Berlin: Brandanschlag auf Amazon-Autos, "Aktionswoche" gegen Tesla

Der 1. Mai war lange ein von Polizei und Einwohnern gefürchteter Tag, denn der Tag wurde von Autonomen gerne für Randale genutzt. Zuletzt hat sich die Situation zwar stark entspannt, Aktionen gibt es am Rande aber dennoch immer wieder - aktuell wurde Amazon zum Ziel.
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Randale war am 1. Mai früher weitverbreitet

Wie anfangs erwähnt war der 1. Mai in der deutschen Hauptstadt lange ein Tag, den sich Behörden wie Autonome rot im Kalender angestrichen haben. Seit die Exekutive ihre Strategie fundamental überarbeitet hat und sich bei Demos und anderen Veranstaltungen bewusst im Hintergrund hält, hat der 1. Mai viel von seinem Schrecken verloren.

Dennoch gibt es einige Idiot*innen, die es an diesem Tag nicht lassen können und lieber Sachen statt des Grills anzünden. Und so verwundert es nicht, dass die Polizei gestern bekannt gab, dass es in Wittenau in der Nacht zum 1. Mai zu einer politisch motivierten Brandstiftung kam: "Diverse Anwohnende alarmierten gegen 2.45 Uhr Polizei und Feuerwehr, da sie durch laute Knallgeräusche auf einen Brand in der Thyssenstraße aufmerksam wurden. Auf einem dortigen Gewerbegelände brannten insgesamt 16 Lieferfahrzeuge eines Internetversandhandels."

Amazon-Fahrzeuge brannten

Mit Internetversandhandel ist Amazon gemeint. Die Berliner Feuerwehr löschte den Brand, verletzt wurde niemand. Die Polizei wollte einen politischen Hintergrund zunächst nicht ausschließen, mittlerweile kann dieser aber als bestätigt gesehen werden. Laut Tagesspiegel ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht, in dem die Absender die "unvermeidbare Konfrontation der Ausgebeuteten mit den Herrschenden" sehen.

Ein friedlicher Umgang mit Global Playern wie Amazon sei wegen deren Größe nicht möglich, so die wohl linksextremen Urheber. Freilich, so viel muss angemerkt werden, treffen sie mit einem Brandanschlag wie diesem in erster Linie die Arbeiter am untersten Ende der Kette, denn mit einem Anschlag auf Lieferfahrzeuge sind vor allem jene betroffen, die stundenweise für wenig Geld beschäftigt sind. Die Aktion ist laut den Bekennern nur der Anfang, laut dem Schreiben ist das nämlich der Beginn einer "spannenden Aktionswoche gegen Tesla".

Zusammenfassung
  • Mai in Berlin früher oft von Ausschreitungen begleitet
  • Polizeistrategieänderung reduziert Gewalt bei Demos
  • In Wittenau brannten 16 Amazon-Lieferfahrzeuge
  • Politischer Hintergrund der Brandstiftung bestätigt
  • Bekennerschreiben spricht von Kampf gegen Ausbeutung
  • Angriff auf Amazon trifft vor allem gering verdienende Mitarbeiter
  • Bekennerschreiben kündigt weitere Aktionen gegen Tesla an

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