden führen würden, fand so mancher Gemeindevertreter den neuen Plan dann doch zustimmenswert, berichtete der RBB.
Trotz der Änderungen polarisiert die Sache die Region. In der betroffenen Region des Kiefernforstes haben sich Aktivisten mit einem Protestcamp festgesetzt und gerade erst gab es mehrere Aktionstage gegen Tesla. Auf der anderen Seite begrüßt man in Brandenburg auch die Impulse, die von der Ansiedlung für die Region ausgehen, in der ein tiefgehender Transformationsprozess stattfindet und insbesondere das Ende der jahrzehntelangen Braunkohleförderung bevorsteht.
Ausgestanden dürfte die Sache trotzdem noch nicht sein. Die Bürgerinitiative vor Ort will gegen den Plan klagen. Einen Hebel sieht sie vor allem in der Tatsache, dass der Güterbahnhof auf den Flächen eines Wasserschutzgebietes stehen würde. Um die Wogen zu glätten, hätten auch Gemeindevertreter, die für den Plan stimmten, eine zweite Bürgerbefragung gut gefunden - allerdings wäre dies mit den Zeitplänen der Deutschen Bahn kollidiert. Ob es nun allerdings mit dem Beschluss und den angekündigten Klagen schneller geht, bleibt abzuwarten.
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Geänderte Planungen
Im Februar hatten sich 62 Prozent der Bürger gegen einen ursprünglichen Bebauungsplan ausgesprochen. Daraufhin wurden noch einmal größere Änderungen vorgenommen. So wurde die Fläche des zu rodenden Waldgebietes von 100 auf 50 Hektar reduziert, wobei vor allem die wertvolleren Baumbestände erhalten bleiben sollen. Dadurch fielen für Tesla Logistikflächen und ein geplanter Betriebskindergarten weg.Das verbleibende Gelände kann man allerdings kaum noch weiter verkleinern. Denn Tesla will in dem Bereich gemeinsam mit der Deutschen Bahn einen Güterbahnhof für die Schienenanbindung des Werkes bauen. Das würde es ermöglichen, einen großen Teil der Transporte auf die Eisenbahn zu verlagern. Angesichts dessen, dass ein weiterer Ausbau der Produktionskapazitäten sonst bis zu 1900 LKW-Fahrten täglich durch die angrenzenden Gemeinden führen würden, fand so mancher Gemeindevertreter den neuen Plan dann doch zustimmenswert, berichtete der RBB.
Trotz der Änderungen polarisiert die Sache die Region. In der betroffenen Region des Kiefernforstes haben sich Aktivisten mit einem Protestcamp festgesetzt und gerade erst gab es mehrere Aktionstage gegen Tesla. Auf der anderen Seite begrüßt man in Brandenburg auch die Impulse, die von der Ansiedlung für die Region ausgehen, in der ein tiefgehender Transformationsprozess stattfindet und insbesondere das Ende der jahrzehntelangen Braunkohleförderung bevorsteht.
Klagen angekündigt
Während es vor den Türen weiter Proteste gab und auch die Besucherplätze mit Gegnern und Befürwortern des Werksausbaus gut gefüllt waren, stimmten nun elf Gemeindevertreter für den neuen Plan. Lediglich sechs Gegenstimmen gab es, und zwei Enthaltungen.Ausgestanden dürfte die Sache trotzdem noch nicht sein. Die Bürgerinitiative vor Ort will gegen den Plan klagen. Einen Hebel sieht sie vor allem in der Tatsache, dass der Güterbahnhof auf den Flächen eines Wasserschutzgebietes stehen würde. Um die Wogen zu glätten, hätten auch Gemeindevertreter, die für den Plan stimmten, eine zweite Bürgerbefragung gut gefunden - allerdings wäre dies mit den Zeitplänen der Deutschen Bahn kollidiert. Ob es nun allerdings mit dem Beschluss und den angekündigten Klagen schneller geht, bleibt abzuwarten.
Zusammenfassung
- Tesla darf sein Werk in Grünheide erweitern, trotz Bürgerbefragung
- 62 Prozent der Bürger lehnten den ursprünglichen Bebauungsplan ab
- Die Fläche des zu rodenden Waldgebietes wurde von 100 auf 50 Hektar reduziert
- Wertvolle Baumbestände sollen erhalten bleiben, Logistikflächen entfallen
- Tesla plant mit der Deutschen Bahn einen Güterbahnhof für Schienenanbindung
- Der neue Plan soll tägliche LKW-Fahrten durch Gemeinden reduzieren
- Aktivisten protestieren weiterhin, Bürgerinitiative plant Klage gegen den Plan
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